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Autogas in der Schweiz

VW Bulis (T5) mit Autogas im Taxi-Flottenbetrieb

Das Beispiel aus der Zeitschrift AutoGas Journal Heft 2 April/Mai 2013 das in Deutschland auch die Taxen mit Autogas betrieben werden. Auch Taxen in anderen Städten in Deutschland werden mit Autogas betrieben im Gegensatz zur Schweiz, die immer noch mit Erdgas betrieben werden nach meinen Informationen.

  Auch sie laufen und laufen und laufen …

Dass man mit Autogas Kraftstoffkosten sparen kann, ist eine Binsenweisheit, die auch zu den Taxi-Unternehmen herumgesprochen hat. Immer mehr Fuhrparkbetreiber setzen auf den gleichermassen umweltfreundlichen wie kostengünstigen Alternativkraftstoff. Zu Ihnen zählt auch der Hanburger Betreiber von Grossraum-Taxen, Sven Wefels. Er orderte 2007 insgesamt drei VW T 5, bekannt unter der Bezeichnung ,,Buli“ in der Caravelle-Version mit Autogas, um sie als Taxi einzusetzen. Mittlerweile haben alle drei zusammen fast eine Million Kilometer zurückgelegt und, um eine alte VW-Käfer-Werbung zu bemühen, sie laufen und laufen und laufen …

 Diesen wohl prägnantesten Satz, den VW-Werber je hervor gebracht haben, könnte man jedoch, bezogen auf den Autogas-Antrieb, auch abwandeln: Sie paren und sparen und sparen. Sven Wefels ,,Insbesondere in der Zeit, in der der Diesel so teuer war, wurden meine Kollegen schon neidisch. Da habe ich richtig Geld gespart. Und mit richrig meine ich schon eine fünstellige Summe.“

Auch Behindertentransporte

Die Taxen mit Autogas sind pausenlos im Einsatz. Ob Transfer zum Heavy-Metal-Konzert nach Wacken oder Behindertentransport im Raum Hamburg, der Autogas-Buli stellt sich jedem Transportbroplem. Das liegt letzlich auch daran, dass es ab Werk bereits unzählige Möglichkeiten gibt, den Transporter für spezielle Aufgaben auszurüsten. So hat sich der clevere Taxiunternehmer zusätzlich spezialisiert auf Rollstuhlfahrer und eigens eine Rampe für Rollstühle mitgeordert. Sven Wefels: ,,Wenn es allein nach der Nachfrage geht, könnte ich gut und gerne noch drei Buli in Dienst stellen. Leider fehlt mir entsprechendes Personal, dass auch bereit ist, sich auf die Rollstuhlfahrer einzulassen.“

Den guten, alten 2-Liter Saugmotor von VW lobt er in den höchsten Tönen, auch die Autogas-Umrüstung. Das Fahrzeug sei leise, so gut wie unverwüstlich und für das norddeutsche Flachland durchaus ausreichend motorisiert. Auf 100 Kilometer verbraucht er circa 17 Liter Autogas im Winter, im Sommer sind es 16 Liter. Die Differenz zwischen Winter- und Sommerbetrieb rührt daher, dass die Fahrzeuge im Winter fast rund um die Uhr laufen, auch im Stand. ,,Die Fahrzeuge müssen vorgeheizt sein, denn kein Fahrgast akzeptiert ein kaltes, ungemütliches Fahrzeug.“

LPG kostengünstiger als Diesel und Benzin

Natürlich kennt er eine spezielle Autogas-Tankstelle, die denn Kraftstoff immer 10 Cent günstiger anbietet. Schliesslich müssen Taxifahrer ja mit jedem Cent rechnen. Unterm Strich ist die Bilanz für Autogas in jedem Fall positiv: Eine Million Kilometer mit den drei Bulis kosten 119.000 Euro mit Autogas unter Einbeziehung des gastypischen Mehrverbrauchs. Würde man diese ausschliesslich mit Benzin zurücklegen, hätte Sven Wefels 210.000 Euro beim Tankwart gelassen. Dieser Preis für die Fahrten im Benzinbetrieb ist jedoch rein hypotethisch, denn jeder vernünftige Taxiunternehmer würde natürlich dann auf einen Diesel umschwenken. Die verbrauchen realistisch 13 Liter Diesel, was letztlich 188.000 Euro an Kraftstoffkosten verursachen würde.

Da die neuen VW-Diesel jedoch in punkto Zuverlässigkeit bei den Taxiunternehmen nicht unbedingt auf dem ersten der Rang Beliebtheitsscala stehen, muss man, so Wefels, zusätzlich einen gewissen Betrag für Repraturaufwendungen und Stadzeiten in der Werkstatt einkalkulieren. Benziner mit Autogas seien da die bessere Lösung. Dabei bringt er es auch finanziell auf den Punkt: ,,Alles in allem ist mit Autogas nach gut einer Million Kilometer bei drei Fahrzeugen Summe für ein neues Taxi übrig.“

Von Motorschäden blieb auch Wefels nicht verschont. Nach 330.000 Kilometer meldete sich einer der Motoren ab. Ursächlich dafür war jedoch nicht der Gasantrieb. ,,Wahrscheinlich wurde das Fahrzeug längere Zeit mit einem niedrigen Ölstand gefahren.“ Ein neuer VW-Rumpfmotor sorgte für kurzfristigen Ersatz. Die Überraschung: der Kopf einschliesslich der Ventile und Ventilsitze musste nicht getauscht werden und konnte nach der Marathondistanz von 330.000 Kilometern ebenso wie die Gasanlage übernommen werden. Mit frischer Garantie ist die Taxe jetzt wieder in Hamburgs Strassen unterwegs.

Kilometer-Millionär

Für ,,Kilometer-Millionär“ Sven Wefels hat sich das Thema Autogas schon jetzt gelohnt. 82 000 Euro Ersparnis im Vergleich zum Benzinbetrieb und 69 000 Euro im Vergleich zum Diesel sprechen eine deutliche Sprache. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass er mit seinen Autogas-Taxen über ein Alleinstelungsmerkmal verfügt: Im Vergleich zu anderen Taxiunternehmen ist Wefels weitaus umweltfreundlicher unterwegs. Und da sich Taxen noch nicht einmal von der Farbe unterscheiden, ist das ein gutes Argument für die Fahrgäste. Schliesslich können sie so mit jedem Taxiruf ihren eigenen, kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Quelle: Zeitschrift AutoGas Journal

Europaweit 19.386 verkaufte Einheiten sind rekordverdächtig

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift AutoGas Journal Heft 1 Februar/März 2013 soll zeigen das die Autogasfahrzeuge den Anteil von den verkauften Neuwagen die eine eingebaute Autogasanlage haben ab Werk immer grösser wird was leider in der Schweiz noch nicht der Fall ist weil immer noch hauptsächlich Neuwagen mit eingebauter Erdgasanlage bei den Vertretungen von Garagen und Autohäuser von Automarken verkaufen. Die Kunden werden auch nicht Informiert das es solche Neuwagen gibt die ab Werk mit einer Autogasanlage auf Bestellung geliefert werden.

 Lohnen sich Autogasmodelle für einen Automobilhersteller? Diese Frage wird in den Marketingabteilungen der OEM immer wieder kontrovers diskutiert. Während sich VW seit der Einführung des Golf Vll von seinen LPG-Modellen erst einmal verabschiedet hat, gehen die Rüsselsheimer einen anderen Weg: Sie setzen darauf, dass es europaweit genügend Kunden gibt, die bei Autogas in jedem Fall auf Werkslösungen setzen und dabei auch zu einem Wechsel der Marke bereit sind. Zumindest bei Opel geht die Strategie auf: 19.386 Fahrzeuge, die werkseitig mit einer Autogasanlage ausgerüstet waren, fanden in Italien, Deutschland und den Niederlanden einen Käufer.

Das Opel-Gesamtkonzept scheint die Kunden zu überzeugen: Die Fahrzeuge erhalten eben nicht nur eine Autogasanlage, sondern werden konzeptionell auf den neuen Krafstoff modifiziert: Gehärtete Ventile und Ventilsitze beugen Motorschäden im Gasbetrieb vor, die Motorsteuerung wird den veränderten Eigenheiten des Alternativkraftstoff angepasst und selbst der Umschalter ist in die Optik integriert. Bei so viel Detailverliebtheit in Sachen Autogas ist klar, dass auch die LPG-Tankanzeige sich nahtlos in das Desgin einfügt. Ausserdem beziehen sich Garantie und Kulanz sowie sämtliche Mobilitätsservice ausdrücklich auch auf die werkseitig gelieferte Gasanlage.

Italien, Niederlande, Deutschland

In Italien fanden das insgesamt 15.710 Kunden gut und hoben den Daumen. 1.410 Astra wechselten den Besitzer: Rekordverdächtig der LPG Corsa, von dem die Opelaner immerhin 11.300 Einheiten an den Mann brachten. Der Meriva, wegen seiner besonderen Türlösung für Familien mit Kindern besonders gut geeignet, verkaufte sich in Italien immerhin noch 3.000 mal. Damit liegt Italien mit 15.710 verkauften Fahrzeugen eindeutig an der Spitze des firmeninternen LPG-Verkaufsrankings.

Die Niederländer orderten 2.090 Opel mit Autogas ab Werk. Darunter befanden sich 100 Astra, 1.850 Corsa und 140 Meriva. Obwohl viele Niederländer vornehmlich Gasanlagen heimischer Hersteller bevorzugen, konnten sie offensichtlich den Verlockungen der Rüsselsheimer Werkslösungen nicht wiederstehen.

Gegnüber Italien und Niederlande ist der Absatz der Autogasfahrzeuge in Deutschland noch verbesserungswürdig: 1.586 Opel mit Autogas registrierten die deutschen Strassenverkehrsämter 2012. Davon entschieden sich 492 Käufer einen Astra, der Corsa führt selbst in Deutschland mit 609 verkauften Fahrzeugen die Opel-Verkaufszahlen an. Der Meriva mit 405 Einheiten und der einzig in Deutschland angebotene Opel Zafira mit 80 Fahrzeugen runden die Palette der verkauften Fahrzeuge in Deutschland ab.

Quelle: Das AutoGas Journal

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