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Autogas in der Schweiz

Stark Strom

Auch Motorradfans wollen elektrisch fahren – aber von eBikes und City-Scootern nichts wissen. arrive hat sich nach schwerem Gerät umgesehen – und wurde fündig.

Die mobile Revolution ist vielfältig. Alles was Benzin verbrennt, lässt sich auch elektisch betreiben – vom allradgetriebenen SUV bis zum Laubsauger für Besenfaule: ob das jeweils Sinn macht, liegt im Auge des Betrachters. Mit einem E-Bike kann man seit Jahren in Stadt und Land wunderbar von A nach B gelangen, auf zwei Rädern zum Mitstrampeln fühlt man sich oft besser als wenn man nur das elektrische Dritt-Auto nutzt, nachdem Sportwagen und Allrad-Monstrum sich vor der Kita nicht so gut machen …

Jetzt also Harley-Davidson elektrisch! Was eigentlich den verboten schönen Song ausmacht und richtig brummt – das summt jetzt nur noch, immerhin harleytypisch mit einem charakteristischen, wenn auch nicht artgrechten Heulen, wie einige Fachkollgen, die den Prototyp fahren durften, feststellten. Harley selbst sagt, dass die ,,Lautstäke bei steigendem Tempo zunimmt, damit Beschleunigung und Geschwindigkeit auch zu einem akustischen Erlebnis werden“. Allerdings: Wer eine richtige Harley fahren will, tourt damit nicht nur bis zur Eisdiele, sondern auch schon mal über Land, und dafür sind die 85 miximalen Kilometer der LimeWire Reichweite eher nicht geeignet. Und wer es im ,,Power-Modus“ krachen lässt, kommt sogar nur rund 60 Kilometer weit, also doch nur ein ,,Pizza-Tourer“? Ausserdem dauert eine Voll-Ladung auch noch mal rund 3,5 Stunden – ausreizen sollten Fans beim Restaurant-Besuch die Reichweite also nicht.

Das Projekt E-Harley ,,LiveWire“ geht seit knapp 5 Jahren durch die Presse, 2019 soll sie nun wirklich mit allen Funktionsmerkmalen des Prototypen auf den Markt kommen und eine neue Familie von Harley-Bikes begründen, die vor allem städtische Pendler auf dem Schirm hat und weniger die üblichen kuttentragende Klientel: ,,ein aufregendes Portfolio an elektrischen Zweirädern“ au Pennsylvannia, USA.

Dafür, dass die Designer völlig freie Hand hatten, sieht die LiveWire relativ klassisch und normal aus – ein ,,echtes Motorrad“ und kein Spielzeug, wie viele E-Motorrad-Einsteiger das auch fordern. Kupplung und Gangschaltung gibt es nicht – aufsteigen und losfahren heisst die Devise, kräftige Bremsen, eine einstellbare Federung und eine Reihe von modernen Assistenten wie Antriebsschlupfregelung und Kurven-ABS sorgen für perfekte Handling und eim möglichst sicheres Fahrgefühl. Sieben verschiedene Fahrmodi sorgen dafür, das jeder Fahrertyp den richtigen findet, der elektrische Antriebsstrang ist sehr wartungsarm, ein modernes Infotainment-System mit GPS, Touchscreen und und Bluetooth ist selbstverständlich. Ob die Maschine sich am Ende wirklich leichter fährt als ein Farrad, bleibt abzuwarten, ob viele Kunden das wollen, ebenso. Die Preise für die LiveWire und Liefertermine will Harley in den ersten Monaten 2019 nennen.

Keinen Liefertermin, aber schon einen Preis hat der zweite schwere Brocken in dieser Runde, die Arc Vector, ein High-Tech Schwermetall, das mit Unterstützung des Hauses Jaguar konstruiert wurde, und ebenfalls für 2019 in den Statrlöchern steht. 177.000 Euro werden mindestens fällig und damit kommt man man auf dem Lande immerhin schon mal 200 Kilometer weit – in der City auf Grund der ausgefeilten Rekuperationsmechanismen sogar über 300 Kilometer. Wer hier an der Ampel voll aufdreht, schafft es in aberwitzigen 2,7 Sekunden auf 100 km/h, die Endgeschwindigkeit liegt über 240 km/h.

Die Elektronik des Motorrades ist High End und wird von einem Helm mit integriertem Virtual Reality-Visier-Display und Rückfahrkamera begleitet, sowie einer Jacke mit Protektoren, die die Bewgungen der Fahrerin oder des Fahrers an den Steuercomputer überträgt und in Signale umsetzt. So gesehen ist die Arc Vector der Gegenentwurf zur E-Harley, nämlich ein futuristisches Experiment, das zunächst in einer limitierten Kleinserie gbaut wird. Ebenfalls sehr futuristisch kommt der Voxan Wattman daher,ein 200 PS starkes Elektromonster,, das bereits seit einigen Jahren durch die Motorradforen der Welt geistert, und mit 330 Kilogramm Gewicht eine Batterie benötigt, wie es heute noch keine gibt – vermutlich einer der Gründe dafür, dass das als ,,stärktes Elektro-Motorrad der Welt“ angekündigte Teil noch nicht gebaut wird bwz. vielleicht einfach ein Widerspruch in sich ist? Aber wer stellt bei Motorrädern solche Fragen?

BMW jedenfalls hat schon seit vier Jahren den E-Evolution im Programm, einen motorähnlichen Gross-Scooter, der mit 275 kg schwer ist, mit 26 Nennleistung (maximal 48 PS) vielleicht etwas untermotorisiet, dafür aber exakt die Ansprüche erfüllt, die Motorradfahrer ans elektrische Fach stellen: Pendlergerechte Reichweite von bis zu 160 Kilometer in der aktuellen Generation, Stromkosten von 2 Euro für diesen Trip, Lithium Ilonen-Batterien wie aus dem i3 und einem Rekuperationsmodus, der den C-Evolution allerdings etwas ausbremst. Es geht auch ohne Rekuperation – dafür muss man immer mal bremsen und kommt etwas weiter. Unter dem Strich ist der BMW-Scooter ein cooles und auf Wunsch richtig spurstarkes Gefährt, das zu Unrecht noch nicht so viele Käufer gefunden hat, wie es verdient. Der Preis ist vergleichsweise moderat, nämlich rund 15.000 Euro.

Was macht eigentlich der gemessen am Absatz und den vielen Kleinmotorrädern und deren Linzenznachbauten in Asien grösste Motorradhersteller – nämlich Honda? Dort versucht man weder das schnellste, grösste, kleinste oder reichweitenstärkste Eleltromotorrad zu bauen, sondern das erste, das autonom fährt. Die ,,Honda Riding Assist“, bereits 2017 vorgestellt, ist ein Elektromtorrad, in das unzählige Roboter-Assistenzsysteme integriert sind, die Motorradfahren sicherer machen sollen und die Piloten teilautonom durch den Grossstadtdschungel führen sollen. Das wegweisende ,,Riding Assist-System“ kann vermeiden das das kippelige Zweirad bei niederigen Geschwindigkeiten umfällt, in dem es die ensprechenden Lenkbewegungen autonom ausführt. Von einer Serienproduktion ist allerdings derzeit noch keine Rede. Lieferbar hingegen ist ein weiterer Exot, die Johammer des Österreicher Johann Hammerschmidt, der seit einigen Jahren eine Mini-Serie von Elektro-Motorrädern auflegt. 150 Kilogramm wiegt die 15 PS 177 Kilo die 22 PS-Version des E-Cruisers. Sein Terrain ist die City im Pendlerbereich und er sieht nicht nur anders aus, er ist es auch: Er hat keine Gabel, sondern eine Achsschenkelsteuerung. Das bedeutet, er lenkt ,,andersherum“, ein feeling, an das man sich laut Aussagen der ersten Fahrer aber schnell gewöhnt. Das ungewöhnliche Vergnügen kostet allerdings fast doppelt sioviel wie der BMW-E-Roller.

Fazit unseres E-Boliden-Specials: Wo E-Bikes zum Mitttreten längst etabliert sind, ist man mit elektrischem ,,Schwermetall“ noch etwas schwerfällig und exotisch unterwegs.

Technische Daten E-Motorräder

Harley Davidson LiveWire

Leistung: 74 PS

Drehmoment: 70 Nm

Gesamtgewicht: 210 Kg

Reichweite: 85 Kilometer

Liefertermin: 2019

Jaguar Arc-Vector

Leistung: 95 kW

Drehmoment: 86 Nm

Gesamtgewicht: 210 Kg

Reichweite: 200 Kilometer

Liefertermin: 2019/2020

Preis: 117.000 Euro

Voxan-Wattman

Listung: n.n.

Drehmoment: n.n.

Gesamtgewicht: n.n

Reichweite: n.n.

Liefertermin: n.n

Preis: n.n

BMW C-Evolution

Leistung: 48 PS

Drehmoment: 72 Nm

Gesamtgewicht: 275 Kg

Reichweite: 160 Kilometer

Liefertermin: seit 2014

Preis: 14.000 Euro

Honda Assist

Leistung: n.n.

Drehmoment: n.n.

Gesamtgewicht: 210 kg

Besonderheit: Selbstfahrendes Motorrad

Liefertermin: n.n.

Preis: n.n.

Johanner

Leistung: 16 kW

Gesamtgewicht: 160 kg

Reichweite: 200 km

Liefertermin: Lieferbar

Preis: ca. 25.000 Euro

Quelle: arrive

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