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Autogas in der Schweiz

Cenntro Metro

Der Kleine aus der Holzklasse

Ob Bierbänke, Schränke oder Tische: Bei einem Umzug ist schnell der Punkt erreicht, an dem der Kofferraumdeckel des SUV nicht mehr komplett schliesst oder die Hinterachse des Kleinwagens in die Knie geht. Hier kommt der kleine elektrische Transporter Cenntro Metro wie gerufen, denn der passt sogar durch die engste Gasse in der Altstadt.

Wer schon einmal innerhalb einer Stadt umgezogen ist, weiss, dass die Parkflächen für grosse Umzugswagen rar sind. Gut dass es da nun den chinesischen Cenntro Metro gibt. Mit einer Breite von 1,40 Meter lässt er in nun wirklich jeder Parklücke aussreichend Platz zum Einsteigen. Und wenn es beim Schliessen nicht richtig scheppert, sind die Türen nicht zu. Das ist Sound, der altvertraut ist und so bei manchem ein Gefühl der Behaglichkeit auslöst. Für Komfort-Enthusiasten ist das Fahrzeug jedoch nichts. Das kleine Tür-Symbol erlischt erst nach mehrmahligen Zuschlagen. Zwei Personen haben im Innenraum Platz, zwischen die Sitze passt geradeso die mechanische Handbremse. Viel mehr Convenience ist nicht.

Begleitet von unterschiedlichen Piep-Geräuschen surrt der Cenntro Metro los. Erst wenn 20 km/h überschritten sind, verstummen die Warnsignale. Das Piepsen ist etwas nervig, dürfte aber zu mehr Sicherheit von Fussgängern beitragen. Wer das nicht mag, kann zum Übertönen der Warnsignale das integrierte Radio mit Bluetooth-Funktion verwenden. Bei Bodenwellen schwingt die Fahrzeugkabine spürbar auf und ab. Wer dazu amerkanischen Hip-Hop aus den 70er-Jahren hört, wird sich wie ein echter Lowrider fühlen. In Kurven und beim Abbiegen kmmt der erstaunliche Wendekreis von 4,2 Metern zum Einsatz, den der Cenntro Metro kurzen Radstand zu verdanken hat. Optimierbar wäre hier nur der Blinker, der fast nie von alleine herausspringt. Mit zügiger Beschleunigung erreicht der Cenntro Metro 50 km/h. Ausserorts schafft er bis zu 85 km/h. Häufig muss man im Test das Bremspedal bis zum Anschlag durchtreten.

Über den Drehregler legt man den Rüchwärtsgang ein und das Bild der Rückfahrkamera erscheint auf dem Touchscreen. Das hilft, denn der kleine elektrische Transporter hat weder einen Rückspieel noch eine Rückscheibe. Zum Beladen kann man alle vier Rückwände des e-Transporters herunterklappen und von allen Seiten bis zu 500 Kilogramm auf die Transportfläche packen. Alternative gibt es für den Cenntro Metro auch eine geschlossene Transportbox oder einen Flachaufbau. Hinter den Sitzen ist geradeso genug Platz für das eingerollte Ladekabel mit Stecker Typ 2. Nach etwas Ruckeln und Zerren hat man es hervorgeholt. Mit dem Kabel unterm Arm läuft man um das Fahrzeug herum, bis man schräg unterhalb der Beifahrertür eine Klappe endeckt. Sie öffnet sich nach oben und man muss sich hinknien, um das Ladekabel richtig einzustecken – ist also nicht ganz so komfortabel.

Um die grössere 26 kWh-Batterie von 0 auf 100 % zu bringen, sind etwa zehn Stunden nötig, weil die Ladeleistung auf die Spannung einer Haushaltssteckdose bschränkt ist. Für das Laden über Nacht reicht das aus, für mehr dann aber auch nicht. Strecken jenseits der 200 Kilometer müssen dann wohl mit entsprechenden Übernachtungspausen eingeplant werden.

Wie lautet also unser kleines Fazit? Für Umzüge und Transporte innerhalb einer Stadt gibt es kein geeigneteres Fahrzeug. Es braucht wenig Platz zum Parken, hat einen kleinen Wendekreis und schafft ausreichend Kilometer, um den ganzen Tag hin und her zu fahren. Die Sitze im Innenraum sind bequem und die Rückfahrkamera hilfreich, viel mehr Luxus darf man aber erwartten. Der Cenntro Metro ist eben ein Transporter, der seinen kleinen Transportzweck erfüllt. Grosse Wunder sehen nun malanders aus.

Technische Daten Cenntro Metro

Motor

Elektro

Leistung

24 kW

Max. Drehmoment

Keine Angaben

0-100 km/h

Enfällt

Höchstgeschwindigkeit

85 km/h

Stromverbrauch

ca. 13 kWh/100 km

Batteriekapazität

13 kWh/26 kWh

Reichweite WLTP

120 km/200 km

Ladeleistung

2,3 kW AC

Leergewicht

1.070 kg

Länge x Breite x Höhe

3,70 m x 1,40 m x 1,90 m

Preis

ab 22.490 Euro bzw. 27.990 Euro

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Ioniq 5

Nummer 5 lebt

Neue Plattform, neues Desgin, neue Marke. Mit dem Ioniq 5 startet der Hyundai-Konzern seine nächste Elektro-Offensive. Diesen Sommer kommt das Crossover-Modell zu den Händlern – mit 800 Volt.

Eine gewisse Vorreiterrolle kann man dem Autobauer Hyundai wahrlich nicht absprechen. Recht früh waren die Koreaner beim Thema Elektromobilität dabei. Kona und Inoiq sind seit Jahren auf der Strasse. Sogar ein Brennstoffzellenmodell, der Nexo, findet sich im Portfolio der koreanischen Marke.

Doch scheint dies ales nur eine Art ,,Warm-up“ gewesen zu sein, verglichen mit dem, was zukünftig von den Bändern in Fernost laufen soll. Hyundai bringt bereits diesen Sommer den Ioniq 5 auf den Markt, ein äusserst cool aussehendes Crossover-Modell im Segment der Mittelklasse. Nun mag ein neues Auto nicht gleich die Branche aufrütteln. Doch hinter Ionoq 5 steckt mehr.

Der smarte Fünftürer gilt intern nicht nur als ,,Design-Statement“ und soll einen Ausblick daraug geben, was in Zulunft von der neuen Elektromarke Ioniq erwartet werden kann, Ioniq 5 steht auch auf einer komplett neu entwickelten, hochmodernen Plattform, genannt E-GMP. Diese Architektur ist in grossser Masse skalierbar und verfügt wie der Porsche Taycan und der technisch baugleiche Audie e-tron GT über eine 800-Volt -System. Kein anderes Fahrzeug im Volumensegment bietet derzeit diese Hochspannung. Zudem ist das System so ausgelegt, dass der Ioniq 5 als Powerbank eingesetzt und beispielsweise E-Scooter und E-Bikes, ja sogar andere Elektroautos laden kann. Mit der gleichen E-GMP-Architektur schickt Hyundai in den kommenden Jahren dann den Ioniq 6 und den Inoiq 7 an den Start, aller Voraussicht nach werden dies eine Lmousine und ein SUV sein.

Hyundai zeigt klare Kante und knackige Proportionen

Zweifellos, der Ioniq 5 ist ein Eye-Catcher. Er besticht durch Purismus, klare Linien, grosse Räder und knackige Proportionen. Koreanischer Barock und asiastisches Bling-Bling war gestern. Das kantige Desgin enspricht nahezu vollständig der Studie ,,45″, die Hyundai 2019 in Frankfurt zeigte, und soll ein bisschen an das Hyundai ,,Pony Coupe“ aus den 70er Jahren erinnern.

Zu dem coolen Desgin hätten wir allerdings Kameras statt konventioneller Seitenspiegel gewünscht, ähnlich wie der Audie e-tron und der Honda haben. Die beruhigende Antwort liefert der Desginchef Lue Donckerwolke: ,,Die kommen im nächsten Jahr.“

Auch im Innenraum zeigt der Ioniq 5 das Cockpit-Erlebnis von Morgen. Es dominiert ein Wilde-Screen ähnlich wie bei der Mercedes S-Klasse. Unter dem Glas befinden sich zwei jeweils 12,25 Zoll grosse Displays (über diese Ausstattung verfügen übrigens alle Versionen). Doch nicht alles läuft über Touch. Das zeigt die kleine Schalterleiste in der Mitte, die links mit dem Lauf-/Leise-Drehnopf des Radios endet.

Eine gutte Idee ist die Verschiebbare Mittelkonsole zwischen den Vordersitzen. Wird sie zurückgeschoben, entsteht vorne eindurchgehender Fussraum und man könnte dann – beispielsweise in einer sehr engen Parklücke – durchrutschen und auf der anderen Fahrzeugseite aussteigen. Viel Platz und ein gutes Raumgefühl waren beim Ioniq 5 ohnehin zentrale Themen. Beste Voraussetzungen liefert da natürlich der riesige Radstand von 3,00 Metern. Mehr hat kein anderes Modell bei einer Aussenlänge von 4,64 Metern. ,,Wir bieten Platz wie im D-Segment“, verspricht Produktmanager Andrian Péré und verweist auf die vorderen Liegesitze. ,,Auf ihnen kann man zum Beispiel während eines Ladevorgangs entspannen.“

Recycelte Plastikflachen, Leder mit Leinsamenöl

Bei den Materialien gingen die Color&Trim-Leute dagegen ein bisschen halbherzig vor. Zwar finden sich im Innenraum, dem Zeitgeist entsprechend, Textilien aus Zuckerrohr, Wolle und recycelten PET-Flaschen, und viele Oberflächen sind mit einem Polyurethan-Biolack beschichtet, der aus Raps- und Mais-Öl gewonnen wird. Doch das vegane Interieur, wie es zum Beispiel Volkswagen beim Konkurrenten ID.4 anbietet, lässt bei Hyundai noch auf sich warten. Ganz auf Leder wollen die Koreaner nicht verzichten. Immerhin: Die Tierhaut wurde mit Leinsamen-Öl behandelt und gefärbt. Wenn der Ioniq 5 im Sommer bei uns in den Markt geht, kann der Kunde unter zwei Batterien sowie Allrad- und Hinterradantrieb wählen. Das Einstiegsmodell hat 125 kW und eine 58-kWh-Batterie (beides ist identisch mit dem VW ID.4). Steckt die grössere Batterie (72,6 kWh) im Boden, schafft der E-Motor eine Leistung von 160 kW. Das maximale Package heisst: 155 Leistung hinten und 70 kW vorne (zusammen 225 kW). Auch hier entsprechen die Werte exakt dem allradgetriebenen VW ID.4 GTX.

Den Wolfsburger Stromer übertrifft der Ioniq 5 allerdings deutlich bei der Batteriespannung. Wie bereits eingangs erwähnt, liegt sie bei 800 Volt – und ist damit doppelt so hoch. Dies erlaubt an einer Gleichstromsäule deutlich höhere Ladeströme. Hyundai gibt hier 220 kW an. Zum Vergleich: Beim VW ID.4 sind es 125 kW. Der Ioniq 5 könnte so im Bestfall innerhalb von 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden. Eine Kaffeepause dauert meist länger.

Technische Daten Ioniq 5 AWD

Motor

2 Elektromotoren

Antrieb

Allrad

Leistung

225 kW/306 PS

Max. Drehmoment

605 Nm

0-100 km/h

5,2 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit

185 km/h

Stromverbrauch

Keine Angaben

Batteriekapazität

72,6 kWh

Reichweite WLTP

ca 480 km

Ladeleidtung

bis 11 kW AC und bis 220 kW DC

Kofferraum

5.31 bis 1.591 Liter, vorne 24 Liter

Länge x Breite x Höhe

4,64 m x 1,89 m x 1,61 m

Preis

Keine Angaben

Basismodell

ab 41.900 Euro

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Opel Mokka-E

Frisch gebrüht

Nach über acht Jahren setzt Opel einen frischen Mokka auf. Die zweite Generation hat nicht nur deutlich an Chic und Charme gewonnen, das City-SUV gibt es erstmals auch in einer vollelektrischen Variante.

Ein wenig geschmunzelt hatte die Branche damals schon. Wie kann nur eine Automarke ihr Modell nach einer Kaffeeart benennen? Doch Opel hatte mit dem Mokka ein gutes Näschen, erkannte früh den Trend der City-SUVs. Der Mokka entwickelte sich zum Verkaufsschlager. Seit Auflegung der Baureihe im Jahre 2012 haben die Rüsselsheimer über eine Million Exemplare produziert.

Jetzt schickt Opel die Nachfolgegeneration an den Start. Und diese ist, nicht wie sonst meist üblich, grösser und schwerer, sondern kleiner und leichter. Denn mittlerweile gehört Opel nicht mehr zur amerikanischen Mutter General Motors (GM), sondern ist unters Dach des französchischen PSA-Konzerns geschlüpft. Ein Glücksfall. PSA verfügt über eine hochmoderne Plattform, gennat CMP (Common Modular Plattform). Sie erlaubt sowohl den Einbau konventioneller Verbrennungsmotoren als auch die Integration eine elektrischen Antriebs. So gibt es den neuen Mokka, analog zum Corsa, als Benziner, Diesel und als Vollstromer.

Kurze Übergänge, grosse Räder und knackige Proportionen sind schon mal gute Zutaten, um ein Auto proper dastehen zu lassen. Opel hat dies beim Mokka sehr gut umgesetzt. Der Wagen gefällt mit einem schnorkellosen und sportlichen Desgin. Mit einer Länge von 4,15 Metern ist er zwölf Zentimeter kürzer als sein Vorgänger, gleichzeitig auch zwölf Zentimeter flacher und einen Zentimeter breiter. Auffällig ist sein sogenannter ,,Vizor-Grill“, der an das Visier eines Motoradhelmes erinnern soll. Wer jetzt einen Blick auf die Rückseite wirft – nach unserer Meinung die Schokoladenseite -, erkennt, dass unterhalb der Heckscheibe die Schattenfläche (dort, wo der Blitz sitzt) fast die gleiche ,,Vizor“-Form hat wie der Grill.

Alt und Neu: Touch-Screen und Drehregler

Im Cockpit zog modernste Digitalisierung ein. Zwei Bildschirme sind unter einer grossen Fläche aus Polycarbonat zusammengefasst. In der Basis hat der Mokka zwei jeweils sieben Zoll grosse Displays. Das Topmodell verfügt über einen zehn, in der Mitte sogar über einen zwölf Zoll grossen Bildschirm. Typisch Opel: Alles ist klar und übersichtlch gegliedert sowie zu beienen. Verspielte Gimmicks, die auf Kosten der Funktionalität gehen, gibt es nicht. Wichtige Funktionen müssen nicht umständlich per Touchscreen oder in Untermenüs gesucht, sondern können klassisch über Schalter und Drehregler bedient werden. Jeder findet sich im Mokka sofort zurecht.

Das Raumgefühl ist grosszügig. Als sehr bequem erweisen sich die Sitze. Was nicht verwundert. Schon seit 2008 baut Opel zertifizierte AGB-Exemplare ein. Die Abkürzung steht für ,,Aktion Gesundheit Rücken“ (Dieser Zertfizierung unterzieht sich übriegens auch Mercedes). Beim Mokka kann für den Fahrersitz sogar eine Massagefunktion geordert werden.

Hinten hält sich der Sitzkomfort in Grenzen, zumindest für Personen über 1,80 Meter Körpergrösse. Doch sollte hier nicht vergessen werden: Der Mokka misst eben nur knapp über vier Meter. Klar, dass dann auch der Kofferraum keine Wunder vollbringen kann. Mit 310 Litern liefert er gute Bedingungen für den Alltag. Sollen grössere Dinge verstaut werden, bleibt noch das Umklappen der Rücksitzlehnen. Das Ladevolumen steigt auf 1.060 Liter.

Zeit, den Startknopf zu drücken. Antriebsmässig bedient sich der Mokka-e aus dem PSA-Baukasten, heisst: Elektromotor mit 1000 kW, Fromtantrieb, Batterie 50 kWh Kapzität. Kalter Kaffee, salopp gesagt. Daher lieferte der kleine Opel während unsererTestfahrt nicht wirklich Überraschendes, zeigt aber einmal mehr, welcher Antrieb optimal zu einem Auto passt, das vorwiegend im städtischen Umfeld bewegt wird. Der Elektromotor glänzt mit einer Ruhe und Geschmeidigkeit, fast könnte man sagen, souveränen Lässigkeit, wie sein Verbrenner in dieser Hubraumgrösse niemals hinbekommt. Nicht einmal mit einem Automatikgetriebe.

Seine Maximalleistung (100 kWh und 260 Nm) stellt der Mokka-e allerdings nur zur Verfügung, wenn zuvor der Fahrmodus auf ,,Sport“ gestellt wurde. Das Anprechverhaltenist dann so, wie man es von einem Stromer erwartet. In Stellung ,,Normal“ reagiert der E-Motor mit nur noch 80 kW und 220 Nm naturgemäss etwas weniger spontan. Würde man den Modus ,,Sport“ zuvor nicht gedrückt haben, würde man die höhere Leistung nicht vermissen. Der Mokka schwimmt munter im Verkehr mit. Deutlich behäbiger verhält sich der Wagen in der Stellung ,,Eco“. Nur noch 60 kW und 180 Nm entlässt die Elektronik in Richtung Strasse. Dieses Herunterregeln soll helfen, die Reichweite zu erhöhen. Sie liegt nach dem heute gültigen WLTP-Zyklus bei immerhin 324 Kilometer. Temperatur und Fahrstil haben darauf natürlich massiven Einfluss. Zwischen 200 und 250 Kilometer sollten als winterlicher Wert aber möglich sein.

350 Reichweite in der Stadt sind möglich

Anders herum:In der Stadt bei sommerlichen Bedingngen dürfte der Mokka-e vermutlich auf über 350 Kilometer kommen. An einer Gleichstrom-Schnelladesäule (DC) lässt sich der Akku maximal mit einer Leistung von 100 Kilowatt befüllen. 100 Kilometer Fahrstrecke wären so nach gut zwölf Minuten ,,nachgetankt“. Für zu Hause sind an einer Wallbox dreiphasig elf kW möglich. Über Nacht angeschlossen, ist die Batterie somit am nächsten Morgen stets vollgeladen startklar. Zum Thema Assistenzsysteme hält Opel den Mokka ein ganzes Bündel an elektronischen Helferlein im Angebot. Insgesamt sind es 16, in der Klasse ein Spitzenwert. Verkehrsschilder, Fussgänger und Radfahrer werden erkannt, automatisch der Abstand zum Vordermann sowie die die Spur gehalten, der ,,Tote Winkel“ berücksichtigt und anderes mehr. Das Rangieren fördert eine 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera.

Ein buchstäbliches Highlight ist das LED-Matrix-Licht. Es erlaubt volles Fernlcht, ohne dass der Vordemann oder der Gegenverkehr geblendet wird. Diese Technik kennt man normalerweise nur aus höheren Fahrzeugklassen. Eine Philosophie von Opel ist es jedoch, gerade solche Dinge ins Volumensegment zu bringen.

Insgesamt liefern die Rüsselsheimer Autobauer mit dem Mokka-e ein überzeugendes Gesamtpaket ab: schickes Desgin, moderne Technik, gute Qualität – und auch der Preis mit 34.110 Euro geht in Ordnung (abzüglich 9.570 Euro Umweltbonus). Frisch gebrüht, riecht der Mokka-e nach Erfolg. Intern dürfte man sich bei Opel vermutlich kräftig die Hände reiben. Schon jetzt liegen die Bestelleingänge weit über den Erwartungen, was leider die Lieferzeiten länger und länger werden lässt. Aber das Warten lohnt.

Technische Daten Opel Mokka-e

Motor

Elektro

Leistung

100 kW/136 PS

Batteriekapazität

50 kWh

Maximales Drehmomet

260 Nm

Höchstgeschwindigkeit

150 km/h

0-100 km/h

9,6 Sekunden

Reichweite WLTP

324 km

Stromverbrauch

17,4 bis 18,0 kWh/100 km

Ladeleistung

bis 11 kW AC und bis 100 kWh DC

Länge x Höhe x Breite

4,15 m x 1,79 m x 1,53 m

Preis

34.110 Euro

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Alex goes E – Biking

Das neue XF3 Aventure von der deutschen Fahrrad-Manufaktur HNF-Nicolai bietet High-End-eMTB-Technologie, welche selbst extremste Offroad- und Freeride-Abenteuer ermöglicht – und ist dank seiner augwogenen Geometrie und seiner Komfort-Ausstattung auch bestens für den täglichen Einsatz in der Stadt geeignet – wie ,,Elektrisiert“-Youtuber und arrive-Autor Alex Bangula kürzlich feststellte. Hier sein Bericht.

Bin leidenschaftlicher Elektroautofahrer, komme aus einer leidenschaftlichen Radfaher-Familie. Diesen Sommer konnte man beide dieser Leidenschaften gleichzeitig ausleben, denn die Gelegenheit, ein E-Bike für einige Wochen zu testen. Das war nicht irgendein E-Bike, sondern ein absolutes Premium-Produkt aus Deutschland, das HNF-Nicolai XF3.

Viele Dinge haben dieses Bike für mich besonders gemacht, fange einfach mal beim Desgin an: Das XF3 ist nämlich in meinen Augen ein echter Hingucker und zieht die Blicke auf sich wie kein anderes Fahrrad, auf dem man jemals sass. Standartmässig kommt es mit Schutzblech und Gepächträger, die hatte für den extra Touch-Coolness bei meinem Test aber nicht drauf. Auf manchen Fotos sieht man mich ohne Helm – das war nicht ganz leicht, meine Afro-Frisur da unterzubringen, auf den Videos in meinem YouTube-Kanal ,,Elktrisiert“ seht Ihr aber, dass ich den im echten Fahrbetrieb auch aufhatte.

Bin durchaus ein sportlicher Typ, doch zur Fortbewegung greife eigentlich immer zum Elektroautoschlüssel. Mit diesem E-Bike hat man richtig Gefallen an langen Radausflügen gefunden. Man kann hier zwischen 4 Betriebsstufen wählen und zugebenermassen die meiste Zeit mit der Turbo-Unterstützung (Stufe 4) und dementsprechend unverschwitzt ans Ziel kommen. Je höher die Unterstützungstufe, desto höher natürlich auch der Energieverbrauch. Reichweitenangst muss man mit dem HNF XF3 trotzdem nicht haben. Mit an Bord sind nämlich gleich 2 Akkus mit einer Gesamtkapazität von 1.125 Wh. Damit läst sich mit der maximalen Unterstützung über 100 Kilometer fahren und mit der niedrigsten sogar 200 Kilometer. Fährt man ganz ohne Unterstützung, kommt man soweit, wie einen die eigene Muskelkraft trägt. Ohne Elektroantrieb muss man aber schon sehr kravtvoll in die Pedale des 33 Kilo schweren E-Bikes treten, um ordentlich voranzukommen.

Machbar ist das, Spass macht es aber nicht mehr, ist ja auch nicht der Sinn eines E-Bikes. Auch weniger erfreulich, aber machbar, ist das Treppentragen – dankbarweise muss man das aber nur selten machen. Die beiden Akkus lassen sich leicht aus dem Alurahmen herausnehmen und sperat zu Hause laden. Die Ladezeitn pro Akku beträgt circa 4 Stunden. Dank der extrem guten Federung lassen sich Treppen auch problemlos runterfahren, und, wer’s kann, auch hochfahren: Ein Freund von mir hat es sich auch nicht nehmen lassen, das auszprobieren – hat super geklappt. Für solche Aktionen oder die Fahrt bergauf schaltet man am besten in einen niedrigen der 14 verfügbaren Gänge. Mit dieser elektrischen Schaltung geht das blitzschnell und die Schaltung bereitet richtig Freude. Das an sich schon tolle Fahrerlebnis wird noch vom Kiox-Bordcomputer unterstützt. Auf desen Farbdisplay sieht man, wie schnell man unterwegs ist, den Akkustand und im welchen Gang man gerade fährt. Zum Borcomputer gibt es noch eine Smartphone App, die einem die Fahrten mit interessanten Infos nachbereitet. Dort hat man zum Beispiel gesehen, mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit, Trittfrequenz und welchem Energieverbrauch man unterwegs war. Meine persönliche Lieblingsstatistik war definitiv die Angabe der Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h war es bergab. Und man fühlt sich trotzdem noch sicher. Das vielleicht nützlichste Feature ist ein richtiges Navi – in der App kann man seinen Zielort eingeben und dann auf dem kleinen Bordcomputer wird dann Routenführung angezeigt. Sehr praktisch.

Würde mir einzig wünschen, dass der Gestzgeber die E-Bike-Unterstüzung nicht bei 25 km/h deckelt, sondern bis zu 30 km/h erlauben würde. So hätte man noch etwas mehr Fahrspass und könnte in der 30er Zone besser mit den Autos mitschwimmen, doch dafür kann das Bike nichts.

So oder so ist das XF3 problemlos das beste E-Bike, auf dem mein Hintern je sass! Das Design ist sexy, der Antrieb kraftvoll und die Reichweite enorm. Am Bordcoumputer und der App haben sicher nicht nur technikbegeisterte Menschen Freude. Abgeschmeckt wird das Ganze dann noch mit Details wie einem extrastarken Fernlicht. Was will man mehr?

Technische Daten vom E-Bike HNF-Nichlai XF3

Motor

Bosch Performance CX

Akkus

Bosch Dual/Battery 500 WH/625 WH

Schaltung

Rohloff Speedhub 500 E14

Federgabel

Rockshox Lyric Select

Bremsen

Magura MTS

Riemeantrieb

Gates Carbon Drive

Lichtanlage

Supernova M99 Mini Pro-2

Preis

ab 9.743.03 Euro

Mehr Infos

,,Elektrifiziert“ auf nicolai.com

Quelle: Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

E – Der Citytest

Ein echter City Stromer.

Erstmals hatten wir den futurischtischen Honda e für einen längeren Praxis-Fahrtest – der Wage entpuppte sich als das meistbeachtete Auto in der Nachbarschaft im ganzen Jahr 2020.

Kurz vor der Pandemie konnte man den Honda e schon einmal einen Tag lang bei schönstem spanischem Wetter fahren und war begeistert. Daher war ich wirklich gespannt, einen Testwagen für längere Zeit auch zu Hause unter realistischen Fahrbedingungen zu bewegen. Im kalten Pandemie-Novenber war es soweit und es begann spektakulär: Da wir in einer kleinen Strasse wohnen, sorgte schon das pure Auftauchen des 18 Meter langen Tiefladers, aus dessen Bauch der Kleine Gelbe Honda dann schlüfte, für grosses Hallo. ,,Ist der niedlich“, seuftzten die Frauen aus der Nachbarschaft unisono – aber noch mehr erstaunte mich dass deren Männer den Wagen erkannten: ,,Der soll toll sein, der neue Honda e“, überraschten sie mich, noch bevor ich auch nur einen Meter gefahren war. Ein Trip durch Hamburg- Blankenese wurde dann zur Spiessruten-Fahrt, bin sicher, ein neues Ferrari-Modell oder eine neue Mercedes S-Klasse wären dort weniger aufgefallen. Dann klingelte das Telefon, mein Freund Holger war dran: ,,Ich habe mich echt gefragt, wie dieses Auto schon jetzt in unsere Gegend kommt, das kontest ja nur Du sein.“

War gerade auf dem Weg zum Hamburger Elbstrand zur Foto- und Viideo-Produktion mit dem Wagen und erst einmale in wenig geschockt, dass die Reichweitenanzeige, die nach dem nächtlichen Laden auf 100 % und 208 Kilometern gestanden hatte, sich bei 0 Grad und dem uanbdingbaren Einschalten der Heitzung und Lüftung auf 96 %, allerdings auch nur ebensoviele Kilometer, nämlich 96, zurüchbewegt hatte. Das war dann auch die Erklärung dafür, dass niemand dem Wagen in dieser Jahreszeit zugetraut hatte, die Strecke von Frankfurt nach Hamburg ohne Tieflader zurüchzulegen…

In den folgenden, ebenfalls kühlen Tagen gelang es, die Reichweite trotz Einsatz der Heizung etwas zu erhöhen, gleichzeitig erhöhte sich damit aber auch die Sicherheit, mit der man sich durch die Stadt bewegte, wie und wann man zu laden hatte und wohin man aus Reichweitengründen nicht fahren kann. Um diesen Punkt allerdings abzukürzen: Selbst in einer Flächengrossstadt wie Hamburg, in der ich im Südwesten und Oma im Nordsten lebt, kommt der Wagen auch im Winter nicht an seine Grenzen. Gut, 100 Kilometer sind nicht viel (Heizung und Lüftung sind dann praktisch die Reserve-Kilometer), aber weiter fährt ohnehin kaum ein Mensch an einem normalen Citytag, selbst dann nicht, wenn man den kleinen Akku an der Schnelladesäule vollknallt. Und seine Kilometer legt er nicht nur viel beachtet zurück, sondern mit einer lässigen Souveränität, die ihresgleichen sucht. Es bleibt bei meinem positiven Urteil über dieses Fahrzeug: unangestrengt, leise und nach einer kleinen Eingewöhnungsphase wieselflink und sehr entspannt.

Neben dem Sprachassistenen, der mir in einem Testwagen untergekommen ist (,Ok, Honda“), hatte man bald raus, wieviel von den Sieben bis neun Display am Amaturenbrett wirklich, wann, wofür man es brauchte – alle drei Rückspiegel, links, rechts und, optimal klappbar, waren Displays und bei miesen Nachtlicht besser als die Realität. Dass man die Navi- und Info-Screens auf die Beifahrerseite quasi zusammenlegen und daraus ein Aquarium mit possierlichen Fischen machen kann, ist natürlich nur Gag, aber kein anderes Auto hat so etwas! Dieser Honda e hat neben seiner Funktionalität einen Faktor, der schwer in Worte zu fassen und auch nicht mit Geld zu bezahlen ist. Er ist ein echtes Unikum, das wirklich sehr viel Spass macht, anders als andere Autos den Blick in eine individuelle automobile Zukunft wirft, in der man nicht nur nach Höchstleistungen, Reichweiten und sonstigen Rekorden schielt, sondern einfach die täglichen Einkaufs-, Büro-, Familienbesuchs- und natürlich die kleinen Lustfahrten im Umland zu einem grossen Vergnügen macht.

Technische Daten Honda e

Motor

Elektromotor

Leistung

100 kW/136 PS

Max. Drehmoment

315 nm

0-100 km/h

8,3 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit

145 km/h

Ladeleistung

bis 11 kW AC, 60 kW DC

Batteriekapazität

35,5 kWh

Reichweite WLTP

222 km

CO2-Emissionen

0

Stromverbrauch

263 kWh/100 km

Länge x Breite x Höhe

3,89 m x 1,75 m x 1,51 m

Preis

ab 34.000 Euro / 36.850 für Modell Advanced

Quelle: arrivve

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Scoda Octavia lV Plug-In

Schleunigst entschleunigen

In Genration lV spendieren die Tschechen ihrem Bestseller erstmals einen Plug-in-Hybrid – und dann gleich im sportlichem Topmodell. Aber ihre wirklichen Stärken entfalten der RS und sein Bruder jenseits der wilden Hatz.

Es war einmal in einer anderen Zeit – besser gesagt sogar in einem anderen Jahrtausend: Da steht der neue Kombi, und mein Nachbar schaut ein bisschen verärgert und ein bisschen mitleidig drein. Der Skoda Octavia sieht aber auch wirklich gerade von der Seite aus seinem brandneuem Mercedes der C-Klasse verflucht ähnlich. Nur habe viele, viele Tausender weniger bezahlt. Einfach clever.

Fünf Jahre lang war der Octavia ein treuer Begleiter ohne irgendein Problemchen. 31 Jahre ist es jetzt her, dass der Siegeszug des wichtigsten Modells der ,,Simply-clever“-Tochter von Volkswagen begonnen hat. Und schon lange empfindet kein Nachbar mehr oder hält den Octavia für einen Plagiator besserverdienender Autobesitzer. Das belegt auch die neuste Version des Octavia in 4. Genration mit dem Antrieb, der zur ausführlichen Testfahrt bereitschtand: als Sportmodell RS umfassend beledert, mit Carbon-Dekor und Alcantara-Armaturenbrett vor den Sportsitzen – vor allem aber mit der Premiere als Plug-in-Hybrid.

Da darf der Tscheche sogar konzernweit den Pionier spielen. Sport-Topmodell und Stechdosen-Hybrid, das gibt es bei VW, Seat und Audi noch nicht. Die Kraft aus zwei Herzen macht Laune – nicht nur wegen ,,Air Curtains“ im Kühlergriff, ,,Diffusor“ an Front und Heck, ,,Aeroflaps“ und tiefschwarzem Hechspoilier. Die Motoren halten einfach, was schon die kreigerischen Anglizismen versprechen. Eine Systemleistung von 245 PS und maximal 400 Newtonmeter Drehmoment lassen den Octavia gerade wegen der Unterstützung des E-Motors fast aus dem Stand losspringen. In 7,3 Sekunden ist die 100 km/h-Schwelle erreicht, und es geht noch viel, viel weiter als bis zu den maximalen 172 km/h, die der Octavia 1 irgendwann mal ernschnauft hatte.

Oktavia lV fährt als RS in einem anderen Jahrtausend – und das sogar im Vergleich zu seinen gegenwärtigen Brüdern. Gerade bei der Agilität macht der neue Liebling aller eiligen Handeslsvertreter in der Skoda-Palette dem vergleichbaren reinen Benziner ganz klar etwas vor: Den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h absolviert er satte 2,2 Sekunden schneller. Schliesslich pusht gerade dann das Duett aus 150 PS Turbobenziner und 110 PS Elektromotor die 4,69 Meter lange Limousine beeindruckend vorn. Und in der RS-Variante machen E-Boost und 50 zusätzliche Newtonmeter Drehmoment noch ein bisschen mehr möglich als im zivilen Plug-in-Hybriden, den es auch erstmals in einem Octavia gibt. Wo der Tscheche mit seinem Ururenkel mithalten konnte, das war der Verbrauch – na ja, ein bisschen wenigstens. Mein profaner 1,6 Liter-Sauger mit 75 PS war ohnehin ein Automobil gwordener Nichtangriffspakt – also genau das Gegenteil des modernen Plug-in-Hybriden. Und auf längeren gemächlichen Überlandfahrten liess sich damit mangels Überholpotenzial notgedrungen auch ohne Techniktricks die Siebenliter-Marke reissen: im positiven Sinne, nach unten also.

Beim RS-Plug-in ist das umgekehrt: Der verspricht im WLTP-Verbrauch sagenhafte 1,5 Liter Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer. Bis zu 55 Kilometer ist ist sogar tatsächlich die Null möglich, wenn allein elektrisch gefahren wird. Im normalen Mix hat der Tester auch mehr als 100 Kilometern Fahrt zumindest die 3 vor dem Komma erreichen können, wenn der Akku vollgeladen war.

Technische Daten Octavia Plug-in-Hybrid RS iV

Motor

Funftüriger, 5-sitziger Mittelklassewagen als Limousine und Kombi

Antrieb

Plug-in-Hybrid-Antrieb mit 1,4-Liter-Turbobenziner

Motoren

110 kW/150 PS + (85 kW/115 PS)

Batterie

Li-lon.-Batterie,13 kWh Brutto, 10,4 kWh netto Kapazität

Elektrische Reichweite

62 Kilometer

Länge x Breit x Höhe

4,69 m x 1,83 m x 1,47 m

Preis

ab 42.267 (Kombi 42.949) Euro

Technische Daten Octavia Plug-in-Hybrid iV

Fünftüriger, 5-sitziger Mittelklassewagen als Limousine und Kmbi

Antrieb

Plug-in-Hybrid-Antrieb mit 1,4-Liter-Turbobenziner

Motoren

110 kW/150 PS + (85 kW/115 PS)

Batterie

Li-lon.-Batterie, 13 kWh brutto 10,4 netto kWh netto Kapatität

Elektrische Reichweite

62 Kilometer

Länge x Breite x Höhe

4,69 m x 1,83 m x 1,47 m

Preis

ab 37.617 (Kombi 38.299 Euro)

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Mercedes S 580 E

Die Lautloslomosuine

Bis zu 100 Kilometer kann die neue S-Klasse elektrisch fahren, mehr als doppelt so vie wie zuvor. Sie setzt damit unter den Plug-in-Hybriden einen neuen Massstab.

arrive konnte eine erste Probefahrt machen.

Gäbe es einen Schlauheitstest wie beim Menschen fürs Auto, die neue S-Klasse würde garantiert als ,,hochbegabt“ eingestuft werden. Vermutlich ist sie sogar das schlauste Serienfahrzeug überhaupt. Zu dieser Überzeugung kommt, wer die Gelegenheit hat, mit der schwäbischen Luxuslimousine eine Weile unterwegs zu sein. Was die Entwickler von Mercedes hier auf die Räder gestellt haben, lässt sich kaum in Worte fassen. Die S-Klasse ist ein rollender Hochleistungscomputer, steckt bis unters Dach voll mit Elektronik, Kameras, Laser und Radar. Das alles, um Fahrer und Insassen ein Optimum an Annehmlichkeiten und Sicherheit zu bieten. Mehr geht derzeit nicht.

Schon das Einsteigen ist nicht frei von Ehrfurcht. Als hätte Apple das Cockpit eingerichtet. Besondersder riesige Bildschirm ist ein Eye-Catcher. Fast überflüssig zu erwähnen, dass die Darstellung an Brillanz und Schnelligkeit kaum zu überbieten ist. Ebenso muss kein Wort über Qualität, Verarbeitung, Materialien und Sitzkomfort verloren werden. Mercedes kennt die hohen Ansprüche seiner Kunden – und die dürften erneut begeistert sein.

Ebenso von der intelligenten Elektronik. Mit der S-Klasse lässt es sich so einfach unterhalten wie mit Amazons Alexa. Gestartet wird mit ,,Hey Mercedes!“ Und dann kann man einfach munter drauf losplappern. Ein ,,Dreh bitte die Heizung auf 25 Grad“ wird genauso schnell umgesetzt – und höflich beantwortet – wie ,,Navigiere mich zum Frankfurter Flughafen“ oder ,,Wie ist das Wetter mometan in Hamburg?“ Selbst ein ,,Ich habe Appetit auf Pasta“ reicht, um vom Navi die Italienischen Restaurants entlang der Route aufgezeigt zu bekommen. Apropos Navigation: Auf unserer Rückfahrt nach Stuttgard erkannte das System eine Vollsperung auf der A81 derart schnell, dass es uns sofort die nächste Abfahrt herunterschickte. Wir hätten den Flug nach Hamburg sonst niemals erreicht.

Freuen dürften sich bei der neuen S-Klasse übriegens all jene, die dem autonomen Fahren zugeneigt sind. Technisch möglich ist Level 3, und dies bis zu 60 km/h, ideal also für Kolonnenverkehr oder Stop&-Go-Situationen auf der Autobahn. Level 3 heisst ,,keine Hände am Lenkrad“. Der Fahrer darf entspannen, aus dem Fenster schauen, am Handy spielen, E-Mails bearbeiten oder fernsehen. Noch hat das System keine behördliche Zulassung. Aber die Mercedes-Entwickler denken, dass es Ende 2021 so weit sein wird.

Es gibt für die S-Klasse wie gehabt Sechszylinder-Diesel sowie Sechs- und Achtzylinder-Benziner. Für unsere Testfahrt haben wir jedoch die Plug-in-Hybrid-Variante 580 e gewählt. Sie bildet die Brücke zum vollelektrischen Fahren. Diese Art der Fortbewegung lässt sich bei einer Limousine dieser Klasse vorzüglich auskosten. Immerhin ist erstmals eine Reichweite von 100 Kilometer möglich, mehr als das Doppelte des Vorgängers. Kein Komkkurent erreicht diesen Wert.

Der lautlose, elektrische Antrieb, 110 kW (150 PS) stark, harmoniert optimal mit dem Charakter der S-Klassse. Bis zu 140 km/h sind so möglich. Und selbst wenn mehr Leistung abgefordert wird und sich der Reihensechszylinder (270 kW/367 PS) ins Spel bringt, läuft alles sanft und souerän ab. Die Geschmeidigkeit ist schlicht pänomenal.

Professionelle Arbeit lieferten die Enwickler der S-Klasse auch beim Package ab. Trotz der grossen Batterie (28,6 kWh) gibt es weder Einschränkungen beim Kofferraum-, noch beim Tankvolumen. Selbst Allradantrieb ist erhältlich.

Auch wenn Mercedes derzeit noch keinen Preis verrät und die S-Klasse mit Plug-in-Hybrid erst in den ersten Hälfte 2021 auf den Markt kommt, wer sie sich leisten kann, erlebt ein Fargefühl, wie es vor ein paar Jahren noch undenkbar erschien.

Technische Daten Mercedes S 580 e

Motor

Hybrd (Sechszylinder + E-Maschine)

Antrieb

Hinterrad, optimal 4Matic

Systemleistung

375 kWh/510 PS

Max. Drehmoment

750 Nm

0-100 km/h

Keine Angaben

Höchstgeschwindigkeit.

250 km/h

Batterkapazität

28,6 kWh

Ladeleistung

bis 11 kW AC, 60 kW DC

Reichweite WLTP

100 km

Kraftstoffverbrauch

Keine Angaben

CO2-Emissionen

Keine Angaben

Länge x Breite x Höhe

5,29 m x 1,96 m x 1,50 m

Leergewicht

ca 2.300 kg

Preis

Keine Angaben

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Peugeot 3008 Hybrid 4

König der Löwen – Reloaded

Stark, Schnell, Stylisch, Peugeots kerniger Plug-Hybrid 3008H4 versucht den Spagat zwischen kraftvolllen Zugpferd und Kompakten Geländegämger. Dabei setzt das Steckdosen-SUV auf einen effizienteren, Klimaverträglicheren Antrieb und ist damit trotzdem die stärkste Raubkakatze im Käfig – der König der Löwen.

Die ganze Vielfalt des Fahrens. Das bärenstarke Kompakt -SUV Peugeot 3008 steckt voller Überraschungen und bietet reichlich Neues. Als Teilzeitstromer ist es mit 225 (165) oder 300 PS (221 kW), mit Front- oder Allradantrieb exklusiv in den beiden höchsten Ausstattungslinien Allure oder GT zu haben. Wir haben das Topmodell der Baureihe – den Peugeot 3008 Hybrid 4e-EAT8, so die exakte Bezeichnung – etwas genauer unter die Lupe genommen. Aus gutem Grund: Der König der Löwen (-Marke) hat seine scharfen Krallen ausgefahren und weiss sowohl auf als auch abseits der Piste zu überzeugen. Kein Widerspruch dabei: Das Beste daran ist das Beste darin. Unter der eleganten Haube werkelt ein richtig flotter Hybridantrieb, der reichlich Power auf vier Räder bringt, ohne dabei die ökologische Note ausser Acht zu lassen. Deshalb ist Peugeot Haico van der Luyt naturgemäss auch voll des Lobes: ,,Unser Anspruch ist es, Fahrspass und Umweltbewusstsein zu vereinen.“ Und der Geschäftsführer weiter: ,,Der Peugeot 3008 Hybrid4 zeigt, wie das gelingt, indem eine herausragende Leistung mit niedrigen Emissions- undVerbrauchswerten verbindet.“ Bemerkenswert: Trotz ansehnlichem Öko-Bewusstsein hat der Teilzeitstromer tatsächlich die Pole Position erobert und sich zum leistungsstärksten Serienfahrzeug der Löwenmarke gemausert.

Damit soll der markante Allradler die Erfolgsgeschichte der Baureihe fortsetzen. Seit dem Marktstart 2016 wurden laut Peugeot bereits mehr als 700.000 Einheiten verkauft und mit seinem breitschultigrem Steckdosen-SUV verspricht sich die Löwenmarke eine weitere, deutliche Absatzsteigerung. Neben dem schicken Blechkleid dürfte gewiss die Antriebsperformance für gute Kaufargumente sorgen.

Stärkstes Serienfahrzeug der Löwenmarke

Die Leistungsdaten können sich in jedem Fall sehen lassen. Die Kombination aus 1,6-Liter-Benziner mit 200 PS (147 kW) und zwei E-Motoren ergibt 300 PS (220 kW) und ein sattes Drehmoment von 520 Nm. Damit beschleunigt der rund zwei Tonnen schwere 3008 Hybrid4 in 5,9 Sekunden auf Tempo 100 und schafft 240 km/h Spitze (im E- bwz. Allradmodus 135 km/h). Der vordere E-Motor (110 PS/81 kW) ist mit der neuen, elektrifizierten 8-Stufen-Automatik gekoppelt, das zweite Elektrotriebwerk (112/83 kW) mit dem hinteren Antriebsstrang. Der Staurraum bleibt im übrigen trotz der zusätzlichen E-Motoren gegenüber dem Verbrennungsmodell unverändert. Kapazität: 395 bis 1.357 Liter.

So weit, so gut. Gehört indes der forsche Franzose eher in die nach wie vor äusserst beliebte Kategorie der Stadtgeländewagen oder geht mit ihm etwa auch abseits der Piste die Post ab? Auf Offroad getrimmte Blender, die im Grossstadtdschungel auf dicke Hose machen und bereits beim erstbesten holprigen Feldweg ins Straucheln geraten, gibt’s schlesslich genug. Klare Antwort: Qui il peut! Der Peugeot Hybrid 4 kann auch Offroad, Geländetestfahrt bestanden.

Der Testparcours im Bergischen Landnahe Engelskirchen südöstlich von Köln hat einige Klippen und Herausforderungen im Programm. Aber: Wenn es über Stock und Stein geht, fühlt sich das Kompakt-SUV im Wortsinn in seinem Element. Der Allradantrieb sorgt besonders in den schwierigen Gelände für mehr Traktion und Sicherheit. Die nassen, schlammigen und buckligen Passagen nimmt der 3008 Hybrid4 mit Bravour. Auch enge, von Büschen und Bäumen gesäumte Kurven sind kein Porblem. Höchste Aufmerksamkeit ist dagegen bei der Berg- und Talfahrt gefordert. Wahrlich keine leichte Übung, besonders für unerfahrene Grossstadtcowboys, die zumeist nur auf Asphalt unterwegs sind. Gut, wer dann das optionale Grip-Control-Paket (Aufpreis 292,44 Euro) mit an Bord hat. Neben dem adaptiven Traktionssystem, das über fünf Fahrmodi (Standard, Gelände, Sand, ESP off) verfügt, ist die Bergabfahrhilfe äusserst hilfreich. Spätestens auf der Berkuppe sollte das elektronische Helferlein eingeschaltet sein.

Elektrische Reichweite bis zu 59 Kilomter

Kommt der Peugeot-Kraxler talabwärts ins Rollen, nimmt der Fahrer den Fuss vom Gas, die Hände bleiben natürlich am Steuer, und der Assistent übernimmt. Er lenkt den Wagen sicher nach unten bei einer Geschwindigkeit von bis zu höchstens zehn km/h. Am Ende der steilen Abfahrt, die auch etwas für geübte Skifahrer gewesen wäre, wartet die nächste Herausforderung: Eine wackelige Brücke bestehend aus Baumstämmen. Was soll man da sagen. Auch das ist scheinbar nur ein Klacks für den geschmeidigen Geländegänger. Ähnlich flüssig meistert der Teilzeitstromer den grossen Wassergraben – 22 Zenitmeter Bodenfreiheit sei Dank. Fazit: Der Peugeot 3008 Hybrid4 macht nicht nur in der Stadt und auf der Fernstrasse eine gute Figur, sondern erst recht im anspruchsvollen Gelände.

Das wiederum ist wenig geeignet zum Nachladen. Freilich, Panik kommt keine auf. Denn Peugeot Hybridantrieb arbeitet wirklich sauber und verlässlich. Bevor der Saft alle ist, schaltet sich nahezu unbemerkt immer wieder der Verbrenner zu. Die rein elektrische Reichweite beträgt laut Hersteller bis zu 59 km (WLTP). Die 13,2 kWh starke und 340 Kilogramm schwere Batterie ist an einer 1-phasigen Haushaltsteckdose mit 1,8 kW (8A max) in sieben Stunden wieder voll, an einer 3-phasigen Wallbox mit 22 kW (32A) in etwa 2:45 Stunden.

Auf die Batterie gibt Peugeot eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 km, bezogen auf 70 Prozent der Laekapazität. Die Ladekabel können in einem speziell dafür vorgesehenen Fach unter dem Kofferraumboden verstaut werden und nehmen so keinen Platz weg. Der Basispreis geht bei 48.203,36 Euro los. Ob es dabei bleibt, wird sich allerdings bald zeigen.

Wie schon eingangs geschrieben, ist der König der Löwen schon immer für eine Überraschung gut. Denn zum Ende des Jahres schickt Peugeot seine erfolgreiche Baureihe auf die Schönheitsfarm. Ein bisschen frische Schminke hier, ein wenig Kosmetik da, garniert mit ein paar technischen Weiterentwicklungen – fertig ist das Facelift. Aber das ist eine andere Geschichte.

Technische Daten Peugeot 3008 Hybrid4

Motor

Ottomotorkompiniert mit zwei Elektromotoren

Systemleistung

220 kW/300 PS

Max. Drehmoment

520 Nm

0-100 km/h

5,9 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit

240 km/h / 135km/h im Elektro-bzw. Allradmodus

Batteriekapazität

13,2 kWh (Lithum-Ionen)

Reichweite WLTP

54 km (Stadtverkehr bis zu 65 km)

CO2-Emmissionen

34 g/km

Verbrauch

(l/100 km): 1,5 l (NEFZ) / 1,3 l (WLTP)

Stromverbrauch

(kWh/100 km): 15,6 – 15,2 kWh

CO2-Emissionen

35 g/km (NEFZ) 31 -29 g/km (WLTP)

Länge x Breite x Höhe

4,45 m x 1,84 m x 1,62 m

Wendekreis

10,07 m

Preis

ab 48.203,36 Euro

Quelle: arrive

Das Automagazn für die Mobilität der Zukunft

Toyota Rava4 PHEV

Der neue ist anders – und besser

Mit dem Mittelklasse-SUV4, den bei uns ausschliesslich als Hybrid und nicht als Diesel gibt, nimmt Toyota ohnehin schon eine Sonderstellung ein. Jetzt schieben die Japaner eine Plug-in -Version nach. Auch sie ist etwas Besonderes.

Ecken und Kanten geben Profil. Mit dem Desgin des RAV4 scheint Toyota – wieder einmal – den Geschmack der Zeit getroffen zu haben. Kein anderes Modell in diesem Segment verkauft sich besser als das japanische Mittelklasse-SUV. Allein im vorigen Jahr entschieden sich weltweit über 900.000 Käufer für den RAV4. Selbst der VW Tiguan muss sich geschlagen geben.

Erstmals erweitert Toyota nun die RAV4-Baureihe um eine Plug-in-Hybrid-Version und spricht bei diesem Modell bewusst von einem ,,vollwertigem Elektroauto“. Vollwertig deshalb, weil das Auto nach dem Start stets im E-Modus verweilt und sich der Benziner auch beim beherzten Tritt aufs Gaspedal nicht ins Spiel bringt, wie es bei anderen Plug-in-Hybriden der Fall ist. Die Entwickler haben sich hierzu entschieden, weil der Elektromotor genügend Kraft beim Beschleunigen liefert, immerhin 134 kW (182 PS).

Da klingt es fast widersprüchlich, wenn der Plug-in-RAV4 gleichzeitig einen dickeren Verbrennungsmotor (2,5 Liter statt 1,8 Liter Hubraum) unter die Haube bekommt. Der Vierzylinder leistet 136 kW, nach alter Rechnung sind das 185 PS. In Summe ergibt dies eine Systemleistung von 225 kW (306 PS). Der Plug-in-Hybrid avanciert damit fast zum stärksten Modell im gesamten Portfolio von Toyota. Über ihm liegt nur das Sportcoupé Supra GR.

Der neue RAV4 ist das Sparsamste Toyota-Modell

Gleichzeitig aber ist der Plug-in-RAV4 das mit Abstand sparsamste Toyota-Modell. Was keine Kunst ist, denn nach dem WLTP-Zyklus schafft das SUV eine elektrische Reichweite von 75 Kilometern, wodurch sich ein Verbrauchswert von 1,0 l/100 km ergibt. In diesem Segment hält hier kein Konkurrent mit. ,,75 Kilometer decken mehr als 90 Prozent aller durchschnittlichen Tagesfahrten ab“, sagte uns Alain Uyttenhoven, Präsident und Geschäftsführer von Toyota Deutschland. Wer nur in der City unterwegs ist, schafft sogar rund 100 Kilometer“ , so Uyttenhoven.

Dass die Angaben keine geschönten Laborwerte, sondern tatsächlich erreichbar sind, konnten wir auf einer Tour rund um Köln erfahren. Selbst mit einem relativ grossen Autobahnanteil schafften wir locker 67 elektrische Kilometer und registrierten dabei nur anhand des Displays, dass sich danach dezent der Verbrenner zugeschaltet hat. Der RAV4 fährt auffällig leise, weder Abroll- noch Wingeräusche stören den guten Gesamtkomfort.

Vorgesorgt haben Toyotas Ingenieure auch für den Fall, sollte es kurz vor dem Ziel noch eine gewisse Strecke durch eine Umweltzone gehen und hierfür eine entsprechende Restkapazitätin der Batterie benötigt wird. Der Fahrer muss dann lediglich rechtzeitig das Fahrprogramm ,,Batterielademodus“ aktivieren und der Benziner sorgt dafür, dass über die E-Moren – sie arbeiten als Generatoren – der Akku mit Strom versorgt wird.

Den grössten Vorteil bietet der Plug-in-RAV4 für Dienstwagenfahrer und Flottenkunden. Letztere kalkurieren mit den geringeren Unterhaltskosten (100 elektrische Kilometer kosten weniger als fünf Euro an Strom) und der Innovationsprämie (derzeit 4.500 Euro, wenn man das Basismodell für netto 39.908 Euro heranzieht). Die staatliche Förderung und der anteilige Zuschuss von Händler (2.250 Euro) machen den RAV4 Plug-in Hybrid gegenüber dem normalen Hybrid laut Produktmanager Christian Sowa dann nur noch etwa 3.000 Euro teurer. Für ein über 80 PS stärkeres Auto und der Möglichkeit, viele Kilometer elektrisch fahren zu können, ist diese Summe geradezu ein Schnäppchen.

Es gibt einige Mittelklasse-SUV, die mit einem Plug-in-Hybrid unter der Haube ausgestatet sind, doch keines ist so konsequent auf elektrisches Fahren ausgerichtet und keines schafft mehr Reichweite als der RAV4. Man merkt dem Auto einfach die Erfahrung an, die Toyota beim Thema Hybrid hat. Mittlerweile sind es 23 Jahre.

Technische Daten RAV4 Plug-in-Hybrid

Motor

2,5-Liter-Benziner + Elektromotor

Systemleistung

225 kW/306 PS

max. Drehmoment

Keine Angaben

Batterieleistung

18,1 kWh

Höchstgeschwindigkeit

180 km/h

0-100 km/h

6,0 Sekunden

Reichweite

75 km

Verbrauch

1,0 l/100 km

CO2-Emissionen

22 g/km

Länge x Breite x Höhe

4,60 m x 1,86 m x 1,69 m

Kofferraum

520 bis 1.604 Liter

Leergewicht

1.910 kg

Preis

ab 46.293 Euro

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Porsche Panamera 4 S E-Hybrid

Vollendete Symbose von Sprit und Strom

Porsche frischt den Panamera auf und macht ihn umweltfreundlicher, billiger und für noch mehr Kundengruppen interessant. Als Plug-in-Hybrid kann der grosse Sauser Reisemobil und Rennwagen.

Ein Porsche, bei dem spontan an Bretter denkt oder Baumarkt – nein, da will die Edelschmiede doch lieber Lifestyle in Verbindung gebracht werden und mit dynamischen Menschen, die wegen ihrer ausgefallenen Hobbys gelegentlich ein bisserl mehr zu verstauen haben.

Damit man derart beladen nicht immer den Cayenne bemühen muss oder gar ein markenfremdes Produkt, pflegt Porsche schon seit mehr als zehn Jahren den Schnell-Transporter Panamera – und hat die zweite Generation aufgefrischt. Das Ziel: Top-Performance – gepaart mit dem Komfort einer Reiselimousine. Wer hätte das gedacht, dass Heckklappe und Ladekante einmal zur Kernkompetenz mit dem Rössle zählen sollten?

Die – derzeit noch – stärkste Variante ,,Turbo S“ wird von einem Vier-Liter-V8 mit 630 PS befeuert. Ein Auto, in dem Bundesfinanzminister Olaf Scholz spüren würde, was ,,Wumms“ wirklich ist. Trotz der gut zwei Tonnen Leergewicht haut es den Panamera vorwärts, als habe jemand einen Treibsatz gezündet. Nach 3,1 Sekunden zeigt der Tacho drei Stellen, auf 200 ist man in 11,5. Und rauf geht’s bis 315. Wer nicht über das Gemüt eines Zen-Mönchs verfügt, erliegt da schnell dem Temop-Rausch.

Allerdings gibt es auch eine zeitgeisterige Alternative. Mit der Wucht zweier Herzen kommt man gut 50.000 Euro billiger weg – und kaum weniger brachial voran. Als Panamera Turbo S E-Hybrid trug beim Vorgänger der erste Hybrid-Porsche überhaupt sogar die legendäre Bezeichnung des Top-Modells, beim aktuellen 4S E-Hybrid (126.841 Euro finden sich 2,9-Liter-V6 und E-Motor zu 560 PS zusammen und pressen den Wagen in immer noch beindruckenden 3,7 Sekunden auf Landstrassen-Tempo.

Sortiert wird der Vortrieb über ein Doppelkupplungsgetriebe mit acht Gängen. Tempo gemacht wird bis Nummer sechs, die beiden oberen dienen dem sparsamen Fortkommen. Gewünscht ist schliesslich der spritsparende Effekt der Batterie-Power: Wird sie nicht in pure Beschleunigung gedrückt, kann man im Panamera bis zu 54 Kilometer (WLTP) rein elektrisch fahren. Die gut zwei Liter offizieller Verbrauch sollte man nicht ganz ernst nehmen. Fünf mal zwei Meter Auto wiegen elektrisch unterstüzt halt 2,3 Tonnen, selbst wenn Vordewagen plus Aussenhaut aus Alu ist. Dafür gibt’s ordentlich Stauraum. 403 Liter sind es bei voller Bestuhlung, umgeklappt findet gut das Dreifache Platz. Im 15 Zentimeter längeren ,,Executive“-Modell verschwinden gar 1,4 Kubikmeter.

Keine Zurückhaltung beim Gassfuss Bitte!

Dem elektrischen Radius kommt man zwar ohne Lähmung im rechten Bein zielich nahe, ein wenig Disziblin hilft allerdings. Dynamik kostet Distanz – alte Batteriefahrer-Weisheit. Wobei Zurückhaltung schon schwierig ist, wenn man da links vorne thront. In passgenauen Sitz, umgeben von feinem Holz, edlem Leder und inmitten von Display und Touchscreen. Kein Zweifel: Wir befinden uns in einem opulenten Kommandostand für die Reise ins Nirvana der Fahrphysik.

Dort nämlich glaubt man sich, wenn der Panamera zeigen darf, was er wirklich kann. Weniger als ein Wimpernschlag braucht die Elektronik, um Allradantrieb, Sperren und Dämpfung ans Optimum zu bringen – auf Wunsch dreht sogar die Hinterachse mit. Und über optionale Stellmotoren zwischen den Stabis stemmt sich Porsche grosser Sauser in flotten Kurven der Seitenneigung einfach entgegen.

So macht er selbst da eine Top-Figur, wo der Asphalt nicht von Leitpfosten begrenzt ist, sondern von Curbs. Irgendwie scheint es, als seien Masse und Geshwindigkeit aus der Formel für Radialkraft verschwunden. Nur beim autonomen Fahren bremsen die Stuttgarter ein wenig. Im Porsche lenkt der Chef selbst. Geholfen aber wird gerne. Gegen Aufpreis sogar mit einem schlauen Navi, über das der Hybrid-Panamera im Voraus weiss, wenn er Gas gibt oder verzögert.

Doch wie sehr man auch rekuperiert – irgendwann ist der 17,9 kWh vergrösserte Akku leer. Man kommt dann zwar immer noch hurtig voran, fährt aber technisch eher am Ziel vorbei. Laden an der normalen Steckdose dauert um die zehn Stunden, per Wallbox – und wenn die Leitung 32 Ampere verträgt – füllt sich die Batterie auch in knapp zweieinhalb.

Ausgereizt allerdings ist Strategie mit dem 4S E-Hybrid noch nicht. Wer dreimal in Folge Le Mans gewonnen hat, weiss um die Symbiose von Sprit und Strom. Und dass stärker immer geht. Darum soll auch das künftige Top-Modell des Panamera wieder Doppelherz sein. Man muss kein Prophet sein, um in Sachen Leistung vorne eine Sieben zu vermuten – und beim Preis eine Zwei. Grosse Klappe braucht halt auch grosse Beutel.

Technische Daten Porsche Panamera 4S E-Hybrid

Antrieb

2,9-Liter-V6 (440 PS) und E-Motor (136 PS)

Max. Systemleistung

412 kW (560 PS) / 750 Nm Drehmoment

Höchstgeschwindigkeit

298 km/h

0-100 km/h

3,7 Sekunden

Kraftstoffverbrauch (kompiniert)

2,2 Liter / 100 km

Batterkapazität

17,9 kWh

Elektrische Reichweite

Bis 54 Kilometer

Länge x Breite x Höhe

5,05 m x 1,94 m x 1,42 m

Preis

Ab 126.841 Euro

Quelle: arrive

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