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Autogas in der Schweiz

Auf Sicherheit wird an Gastankstellen viel Wert gelegt

Dieser Artikel vom Autogas Journal Heft 5 Oktober/November 2012 soll zeigen das die zum Teil vorhandene Angst die auch in der Schweiz vorhanden ist und unbegründetet ist den die Gestzlichen Vorschriften in der Schweiz sind nicht viel anders als in Deutschland.

Warum Unfälle an Tankstellen in Deutschland Seltenheitswert haben

Unfälle beim Tanken von Gas, sowohl Autogas wie Erdgas sind immer wieder geeignet Ängste vor diesem Kraftstoff zu schüren. Das AutoGas Journal wollte es angesichts der aktuellen Ereignisse genauer wissen und recherchierte die Fülle der Sicherheitsvorkrhrungen, die der Gesetzgeber vorschreibt.

Das Ergebnis: Viele Flüssiggasversorger gehen noch einen Schritt weiter und legen sich selbst Sicherheitsvorkehrungen auf, die die gesetzlichen geforderten Regelungen bei weitem übertreffen. Daran ändern auch die jüngsten Tankunfälle in Mönchenglatbach (Autogas) und Wolfratshausen (Erdgas) nichts.

Fährt der Kunde an die Tankstelle, ist der gefährlichste Part, wenn man in diesem Zusammenhang angesichts der enormen Sicherheitsvorschriften überhaupt von Gefahr sprechen kann, bereits erledigt. Der Super-GAU, der grösste anzunehmende Unfall könnte bei der Anlieferung von Gas zur Tankstelle oder bei einem Brand unmittelbarer Nähe des Gastanks entstehen. Der sogenannte Bleve (boiling liquid expanding vapor explosion) ensteht durch äussere Hitzeinwirkung auf den Gastank, bei dem sich einerseits die Gastemperatur im inneren des Tanks rapide erhöht, anderseits die einwirkende Hitze die Tankhülle schwächt und dadurch eine Explosion begünstigt. Um dem entgegenzuwirken, gehen immer mehr Tankstellenbetreiber dazu über, die Tanks in die Erde ,,verschwinden“ zu lassen. Mineralölgesellschaften wie Aral beispielsweise setzen bei den Aral-eigenen Tankstellen bereits seit langem auf unterirdische Gastanks. Auch der Gesetzgeber war nicht untätig und erst kürzlich die Bauvorschriften für den Anfahrschutz oberirdische Tanks neu definiert. Fernfüllpunkte beim Befüllen der Tanks, Gasdetektoren in den Domschächten und der allen hinreichend bekannte ,,Not-Aus-Schalter“ sowie gut geschultes und umsichtiges-Personal haben bisher dazu beigetragen, dass sich solche Unfälle in Deutschland nicht passieren konnten.

Auch an der Tanksäule selbst finden sich umfassende Sicherheitsvorschriften, von denen der Kunde jedoch nur wenig merkt. Neben dem auch hier auffällig platzierten ,,Not-Aus-Schalter“, der in gleicher Form auch noch einmal beim Kassenpersonal in der Tankstelle angebracht ist, sorgt ein sogenannter Totmannschalter für Sicherheit. Nur wenn er gedrückt ist, fliesst Gas. Ein elektromagnetischer Grenzwertgeber stoppt den Tankvorgang, wenn der Füllstop im Tank die 80%-ige Höchstfüllmenge erreicht hat.

Neben der aktiven Sicherheit legen Gesetzgeber und Tankstelenbetreiber auch hohen Wert die passive Sicherheit an den Gastankstellen. Was niemand sieht: bei einem Aufprall eines Fahrzeugs an die Tankstelle klappt diese um und Magnetventile kappen sofort die Verbindung zum Gastank. Selbst auf der oberirdischen Strecke von der Zapfsäule bis zu Füllpistole sind mehrere Sicherheitsventile angebracht, die sofort schliessen, wenn ein unvorhergesehenes Ereignis eine Druckänderung herbeiführt. Selbst an die Fehler der Tankkunden ist gedacht: Eine Abreisskupplung hält den unvermeidbaren Gasaustritt in engen Grenzen, wenn der Tankkunde die Füllpistole auf dem Einfüllstutzen belässt und damit einfach losfährt.

Fehlerquelle Mensch

Das schwächste Glied in der Kette mannigfaltigen Sicherheitsmassnahmen an den Tankstellen ist jedoch immer noch der Mensch. Wer mit offenen Augen das Geschehen an den Tankstellen in ganz Europa betrachtet, sieht immer wieder eklatante Verstösse gegen die geltenden Sicherheitsvorschriften. Mit Besenstilen oder Gummibändern überbrückte Totmannschalter in Kroatien, verantwortungslose Tankwarte in Österreich, die LKW-Fahrern mit selbstgebstelten Tank-Adaptern die kleinen Camping-Gasflaschen befüllen oder Autogasfahrer, deren Tankadapter so ausgeleiert sind, dass eine sichere Verbindung zwischen Fahrzeugtank und Füllpistole einfach nicht hergestellt werden kann – all das sind Geschehnisse, die man an einigen wenigen Tankstellen beobachten kann.

Doch was kann man als Autofahrer tun, um die Sicherheit an den Tankstellen zu erhöhen? Das Hauptbroplem ist sicherlich der Tankadapter. Viele sparwütige Gasfahrer wählen grundsätzlich die billigste Version für die Verbindung zwischen Fahrzeug und Füllpistole. Nach ein paar hundert Tankvorgängen hat das gehärtete Gewinde der Füllpistole tiefe Riefen in die Messingschicht der billigen Tankadapter geschnitten, an denen Gas austritt. Um das zu vermeiden, heben findige Zeitgenossen den Schlauch mit der Füllpistole an, um ihn zu verkanten. Die Kräfte, die dann auf den Befüllanschluss am Fahrzeug wirken, sind enorm und können langfristig Schäden herbeiführen. Wichtig ist ein ordentlicher verschleissfreier Tankadapter, der der Sicherheit zuliebe auch einmal ein paar Euro mehr kosten darf.

Gefahr bei Handynutzung

Eine weit verbreitete Unsitte ist es auch, den Diesh-Adapter mit dem Befüllanschluss am Fahrzeug zu verbinden und in den Dish-Adapter ACME-Adapter einzuschrauben. Hierdurch vergrössern sich die Zugkräfte, die auf den Befüllanschluss einwirken, auf ein Vielfaches. Und, last but not least, sieht man immer wieder uneinsichtige Zeitgenossen, die selbst während des Tankvorgangs nicht vom heiss geliebten Handy die Finger lassen können. Das Telfonieren an sich ist zwar nicht gefährlich, doch wenn einem das Handy aus der Hand fällt und sich der Akku löst, kann dazu führen, das sich ein Funken bildet. Steht dann zufällig auch noch eine Gaswolke auf dem Boden, weil irgendwo eine Undichtigkeit augetreten ist, kann es zu einer Explosion kommen.

Generell bleiben all diese kleinen Vergehen an den Tankstellen folgenlos. Austretendes Gas verteilt sich schnell und bildet kein zündfähiges Gemisch, ein überbrückter Totmannschalter bleibt in der Regel ebenso wenig bedenklich wie das Telefonieren an der Zapfsäule. Stellt sich dazu aber noch ein Defekt am fahrzeugeigenen Gassystem ein und es entsteht ein zündfähiges Gemisch, reicht schon ein einziger Funke, um die Explosion herbezuführen. Das zeigen die Unfälle an der Autogastankstelle in Mönchengladbach und an der Erdgastankstelle in Wolfratshausen. Auch wenn in beiden Fällen die Unfallursache noch nicht abschliessend feststeht, kann davon ausgegangen werden, das nicht bei der Tankstelle, sondern am Fahrzeug die Ursache zu suchen ist. Und wäre in Wolfratshausen bei der Explosion des Erdgastanks noch eine Zündquelle in der Nähe gewesen, hätte die Freisetzung von gut 5 Kilogramm Erdgas, komprimiert auf mehr als 200 bar, ernsthaftere Folgen nach sich gezogen. Deshalb sollten Gasfahrer die Hinweise an den Tankstellen immer gründlich beachten.

Eigener Kommentar:

Dieser Beitrag beweist das Gastankstellen sicher sind egal ob Erdgas oder Autogas.

Es ist erstaunlich was Gasfahrer erfinden um Gas zu Tanken und nicht realisieren das Sie sich damit in Lebensgefahr bringen wenn es zur einer Explosion kommt. Diese Tatsache spielt auch eine Rolle bei der Angst das dass Autogas Explodieren kann was nicht stimmt wenn generell auch bei Erdgastankstellen die Vorschriften bei den Tankstellen eingehalten werden die aufgeführt sind.

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