Autogasfahrer.ch

Autogas in der Schweiz

Der Lange Weg ist das Ziel

Der italienische Herstellen Energien schickt das erste elektrische Langstrecken-Motorrad an den Start. Die Experia soll bis zu 420 Kilometer weit kommen und schneller Laden als alle Wettbewerber. Erste Testfahrt.

Green Tourer. Diesen Gattungsbegrif erfand E-Mottorradhersteller Energica für sein erstes Langstrecken-Bike – die Experia. Optisch ein Adventure-Crossover, also eine Art SUV auf zwei Rädern, soll die Reisemaschine erstmals längere Motorradtouren ohne Verbrennungsmotor ermöglichen.

,,Wir haben Hightech-Elektromobilität mit der Reiselust des Motorradfahrers verbunden. Die Absicht war, das erste E-Motorrad speziell für Liebhaber von Langstreckenmotorrädern zu entwicklen“, sagt Giampiero Testonie, Chefentwickler (CTO) Energica Motor Company. Bis zu 420 Kilometer Reichweite in der Stadt versprechen die Italiener. Kobiniert sollen es 250 Kilometer sein – natürlich immer abhängig vom Fahrverhalten, Temperatur und Topografie. Laut WMTC (das Motorrad-Pendant des WLTP bei Autos) schafft die Experia offizell 222 km mit einer Stromladung.

Die erste Testfahrt in den Dolomiten lässt diese Angaben durchaus ralistisch erscheinen. Der neue Hochvoltspeicher hat eine Ladekpazität von 22,5 kWh – mehr bietet derzeit kein anderes E-Motorrad. Nach gut 60 beherzt zurückgelegten Kilometern bergauf und bergab war er noch zu75 Prozent geladen. Rechtstreichweiten laut fünf-Zoll-Display: 180,6 Kilometer.

Die neue Antriebseinheit von Energica ist höher und schmaler als bei den Schwestermodellen und ist zudem weiter hinten plaziert. Dadurch verliert die Experia die Kopflastigkeit ihrer drei Energica-Geschwister Eva Esseess9, -Eva Ribelle und Ego+. Alle drei sind noch mit dem kompakten Akku (maximal 21,5 kWh) unterwegs. Vom Gewicht her geben sich die Speicher nichts. Sie wiegen jeweils gut 100 Kilogramm.

60 kW Dauerleistung, 75 kW Maximalleistung, 115 Nm Drehmoment. Die Leistungsdaten fallen moderat aus im Vergleich mit bis zu 215 Nm und 240 km/h Spitze der übrigen Energicas. Die Experia wird bei 180 km/h abgeregelt. Reisen, nicht rasen heisst das Ziel. Und diese Disziplin beherrscht der Green Tourer ausgezeichnet. Erster Fahreindruck: Hier passt alles. Breiter Lenker, komfortable Sitzbank, angenehme Sitzhöhe (847 mm). Dank der Wespendaille, die Energica der Experia verpasst hat, erreichen beide Füsse vollflächig den Boden. Sehr beruhigend bei einem 260 Kilo schweren Bike.

Die Beschleunigung ist je nach Fahrmodus smotth bis explosiv. Vier vorkonfigurierte – Sport, Urban, Regen, Eco – und drei frei zusammenstellbare Medi bietet die Experia. Jeder eigens aufs jeweilige Profil abgestimmte Parameter für die Traktionskontrolle (sechsdtufig). Auf Stufe null rollt die Experia quasi ungebremst den Berg runter. Das macht sie übriegens auch, wennman sie in die falsche Richtung abbestellt. Eine Parkbremse gibt es nicht.

Zum komfortablen Rangieren hat die Experia einen Rückwärtsgang und eine Art Schleichfahrtmodus. Der soll verhindern, dass ungeübte Fahererinnen beim Wechsel vom Rückwärts- auf den Vorwärtsgang unvermittelt einen Satz nach vorn machen, weil sie zu ungestüm am Stromkabel ziehen. Hohe Sicherheit beim Bremsen grantiert das fein agierende ABS. Geladen werden kann erstmals bei Energica über alle drei gänigen Ladesteckersysteme inklusive CHAdeMO) für den asiatischen Markt (ab Ende 2022). Am DC-Schnellader (Level 3 Mode 4) zieht der Akku 6,7 km Reichweite pro Minute, macht rund 400 km City-Reichweite in einer Stunde. An der Haushaltschteckdse ( Level 2 Mode 2) sinkt das Ladetempo auf 63,5 km in einr Stunde. Zum Vergleich: Die von Harley-Davidson entwickelte LiveWire (15,5 kWh) lädt dort 21 km am Schnellader. Der Green Tourer ist also auch Speed Carge Tourer.

Technische Daten Energica Experia

Antrieb

Permanenterregte Synchronmaschine

Nenndauerleistung

60 kW (82 PS) bei 7000 U/min

Maximalleistung

75 kW (102 PS) bei 7500 U/min

Maximaler Drehmoment

115 Nm

Gewicht

260 kg fahrbereit

Höchstgeschwindigkeit

180 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100km/h

3, 5 Sekunden

Reichweite (WMTC)

222 km

Verbrauch

8,8 kWh bei 100 km

Akkukapazität

22,5 kWh (maximal 19,6)

Preis

ab 28 203 Euro

Preis Testfahrzeug

30 452 Euro inklusive Sonderausstattung (Launch-Edition: Tempomat, Gepäckset 112 L, Griffheizung 4 USB-Anschlüsse

Pro

Hohe Reichweite

Schnelles Laden

Moderne Elektronik

Contra

Kleines Händlernetz (Deutschland 14)

Optisch nah an Wettbewerbern

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Der Mustag der Neuzeit

Ford hat seinen inzwischen legendären Elektro- Wildfang verfeinert, verbessert und verteuert – arrive-Herausgeber Volker Andres fuhr die Extended-Range-Version und gab ihm dabei auch mal die Sporen.

Die Mustangs, jene in Nordamerika wild lebenden Pferde, sind die Nachkommen verschiedener europäischer Pferderassen. Ein Wikipedia beschreibt sie als genügsam, hartnäckig und von unbändigem Charakter – womit wir schnell beim gleichnamigen Autoklassiker und seinem elektrischem Epigonen Mach-E sind. Der E-Mustang ist kein Sportwgen, so wie der 1964 zum ersten Mal von Ford mit seinem wuchtigen V8-Benziner vorgestellt wurde und zur Trumpfkarte zahlloser Autoquartette wurde, sondern ein Crossover-SUV, und er er wird auch nicht mehr in den USA, sondern in Mexiko gefertigt.

Mit seinem 294 PS (216 kW) starken Antrieb auf der Hinterachse und der gewaltigen 88-kWh-Batterie ist er genau das: stark, unbändig (jedenfalls wenn man will) und dennoch gnügsam. Er hat reichlich Konkurrenz wie zum Beispiel Tesla Modell ID 4, oder den Hyundai loniq 5. Im Vergleich dazu ist er ausgwogenerals der Tesla, exotischer als der VW und nicht so extrovertiert wie der Hyundai. Unser Testwagen war mit der neuen Extended-Range-Batterie, dem Ford Intelligent Drive Assist System und vielen weiteren elektronischen Helferlein insgesamt sehr gut ausgestattet. Die Kunstledersitze geben guten Seitenhalt und sind auch auf der Langstrecke bequem – die manuelle Sitzverstellung ist dabei völlig ausreichend. Der grosse 15,5-Zoll-Touchscreen ist serienmässig, gut ablesbar und auch einfach zu bedienen. Am Lenkrad befinden sich auf der linken Seite die Bedienknöpfe für das Drive Asisst System, auf der rechten Seite die Funktionen des Audiosystems. Ein Knopftruck genügt, und das Drive Assist ist aktiviert und hält die Spur, erkennt die Verkehrschilder und regelt automatisch die Geschwindigkeit und den Abstand zum Vordermann. Der Mach-E arbeitet mit einem neuen SYNC-System, das dopppelt so schnell sein soll wie vorher und den Zugriff auf die Navigation oder der Konnektivität mit dem Smartphone regelt und zum Beispiel Apple CarPlay problemlos verbindet. Zudem ist es over-the-air updatefähig. Besonders praktisch ist auch die ,,Smartphone als Schlüssel“-Technologie, die Ford am Bord des Mustang Mach-E erstmals eingeführt hat.

Das Auto hat keine konventionellen Türgriffe, sondern kleine Knöpfe. Erkennt das Fahrzeug via Bluettooth, dass sich das entsprechend angemeldete Mobilgerät des Fahrers nähert, entriegelt es die Türen wie von Geisterhand. Zum Starten des Fahrzeugs ist es dann nicht nötig, das Smartphone oder einen Schlüssel in die Hand zu nehmen: per Geheimzahl über ein Tastenfeld auf Höhe der B-Säule lässt sich das übersichtliche Menü öffnen, mit einem seperaten Pin-Code ist der Wagen startklar. Klingr kompliziert, ist aber in der Praxis ganz einfach.

Unter der vorderen Haube ist ein kleiner Frontkofferraum mit 88 Litern, im Heck können 400 bis 1420 ( bei umgeklappten Rücksitzen) verstaut werden. Die Heckklappe ist dabei nicht elektrisch, es ist eben doch ein Auto für echte Männer! Wer noch mehr Gepäck hat, hängt es einfach hinten dran – die Anhängelast der neuen Version stieg auf 1000 Kilo, das reicht noch nicht für einen Pferdeanhänger plus Mustang, aber immerhin doch für leicht Wohnwagwn oder den Transport eines Elektro-Motorrades oder elektrischen Jetskis…

Insgesamt macht der Mach-E einen guten Eindruck in der Verarbeitung. Die Materialien sind gut aufeinander abgestimmt und können mit der Konkurrenz aus Korea oder Wolfsburg mithalten, nur das Model Y würde hier wohl etwas schlechter abschneiden. Mit meinen 189 Zentimetern Körpergrösse hat man sowohl vorne als auch im Fond ausreichend Platz.

Das vernetzte Navigationssystem des Ford Mustang Mach-E weist auf aktuelle Lademöglichkeiten entlang der Strecke hin und nimmt dadurch die Sorge vor einer leeren Batterie. HPC-Ladestationen werden seperat angezeigt und können per Navigation angefahren werden. Der Mach-E hat eine Ladeleistung von bis zu 150 Kilowatt und lädt damit in circa 35 Minuten von 10 auf 80 Prozent.

Die Extended-Range-Batterie mit 88 Kilowattstunden (Netto) bringt es bei unserem Durchschnittsverbrauch von circa 21 kW/100 km auf locker 450 Kilometer Reichweite. Dabei sind wir auch mal auf der Autobahn zügig über Tempo 150 gefahren und haben uns nicht ständig darum gekümmert, verbraucherarm zu fahren. Wer das macht, schafft mit diesem Auto am Ende auch die versprochenen 610 Kilometer Reichweite. Wer öfter 180 km/h fährt (danach wird abgeregelt), ist davon allerdings weit entfernt, wer den Sprint von null auf hundert km/hin acht Sekunden oft ausprobiert, sicher auch. Der Mustang bietet drei Fahrmodi: ,,Zahm“ für den Alltag. ,,Aktiv“ mit aktiver Rekuperation und ,,Tempramentvoll“ mit voller Leistung und angepassten Fahrgeräusch. Überwiegend sind wir selbstverständlich ,,zahm“ gefahren, ein Modus, der dem Wagen entspricht – wer häufig und gern wilde Kräfte entfesselt, wird vielleicht doch noch beim alten V8 fündig, dem wird der mögliche ,,One-Pedal-Drive“ des Mustang nicht so viiel geben.

Der Wagen hat ein adaptives ,,Magneridge-Fahrwerk“, wie es Ford nennt, mit aktiven Sensoren, das sich 1000-mal pro Sekunde an die Fahrbahn anpasst und so für perfektes Fahrverhalten sorgt. die Abstimmung des Fahrwerks ist uns positiv aufgefallen, egal ob auf der Autobahn oder welligen Landstrassen. Einzig bei tiefen Schlaglöchern neigte die Hinterachse zum Poltern. Die Klimaanlage funktioniert sehr gut – im Sommer allerdings ist uns aufgefallen, dass der Mustang beim Aussteigen nicht die Option ,,sofortige Standklimatisierung“ angeboten hat. Dies klappt nur mit der von Ford angebotenen Ford-App, nicht direkt im Wagen.

Fazit

Alles in allem ist der überarbeitete Mustang Mach-E mit Heckantrieb und grosser Batterie ein echtes Langstreckenauto, das tatsächlich auch Platz für Familie, Gepäck und Männerspielzeug bietet. Mit seinem efrischenden Desgin bringt er den Geist des klassischen Mustang in eine zamere Neuzeit – und das macht er richtig gut, auch wenn man dabei nicht so auf den Preis schauen darf.

Technische Daten Ford Mustang Mach-E Extended Range

Antrieb

Vollelektrisccher Heckantrieb

Maximale Leistung

216 kW

Höchstgeschwindigkeit

180 km/h

Batteriekapazität

88 kWh

Reichweite

Ca. 610 km

Leergewicht

2160 kg

Einstigspreis

Ab 56.500 Euro

Preis für Testfahrzeug

Ab 62.950 Euro

Pro

Grosse Batterie

Gute Reichweite

Gute Verarbeitung

Angenssener Verbrauch

Contra

Standklimatisierung nur über App möglich

Quelle: arrive

Das Automsagazin für die Mobilität der Zukunft

Im Osten gibt’s Neues

2009 stellte ein team aus Ostdeutschland das Konzeptfahrzeug für eine elektrische Neuauflage des Trabants vor. Bis jetzt ist daraus kein Serienfahrzeug geworden, elektrische Trabbis gibt es heute trotzdem. Einer davon ist Knallrot und fährt durch ein Land, dass Momentan häufig in den Medien ist, die Ukraine.

,,Wir wünschen uns die elektrische Auferstehung des Trabants“, das gaben die meisten der 12.000 IAA-Besucher und Besucherinnen 2007 bei einer Umfrage auf der Messe an. Der Spielwarnhersteller Herpa zeigte damals nur eine Miniaturversion dieser Idee. Aufgrund der positiven Resonantz entwickelten sie gemeinsam mit dem Karosseriebauer IndiKar ein erstes Kozeptfahrzeug des Elektro-Trabbis. Mit 100 Kilometer Reichweite und 130 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit sollten die Investoren überzeugt werden. Doch der elektrische Trabbi war seiner Zeit voraus, und das wurde ihm zum Verhängnis. Es blieb bei einem Prototyp. Den Wunsch vom elektrischen Trabbi mussten sich die Menschen bis heute selber erfüllen, so wie Evgeniy Bidogolovko aus der Ukraine.

Er hat sich 2017 einen orginalen Trabant 601 von 1976 gekauft und ihn grundlegend verändert. Der 32-Jährige lebt mit einer vierjährigen Tochter in Dnipor etwa 300 Strassenkilometer nordwestlich von der Hafenstadt Mariupol. Bevor Putin seinen Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen hatte, nutzte Evgeniy seine Freuzeit und sein Erspartes für die Elektrifizierung seines Trabbis. Heute spendet er sein Geld an die ukrainische Armee.

Als er den Trabbi kaufte, war der Lack bereits verblichen, und der Verbrennungsmotor hatte seinen Zenitt überschritten. Jetzt erstrahlt der Wagen in glänzenden Rot und fährt vollelektrisch. Bisher hat Evgeniy etwa 10 000 Dollar in seinen Elektro-Trabbi investiert. Als studieter Physiker und Mikorelektroniker kennt er sich fachlich mit der Materie aus, aber auch handwerklich ist er kompetent. Bis auf ein paar sehr spezielle Elektronikteile hat er alles selbst gemacht. Er hätte sich kein besseres Fahrzeug für sein Projekt vorstellen können, schreibt er mir auf Instagram: ,,Der Trabant ist wie gemacht für seinen elektrischen Antrieb, und er ist leichtgewichtig ,retro und rot“.

Um Platz für das Akku zu schaffen, entfernte Evgeniy den Beifahrersitz und ersetzte ihn durch eine rot lackierte Box. Darin ist jetzt ein 10-kWh-Akku untergebracht. An der Armatur hat er einen Spannungsmesser und zusätzliche Schalter verbaut. Wie beim Orginal bleibt der Innenraum schlicht und rudimentär, nur die neuen braunen Lederpolster wirken edler. Auch aussen hat Evggeniy den Trabbi etwas modifiziert und ihn mit verddunkelten Scheiben und Alufelgen von BBS ausgestattet. Beim Orginal musste er beim Tankvorgang die Motorhaube öffnen. Um den Akku des Elektro-Trabbis zu laden, muss er jetzt den Kofferraum öffenen. Über den Stecker-Typ-2 kann er seinen Elektro-Trabbi ans Stromnetz seiner Garage hängen. ,,Das Laden geht schnell und ist gar kein Problem“, sagt Evgeniy. Er kann mit seinem Elektro-Trabbi auch an öffentlichen Ladestationen.

Nicht nur beim Laden sollte es schneller gehen. Nachdem ihn der erste verbaute Elektromotor nicht zufrieden stellte, entschied Evgeniy sich für die Technik aus einem Fahrzeug, das lange als das meistverkaufte Elektroauto weltweit galt. ,,Die Konstruktion war nicht zuverlässig genug, sodass ich 2021breschloss, auf den ZEO-Motor Leaf umzusteigen“, schreibt er. Maximal leistet der Motor 100 Kilowatt, aufgrund des kleinen Akkusist die Leistung aber nur auf 70 Kilowatt gedrosselt. Das reicht für eine Beschleunigung von null auf 100 in sieben Sekunden. Das ist mehr als doppelt so schnell wie das DDR-Orginal. Mit damaligen Dreizylinder-Reihenmotor brauchte der Traband 601 genau 20 Sekunden.

Oft sind es aber nicht die Leistungsdaten seines Fahrzeuges, sondern die Optik, auf die Evginy angesprochen wird. ,,Wenn ich an einer Ampel stehe, passiert es oft, dass mich Leute bitten, dass Seitenfenster herunterzukurbeln.. Dann fragen sie mich: Was für eine Automarke ist das? Ist das ein Moskwitsch oder ein Saporoshez2?“, berichtet Evgeniy. Die beiden Automarken kommen von sowjetischen Herstellern. Mokwitsch aus dem heutigen Russland und Saporoshez aus der Ukraine. Auch der Trabant war ein sowjetisches Auto, aber in der Ukraine sieht es man trotzdem selten, und das ist auch der Grund für Evgeniys Begeisterung. ,,Beschäftige mich mit der Reparatur und dem Tuning von Scheinwerfern, und es sind schon viele verschiedene Autos durch meine Hände gegangen. Wollte einfach mal ein ungewöhnliches Auto bauen.“

Bis heute gibt es in seiner Familie einen VW Golf 6 und einen Ford Transit, aber: ,,Der Traum war immer schon ein Elektroauto“, sagt Evgeniy. Einen elektrischen Neuwagen konnte er sich bisher nicht leisten, deshalb hat er selbst Hand angelegt. Für die Elektromobilität interessiert er sich vor allem aus ökonomischen Gründen: ,,Ein Elektroauto ist sehr rentabel. Wir zahlen derzeit über einen Dollar pro Liter Dieselkraftstoff.“ Im Vergleich zu den Preisen in Deutschland klingr das günstig, aber das durchschnittliche Monatsgehalt in der Ukraine liegt laut der Webseite bdex-de.com auch 2022 noch landesweit bei nur 558 Euro pro Person. Evgeniy ist selbstständiger Unternehmer im Bereich Reparatur und Tuning von Kfz-Optik und hat einen kleinen Onlineshop für Autolampen und Scheinwerfern. Seinen roten Elektro-Trabbi fährt er jeden Tag, denn er ist sein Aushängeschild und günstiger zu unterhalten als ein Verbrenner. Er kann ihn zu Hsuse in seiner Garage laden und kommt für deutlich weniger als einen Dollar etwa hundert Kilometer weit. Für seine täglichen Wege reicht das aus. Wenn er wieder etwas Geld zusammen hat, will er sein selbst gebautes Elektroauto weiter optimieren. In den nächsten zwei bis drei Jahren wollte er einen grösseren Akku verbauen und den Innenraum neu gestalten, doch dann rollten Putins Panzer über die Grenze.

Ende April schreibt er mir, dass die Situation in Dnipro okay sei, aber der örtliche Flughafen sei gerade zerstört worden. Er selbst musste bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Waffe greifen und hoffte dass es so bleibt. Wie gern würde er sich schöneren Dingen zuwenden und sich in seinem elektrischen Retro-Flizer selbst verwirklichen. ,,Dieses Auto ist sowohl für die Seele als auch für meine Arbeit gebaut. Viele verstehen dieses Auto hier nicht. Für mich ist es ein alltzagtaugliches Showcar, um die Leute zum Lächeln zu bringen.“

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Stadtauto statt Auto

In Amsterdam, Tokio und Rom stehen sie Fahrräder auf dem Gehweg. Auch in Kitzbühl gehören die Microcars von Birô zum Stadtbild. Wir waren mit dem grössten und schellsten Version im österreichischen Wintersportort unteerwegs.

Platz ist Mangelware in den meisten Städten. Wer sich die Parkplatzsuche sparen und trotzdem unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln bleiben möchte, schwingt sich aufs Fahrrad. Ausser es Regnet. Bei schlechtem Wetter ermöglichen Leichtfahrzeuge wie der Birò einen Kompromiss. Sie bieten Platz für zwei Personen und Schutz bei jedem Wetter. Nur bei Sonnenschein wird es schnell warm. Durch die Kunstoffscheiben an allen Seiten hat man einen guten Rundum Blick, aber der Birò wird zum rollenden Treibhaus. Zum Glück kann man über einen einfachen Mechanismus das Dach nach oben klappen. Sofort strömt der kühlende Fahrtwind in den Innenraum und bläst die Schweissperlen wieder von der Stirn.

Als erstaunlich praktisch erweisen sich die nach vorn öffenenden Seitentüren, wenn dabei nicht die Seitenspiegel im Weg wären. Je nachdem, wie sie eingestellt sind, behindern sie die Türen und müssen händisch verstellt werden. Sind die Türen einmsal offen, kann man bequem einsteigen. Zu zweit nebeneinander ist es schon recht kuschelig auf den engen Sitzen, hier kann man nichts verstellen. Unsere Beine passen gerade so rechts und links am fast waagrechten Lenkrad vorbei. Mit 1,80 Metern Länge und 1,56 Metern Höhe ist der Birò fast ein Würfel, dafür ist die Strassenlage okay. Mit 60 km/h um die Kurve ist trotzdem abenteuerlich, und Bodenwellen sollte man besser ausweichen. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man im kleinsten Lkw der Welt fahren, und das ohne Stossdämpfer. Für kurze Wege in die Stadt oder von Dorf zu Dorf ist das machbar, längere Strecken lässt die Reichweite sowiweso nicht zu.

Im Verkehrstreiben in und um Kitzbühel reichen die 60 km/h Höchstgeschwindigkeit locker aus. Zum Verkehrhindernis für andere werden wir nicht. Auch um die Reichweite müssen wir uns keine Sorgen machen, während wir am Fusse des Hahnenkamms entlangsurren. Bis zu 100 Kilometer sollen möglich sein, bevor man den Akku laden oder austauschen muss. Richtig gelesen, Akkuaustauschen ist beim Birò möglich. Man kann ihn herausnehmen und wie einen Reisekoffer hinter sich herziehen. Geladen wird an der Haushaltssteckdose am besten über Nacht. Für heute ist das erst mal egal, denn der Akku ist noch voll, und für unsere Strecken ist das mehr als ausreichend.

Egal ob mit Freunden, Nachbarn oder der ganzen Stadt. Der Birô eignet sich nicht nur zum gemeinsamen Cruisen, sondern auch für Fahrzeug-Sharing, denn dafür ist bereits alles vorbereitet. Über eine Plastikkarte und einen Sensor an der Windschutzscheibe lassen sich die Türen von aussen enriegeln. Einfach dranhalten und Tür öffnen. Danach muss die Karte hinter den Sensor im Innenraum gesteckt werden, und schon ist das Fahrzeug fahrbereit. So können alle, die zur Sharing-Gemeinschaft gehören und eine solche Karte besitzen, ohne Schlüssel einsteigen und losfahren. Diese Eigenschaft hebt ihn von vergleichbaren Fahrzeugen wie den Renault Twizy oder dem Opel Rocks-e ab.

Für den Weg zum Dorfbäcker oder zur Apotheke in die Altstadt ist dieses Elektrische Leichtfahrzeug optimal. Bei Regen kommt man trocken an, und bei Sonnenschein klappt man das Dach nach oben. Im Birò werden alle wichtigen Prinzipien der zukunftsfähigen Mobilität verreint.

Fazit

Er fährt abgasfrei, braucht wenig Parklplatz, und er lässt einfach mit anderen Menschen teilen. In der 45-km/h-Variante darf der Birô sogar mit dem deutschen Rollerführerschein (AM) ab 15 Jahren gefahren werden. Für die schnellere Variante ist der Autoführerschein (B1) nötig, auch wenn der Birô offiziell nicht als Auto, sondern als elektrisches Leichtfahrzeug zugelassen ist. Vielleicht macht ihn genau das zum perfekten Stadtauto.

Technische Daten Birô

Antrieb

Heckantrieb

Maximale Leistung

3,8 kW

Höchstgeschwindigkeit

45 km/h (L6e) / 60 km/h (als L7e)

Gewicht

348 kg

Maximale Reichweite

100 km

Verbrauch

5,5 kWh/ 100 km

Akkukapazität

5,5 kWh

Maximale Ladeleistung

1 kW AC (Schuko)

Einstiegspreis

10 710 Euro (inkl. MwSt.

Preis Testfahrzeug

14 280 Euro (inkl. MwSt.)

Pro

Voller Wetterschutz

Herausnehmbarer Akku

Dach zum Aufklappen

Contra

Keine staatliche Förderung

Wenig Beinfreiheit

Unpraktischer Seitenspiegel

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Ein Stück Italien in Bremerhaven

Sympatisches Desgin und kompskte Aussenmasse zeichnen ihn aus, und das Cabrio-Faltdach ist die Kirsche obendrauf. Bis zur italienischen Rivera sind wir mit dem Fiat 500e nicht gekommen, dafür waren wir in der grössten Stadt an der deutschen Nordseeküste: Bremerhaven.

Begleitet von klassischen Klängen rollt der Fiat los. Sobald er die 20 km/h überschreitet, summt er die Titelmelodie der italienischen Filmkomödie ,,Amarcord“, komponiert von Nino Rota. Viel angenehmer kann man die Aufmerksamkeit seiner Umgebung gar nicht auf sich ziehen und gleichzeitig betonen, dass man aus Italien kommt..

Gefertigt wird der elektrische ,,Cinquecento“ in Turin und darauf ist Fiat stolz, deshalb steht in den inneren Türgriffen ,,Made in Turin“ und die Sillhouette von Turins Syline ziert das Ablagefach unter dem Mitteldisplay. Gegen 150 Euro Aufpreis kann hier das Smartphone kabelos laden. Auch die geriffelte Armatur in Holzoptik kostet 300 Euro extra, wertet den Innenraum aber spürbar auf. Das wichtigste Ausstattungsmerkmal unseres Testfahrzeugs befindet sich direkt über unseren Köpfen, das Stoffdach. In zwei Stufen fährt es auf Knopfdruck elektrisch nach hinten und legt den Himmel frei. Schnell kommen Urlaubsgefühle auf. Doch bevor wir uns darin verlieren, schliessen wir das Dach wieder und richten den Blick zurück auf die Strasse, denn noch sind wir nicht am Ziel unserer Fahrt.

Mit 150 km/h und durchgedrücktem Pedal bleiben wir auf der linken Spur der A27 von Bremen ins 67 Kilometer entfernte Bremerhaven. Durch den schweren Akku im Unterboden und die erhöhte Sitzposition fühlt sich der Fiat selbst bei Maximalgeschwindigkeit ruhig und stabil an. Nur der Blick auf die Reichweite sorgt bei dieser Fahrweise für Nervosität. Der Durchschnittsverbrauch kletert über die 20 kWh, und der Akkustand verliert fast ein Prozent pro Kilometer.

Vor Abfahrt lag der Akkustand knapp unter 70 Prozent. Nach 30 Minuten Höchstgeschwindigkeit fällt er kurz vor Bremerhaven auf unter 15 Prozent. Eine Warnung erscheint auf dem Tachodisplay ,,Ladezustand niedrig. Einige Systeme sind eventuell nicht verfügbar. Bitte Batterie laden.“ Plötzlich ist ein Wechsel zwischen den Fahrmodi nicht mehr möglich und seltsamerweise die automatische Rekuperation abgeschaltet.

Mit zwölf Prozent ereichen wir die Ladestation in der Parkgarage des zentral gelegenen Columbus Centers, einem Hochhauskomplex mit integriertem Shoppingcenter und Blick auf die Wesermündung. Es ist Zeit, Energie zu tanken. Mit maximal 22 Kilowatt kann hier geladen werden. Der 42-kWh-Akku des Fiat 500e kann zwar nur mit maximal elf Kilowatt laden, aber nach drei Stunden ist er trotzdem wieder voll. Genug Zeit, um die grösste deutsche Küstenstadt an der Nordsee zu Fuss zu erkunden.

Mit den neuen Eindrücken und vollem Akku geht es wieder zurück nach Bremen. Jetzt sind auch wieder alle Fahrmodi verfügbar. Für das Fahren innerots bleibt das Dach offen und der Fahrmodus ,,Sherpa“ aktiv. Dabei werden Sitzheizung und Klimaanlage deaktiviert und die Geschwindigkeit auf maximal 80 km/h begrenzt. Sobald man den Fuss vom Fahrpedal nimmt, bremst das Fahrzeug mittels Rekuperation bis zum Stillstand. Auch im Fahrmodus ,,Range“ rekuperiert der Fiat 500e, aber Klimaanlage und Sitzheizung bleiben eingeschltet, und die Höchstgeschwidigkeit liegt wieder bei 80 km/h. Der sportliche Fahrmodus hesst ,,Normal“. Die Rekuperation läuft jetzt über das Bremspedal und in knapp drei Sekunden geht es auf 50 km/h und in neun Sekunden auf Tempo 100.

Wer sich zurückhällt und dem entspannten Gemüt des Fiat 500e nachgibt, kann auf der Landstrasse und innerorts ohne Probleme die Verbrsauchsangaben des Herstellers erreichen. Zwischen 14 und 15 kWh auf 100 Kilometer sind auch bei sieben Grad möglich, und damit würde man locker 250 Kilometer schaffen. Beim Hypermilling auf der Autobahn geht noch mehr.

Den Tempomat mit adaptivem Abstandshalter auf 95 km/h einstellen und auf die rechte Spur einordnen, am besten hinter die Rückwand eines LKW. Jetzt noch den Spurhalteassistenten aktivieren und gemütlich Richtung Bremen segeln lasen. Immer wieder geht es leicht hoch und wieder runter. An manchen Autobahnauffahrten bremst der Fiat etwas, um dem Lkw vor uns nicht zu nah zu kommen. Das autonome Fahren Level 2 und der Totwinkel-Assistent ermöglichen bei moderater Geschwindigkeit auch auf deutschen Autobahn entspannter Fahren. Nur bei nasser, reflekttierender Strasse und schlechter Sicht haben die Assistenzsysteme so ihre Problemchen. Mal leuchtet das orange Warndreieck im Seitespiegel, oder der Spurhalteassistent pndelt ein wenig hin und her. In solchen Fällen sollte man wieder beide Hände am Lenkrad und den Blick auf die Strasse haben.

Nach 57 Minuten erreichen wir Bremen mit einem Durchschnitsverbrauch von 10,7 kWh auf 100 Kilometern. Ähnlich sparsam waren wir biesher nur im Hyundai loniq Elektro unterwegs. Bei dieser Fahrweise wären wir im Fiat fast 400 Kilometer möglich. Im Vergleich zur Hinfahrt nach Bremerhaven haben wir etwa zehn Minuten länger gebraucht, aber der Akku ist noch immer bei 65 Prozent und unser Stresslevel auf null.

Fazit

In diesem kleinen Elektroflitzer steckt mehr als man denkt. Umfangreiche Assistentzsysteme, über 300 Kilometer Reichweite und ein komfortabler Innenraum für zwei ausgewachsene Personen plus Gepäck. Beim integrierten Winterpaket für 500 Euro Aufpreis hat uns nur die Lenkradheizung gefehlt, die auch beim Fahren mit offenem Dach angenehm gewesen wäre. Einparken war dank kompakten Aussenmassen und Rückfahrkamera einfacher als mit den meisten Autos. Wenn sich die Seitenspiegel beim Rückwärtsfahren auch noch automatisch nach unten neigen würden, wäre alles perfekt. Gut gefallen haben uns die Seaqual-Sitzbezüge aus teilweise recyceltem Meeresplastik und natürlich das elektrische Stiffverdeck. Denn der Fiat 500e ist nicht nur ein gelungener Kleinwagen, sondern abgesehen vom Smart EQ fortwo das einzige elektrische Cabrio auf dem Markt. Und das für unter 25.000 Euro nach Abzug der staatlichen Prmie. Bravo!

Technische Daten Fiat 500e Cabrio

Motor

Frontantrieb

Leistung

87 kW (118 PS)

Beschleunigung 0-100

9 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit

150 km/h

Gewicht

1405 kg

Maximale Reichweite

303 km WLTP (kompiniert)

Verbrauch

14,7 kWh/100 km.

Akkukapazität

42 kWh

Maximale Ladeleistung

11 kW AC, 85 kW DC

Einstiegspreis

32 .560 Euro

Preis Testfahrzeug

37.860 Euro

Pro

Niedriger Stromverbrauch

Kompakte Aussenmasse

Niedriger Einstiegspreis

Contra

Kleine Kofferraumluke

Kein Heckscheibenwischer

Keine Lenkradheizung

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

An English Car in new York

Tempora Mutantur …

Die Zeiten ändern sich, und die Autos mit ihnen: Noch ist der Mini-Electric im Land der Sprit-Schlucker Cybertrucks und Showcars ein eher seltenes Unikum, wie ein Farbenfroher Sightseeing-Trip durch die Stadt, die niemals Schläft, eindrücklich bewist.

Die USA sind traditionell das Land der volumiösen Strassenkreuzer, bei denen weder die physische Grösse noch der Energieverbrauch eine Rolle spielt. Das gilt am Ende sogar für das Marketing der vollelektrischen Produkte des Tesla-Visionärs Elon Musk, die auf Wunsch sogar noch schneller, weiter und brachialer zu Werke gehen als ein wuchtiger Pick-up aus dem Hause Ford.

Ein elektrischer BMW-Mini dagegen, der mit den legendären englischen Wurzeln, noch dazu mitten im Winter, ist im Stadtbild New Yorks sehr ungewont – dazu in einer Zeit, in der im Osten der USA ungastliche winterliche Bedingungen herrschen. Aber das machen die Amerikaner mit ihren eigenen Traditionen wett, von denen viele längst auch in Europa Einzug gehalten haben.

Unzählige bunte Lichter, eine prickelnde Atmosphäre, einfallsreiche Dekorationen in den Kaufhäusern und kreativ geschmückte Wohnviertel machen einen Winterlichen Besuch im ,,Big Apple“ zum unvergesslichen Erlebnis. Besonders feierlich wirkt die Tour durch die beuchteten Häuserschluchten Manhattans im vollelektriscxhen Mini Cooper SE, wenn dessen ohnehin schon geräuscharme Fahrt mit erwas Glück auch noch von Schnee gedämpft wird – dieses Autopasst doch in diese Stadt!

Nahezu lautlos also und lokal emssionsfrei bietet der Mini Electric ganz allein in New York einen Ausblick auf die urbare Mobilität der Zukunft. Das grelle Lichtermeer und die mit Strassenkreuzern, gelben Taxis, Stretchlimousinen und Pick-ups vollgestopften Strassensozusagen als Gegententwurf zur entspannten Sightseeing-Tour mit unserem elektriischen Mini Cooper SE, der sowohl mit sportlichem Temprament als auch mit stilvoller Zurückhaltungpunkten kann.

Ein idealer Startpunkt für diese etwas andere Stadtrundfahrt ist der Central-Park – und dort ist gleich die berühmte öffentliche Kunsteisbahn im südlichen Teil der Grünfläche. Der ,,Wollman Rink“ war schon Filmkulisse in vielen Hllywood-Streifen wie zum Beispiel ,,Love Story“ und ist bei den New Yorkern ebenso beliebt wie bei Touristen. Es ist ein Erlebnis, inmitten der Hochhäusern mit Blick auf die wiehnachtliche Skyline Manhattens auf dem Eis unterwegs zu sein, um danach den winterlichen Park zu Fuss zu erkundigen.

Die Autostrecken im Big Apple legt der Mini souverän mit rund 16 kWh auf 100 km zurück, der 184 PS starke E-Motor beschleunigt ihn auf Wunsch in kapp vier Sekunden auf 60 km/h. Und überall dort, wo es etwas ruhiger zugeht, werden Fussgänger und Radfahrer speziell für den Mini Electric entwickelten und bei niedrigen Geschwindigkeit über Aussenlautsprecher verbrieteten Antriebssound auf sein Herannahen aufmerksam gemacht.

Über die berühmte 5th Avenue und die West 59th Street geht es dann direkt zum Columbus Circle. Die Shops in der südwestlichen Park-Ecke sind bunt erleuchtete. Auf dem Weg zu weiteren Shopping-Hotspots rollt der Mini Electric an der Kreuzungvon 5th Avenue und East 59th Street am ,,Plaza“ entlang. Das Hotel mit der imposanten Fassade im französischen Still dient seit mehr als hundert Jahren als Herberge für wohlhabende und berühmten Gäste. Vor beinahe 30 Jahren war es einer er Schauplätze der erfolgreichen Kinokomödie ,,Kevin – Allein zu Hause in New York“. Trump, damals Besitzer des Hotels, bestand auf einer Nebenrolle.

Legendär ist auch das Spielwarengeschäft FAO Schwarz. Der einst grösste Spielzeugladen der Welt war bis zum Jar 2015 an der 5th Avenue beheimatet, 2018 wurde er an der Rockefeller Plaza wiedererföffnet. Vieles vom alten Charme ist geblieben, so auch das ,,Big Piano“ auf dem Fussboden, bekannt durch den Tanz von Tom Hanks im Film ,,Big“. Das Sortimet ist riesig und mach einer kauft dort viel mehr ein, als er eigentlich vorhatte. Im Gepäckraum des Mini ist dafür reichlich Platz, denn der läst sich von 211 auf 731 Liter erweitern. Dank der tief im Fahrzeugboden angeordneten Hochvoltbatterie bietet der Wagen exakt das gleiche Stauvolumen wie der konventionell angetriebene Mini-Dreitürer.

Nur wenige Schritte vom New Yorker Spielzeugparadies entfernt, an der 1260 6th Avenue, befindet sich Radio City Hall – ebenfalls spektakulär beleuchtet. Lichter der Grossstadt überall – die Stromrechnung dort ist hoch! Doch schliesslich kann nicht alles, was Spass bereitet, so effiizient sein wie ein Mini Electric. Dessen Motor arbeitet genügsam, zudem lässt sich in Schub- und Bremsphasen immer wieder Strom in die Hochvoltbatterie zurückspeisen. Die Intensität der Bremsenergie-Rückgewinnung kann der Fahrer per Wippschalter indibviduell bestimmen. Der höhere der beiden Rekuperationsmodi sorgt für eine Feelings. Beim Lösen des Fahrpedals wird dann Strom in die Hochvoltbatterie zurückgespeist und das Fahrzeug geichzeitig abgetrennt.

Auch die LED-Scheinwerfer, die LED-Heckleuchten im charakteristischen Union-Jack-Desgin und die Klimaautomatik des Mini Cooper SE benötigen nur wenig Energie. Die Beheizung des Innenraums erfolgt mithilfe einer Wärmepumpe, die Abwärme aus dem Motor, der Antriebssteuerung und der Hochvoltbatterie sowie aus der Aussenluft aufnimmt und zur Erzeugung wohliger Temperaturen nutzt. Sie zeichnet sich durch einen besonders günstigen Wirkungsgrad aus und beansprucht bei hohem Klimakomfort im Winterbetrieb bis zu 75 % weniger Energie als eine konventionelle elektrische Heizung.

Als passende Abschluss der Sightseeing-Tour empfiehlt sich ein Besuch der neusten Aussichtsplattform in New York: The Summit One Vanderbilt (45 E 42nd Street). Sie befindet sich ganz in der Nähe des Baryant Park sowie der Grand Central Staion und seit dem Herbst 2121 für Gäste geöffnet. Aus einer Höhhe von 427 Metern ergibt sich ein magischer Blick auf das nahe gelegene Empire State Bullding, den East River und den Central Park.

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Die E-Auto Neuheiten 2022

Die Zukunft kann kommen

Nie war das Angebot an elektrischen Nuheiten so gross wie heute. Und dabei wird es nicht bleiben. Dieses Jahr kommen mehr als zwei Dutzend Stromer hinzu. Belegt wird fast jedes Segment, sogar ein Kombi kommt.

Die Autobranche denkt um, der Verbrenungsotor gilt als Auslaufmodell, fast jeder renommierte Hersteller hat mittlerweile Modelle mit rein elektrischen Antrieb im Portfolio. Und die werden immer häufiger gekauft, in Deutschland nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Förderung. Jeder siebte Käufer entscheidet sich heute hierzulande für einen Stromer. Tendenz: weiter steigend. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg registrierte im Jahr 2021 exakt 355.961 Neuzulassungen. Von einem Nischendasein also ist längst nicht mehr die Rede.

Und es kommt noch dicker. Die Zahl der elektrischen Neuheiten übertrifft mittlerweile jene der konventionellen Autos. Noch vor wenigen Jahren hätten dies nicht einmal Experten für möglich gehalten. 2022 könnte in die Geschichtsbücher als das Jahr eingehen, in dem Elektromobilität zum Massenphänomen wurde. Das Angebot für den Käufer wächst kontinuierlich, für dieses Jahr steht erneut ein bunter Strauss an Neuheiten auf dem Programm. Es reicht vom kleinen City-SUV bis zur über fünf langen Luxuslimousine. Damit Sie leichter den Überblick behalten, haben wir auf den folgenden Seiten die neuen Modelle in verschiedene Kategeroien aufgeteilt. Das Elektr-Alphabet beginnt in diesem Jahr mit Audi, selbst wenn die Ingolstädter keine komplette Neuheit auf die Strasse bringen. Eine Modellpflege erhalten der e-tron Sportback. Zu hören ist, dass ein Namenswechsel auf Q8 e-tron erfolgen und die Reichweite von 441 auf rund 600 Kilometer gesteigert werden soll.

Audi und BMW Preschen voran

Zu hören ist, dass die Reichweite deutlich gesteigert worden sein soll. Zu sehen bkommen wir in diesem Jahr vermutlich noch den Q6 e-tron. Das SUV ist der erste Audi, der auf der neu entwickelten Premium Platform Electric PPE basiert. Bei der Grundfläche eines Q5 soll der Q6 e-tron die Innenraummasse eines Q7 haben. Markteinführung dürfte allerdings im ersten Halbjahr 2023 sein.

BMW kann sich derzeit vor Nachfrage nach dem iX und i4 kaum retten. Die Lieferzeiten liegen bei weit über einem halben Jahr. Nicht viel anders dürfte es bald beim iX1 aussehen. Die dritte Generation kommt erstmals mit einem vollelektrischen Ableger, der den Karbon-Stromer i3 ab diesen Sommer in Rente schickt. Vor Anfang 2025 aber ist der iX1 nicht beim Händler. Die Luxuslimousine auf Basis des neuen 7ers erhält die Antriebstechnik aus dem iX, jedoch mit grösseren Batterie, was über 700 Kilometer Reichweiten bringen soll.

Die koreanische Marke Hyundai hat ja bereits mit dem coolen loniq 5 die Branche überrascht. Dieses Jahr lässt man den loniq 6 folgen, eine viertürige und knapp fünf Meter lange Limousine. Sie fährt damit im Revier des Mercedes EQE. Wer jedoch dachte, der loniq 6 entspräche im Design der Studie ,,Prophecy“ oder kommt so kantig daher wie der loiniq 5, wird entäuscht. So mutig war Hyundai dann doch nicht. Schade. Technisch nutzen die Koreaner ihre 800-Volt-GMP-Konzernarchitektur. Das Leistungsspektrumreicht von 160 kW (Heckenantrieb) bis 430 kW (Allradantrieb).

Maybach unter Strom

Konzernschwester Kia geht mit der zweiten Generation des Niro an den Start. Das Crossover-Modell macht mit einer sehr eigenwillige Optik auf sich aufmerksam. Gleiches kennt man von Lexus. Ob es Toyotas Premiummarke noch rechtzeitig vor Jahresende schafft, ihr neues, vollelektrisches Oberklasse-SUV RZ-vorzustellen, bleibt abzuwarten. Experten sehen das Modell erst 2023 im Handel.

Schon diesen Sommer lässt Mercedes seinen EQS den EQE folgen. Die elektrische Businesslimousine ist ähnlich im Desgin, erhält aber eine etwas kleinere Batterie. Erstmals setzt Mercedes seine Luxusmarke Maybach in Form des EQS SUV unter Strom. Die Studie stand vorigen September auf der IAA in München. Gedacht ist das Maybach- Modell hauptsächlich für China. Eher an junge, ökobewusste Familien adressiert ist der EQT. Der Hochdachkombi wird der günstigste Stromer mit Stern. Während das Modell noch in diesem Jahr vorgestellt wird, beginnt der Verkauf erst 2023. Ein Konkurrent kommt von Nissan. Der Townstar des e-NV200 Evalia. Gute Nachrichten gibt es für die Fans des Ariya. Eigentlich sollte das Mittelklasse-SUV schon voriges Jahr beim Kunden sein, jetzt ist es für den Sommer 2022 avisiert. Hoffentlich klapppt’s.

Was will die Politk?

Die neu gewählte Ampelkoalition mit Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) setzt weiterhin auf Elektromobilität und macht gleich zu Beginn ihrer Legislsaturperiode ambitionierte Vorgaben. So will man bis 2030 nicht nur eine Million öffentlicher Ladesäulen mit Schwerpunkt auf schnelles Laden (CCS) errichtet haben, bis zum Ende dieses Jahrzehnts sollen auch 15 Milionen Elektroautos auf unseren Strassn unterwegs sein. Für Starthilfe soll weiterhin die Innovationsprämie sorgen. Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck hat sie zunächst bis Ende 2022 verlängert.

Bei Wsserstoff-/Brennstoffzellentechnologie hat man vorwiegend den Schwerlastvekehr im Fokus. Vom Tisch ist ein durchgehendes Tempolimit auf Autobahnen. Autos mit Verbrennungsmotoren haben weiterhin Bestand, ein Zulassungsverbot ist nicht in Sicht. Die schwedische Elektromarke Polestar – sie gehört zum chinesischen Geely-Konzern – will mit dem Polestar 3 ihr Portfolio erweitern. Das SUV-Coupé bassiert, wie auch der Nachfolger des Volvo XC90, auf der neuen vollelektrischen SPA2-Plattform. Bestellungen sollen ab Mitte 2022 möglich sein. Zur Auslieferung kommt es wohl erst Anfang 2023. Versprochen werden bis zu 600 Kilometer Reichweite.

Macan wird zum Stromer

Porsche wird 2022 mit ziemlicher Sicherheit seinen elektrischen Macan vorstellen, in den Markt geht das Elektro-SUV aber erst 2023. Wie der Audi Q6-tron nutzt der Macan ebenfalls die PPE-Architektur. Renault startet das Jahr mit dem Mégane T-Tech Electric und schickt den elektrischen Kongoo an den Start. Skoda lässt auf seinen sehr erfolgreichen Enyaq iV eine Coupé-Variante folgen. Einen Neustart dagegen wagt Smart. Die Stadtflitzer Fortwo und Forfour bekommen keine Nachfolger, was sehr viele Menschen bedauern werden. Für die City gibt es kein geeigneteres E-Auto. Stattdessen wird Smart ein SUV made in China, gebaut von Geely, in der Grösse eines Mini Countryman präsentieren. Marktstart: nicht vor 2023.

Toyota, immehin grösster Autohersteller der Welt, legt endlich den Schalter um. Der bZ4X ist das erste batterieelektrische Modell und fährt im Segment von VW ID.4 und Skoda Enyaq. Die Japaner versprechen, dass die Batterie des bZ4X nach zehn Jahren noch eine Kapazität über 90 % haben soll. Aus dem bZ4X leitet übrigens Subaru seinen Solterra ab. Subaru entwickelte hierfür den elektrischen Allradantrieb. Dem bZ4X stellt Toyota in diesem Jahr noch den elektrischen Ableger des Proace City Verso zu Seite. ER fährt mit der Stellantis-Technik, die auch unter dem Opel e-Combo steckt.

Spannend und gleichzeitig sehr emotional wird es bei Volkswagen. Denn endlich kommt der Bus, sorry, der Buzz. Fünf Jahre hat es gedauert, bis aus der ersten Studie in Detriot 2017 das Serienauto wurde. Der ID.Buzz soll mit seiner Zweifarbenlackierung und den drei Streifen an der D-Säule ein bisschen an den Bulli TI aus den 50er-Jahren einnern. Technisch nutzt man den MEB, der auch unter dem ID.4 steckt. Zum Marktstart wird es zunächst die 82-kWh-Batterie in Verbindung mit dem 150-kW-E-Motor an der Hinterachse geben. Damit dürfte eine Reichweite von 500 Kilometer zu schaffen sein. Ein bisschen im medialen Windschatten des ID.Buzz fährt der ID.5. Die Coupé-Variante des ID.4 kommt bereits im April. Allradfans dürfen sich zu einem späteren Zeitpunkt auf eine leistungsgesteigerte GTX-Variante freuen.

Letzte Marke im Alphabet der Stromer. Die Schweden wollen im Herbst dieses Jahres die nächste Generation ihres XC90 vorstellen. Das Flaggschiff-SUV erhält allerdings einen neuen Namen und wird aussschliesslich mit vollelektrischem Antrieb erhältlich sein. Damit verleiht Volvo seinem Versprechen einmal mehr Nachdruck, dass unter keiner zukünftigen Modellneuheit noch ein Auspuff stecken wird. Der Verbrennungsmotor hat ausgedient.

Die Aussenseiter

Die Elektromobilität ruft neue Hersteller auf den Plan. Nie war es für sie einfacher, in die Branche einzusteigen. Eine jahrzehntelange Erfahrung mit Verbrennungsmototren ist nicht nötig. Stattdessen sorgen modular aufgebaute Plattformrn, standartdisierte Batteriepakete und mioderne Elektromotoren namhafter Zulieferer für die technische Grundlage. Die Marke VinFast aus Vietnam will bei uns mit dem Mittelklasse-SUV VF e35 Kunden gewinnen und verspricht ein ,,Premiummodell zu volkdtümlichen Preisen“. Erste Fahrzeuge sollen Ende des Jahres eintreffen. Aus Amerika kommt der Lucid Air. Die Luxuslimousine wurde vom ehemaligen Tesla-Chefingenieur Peter Rawlinson entwickelt und soll gegen den Mercedes EQS und BMW i7 antreten. Der Lucid Air glänzt mit Superlativen: 1000-PS-Motor und mehr als 800 Kilometer Reichweite. In Aussicht stellt Lucid aber auch eine schwächere Einstiegsvarinte. Von Henrik Fisker, dem ehemaligen BMW-Designer (schuf den Z8) ist zu hören, dass endlich mit dem Fisker Ocean losgehen soll. Start ist in Amerika. Wann das SUV nach Europa kommt, ist noch nicht bekannt. Der Plan hiess einmal 2022. Privatimporte dürfte es aber mit Sicherheit geben, denn das SUV sieht klsse aus. Gleiches gilt für den Cadillac Lyriq, ein wirklich schick gezeichnetes Elektro-SUV, sowie den Rivian. Das US-Start-up hat mit dem RTl einen megacoolen Pich-Up auf die Räder gestellt, der die Amerikaner mitten ins Herz trifft. Wenig später soll ein SUV, de RIS, folgen.

Zu den elektrischen Aussenseitern zählt (noch) Genesis. Das ist die Premiummarke im Hyundai-Konzern. Genesis schickt als erster Stromer Limousine Electrified G80 an den Start. Kurze Zeit später folgt der GV60. Das kompakte SUV basiert wie der loniq 5 auf der neuen E-GMP-Architektur (800 Volt). Kurze Ladezeiten und grosse Reichweiten sind somit garantiert.

Ebenfalls aus Korea kommt SsangYong. Elekrifiziert wird ein bereits existierendes Modell, der Korando. Bereits im Frühjahr soll das Kompakt-SUV als Variante ,,e-Motion“ auf den Markt kommen.

Was planen die Chinesen?

Zu den Aufsteigern der chinesischen Autoindustrie gehört ganz klar Nio. Die Firma wurde est 2014 gegründet und will sich als Lifestyle- und Premiummarke postionieren. In Norwegen ist Nio seit 2021 bereits mit dem SUV ES8 vertreten. Der Start in Deutschland soll Ende 2022 erfolgen, zunächst mit der Fünfmeter-Limousine ET7, einem Modell, vergleichbar mit Mercedes EQE. Den ET7 witd es vorest mit zwei Batteriegrössen geben, mit 75 oder 100 kWh Kapazität. Etwa 2024 soll dann eine 150-kWh-Feststoffbatterie serienreif sein. Nio spricht von einer Reichweite (nach chinesischem Zyklus) von rund 1000 Kilometern. Eine Besonderheit ist das Batterietauschsystem von Nino, das in China bereits über mehere Hundert Staionen verfügt. In Deutschland plant man dies ebenfalls, unter anderem an Shell-Tankstellen.

Always ist mit dem SUV U5 bereits seit 2020 im Markt, dieses Jahr schicken die Chinesen den U6 hinterher, dürfte der U6 dem U5 entsprechen, heisst: 150 kW Leistung und 410 Kilometer Reichweite. Der Vertrieb erfolgt bei uns über die Elektrohandelskette Euronics.

Xpeng gehört ebenfalls zu den automobilen Quereinsteigeern. Frisch gestartet ist die portliche Limousine P7, mit der Xpeng versucht, eine interessante Alternative zu Tesla Model S zu bieten.

Wasser marsch!

Trotz des grossen batterielektrischen Hybes, es gibt noch andere Arten des altenativen Antriebs, die Brennstoffzelle zum Beispiel, bekannt aus Toyota Mirai und Hyundai Nexo. Jetzt entdeckt auch der Stellantis-Konzern die Vorzüge der Wasserstofftechnik. Opel stattet in diesem Jahr einige Prototypen des Vivaro-e mit Brennnstoffzellen aus. Nach drei Minuten Tanken sollen 400 Kilometer elektrische Reichweite zur Verfügung stehen. Auch von den Komzernschwestern Citroén, Peugeot und Fiat kommen entsprechenden Derivate mit gleichenn technischen Aufbau. Konkurrent Renault schaut bei diesem Engagement nicht tatenlos zu, sondern baut die Brennstoffzellentechnologie in seine leichten Nutzfahrzeuge Kongo und Master ein. Und Hyundai plant gar einen zweiten Wasserstoff-Aufschlag. Im Laufe des Jahres soll der Van Staria in den Handel gehen. Tedchnisch bedienen sich die Koreaner dabei grösstenteils aus dem Nexo.

Quelle: arrive

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Luxus Offroad-Buggy

Wasserstoffgetrieben über Stock und Stein

Fahrspass und Umweltbewusstsein schliessen sich nicht aus. Dies beweist Lexus mit seinem neusten Konzeptfahrzeug, dem wasserstoffbetriebenen und geländegängigen ROV Conzept. Hat das Gerät das Zeug zum Spassmobil für hippe Grossstädter?

Wer abseits befestigter Strassen im Gelände oder Strand die Lüfte würziger Wald- oder Meeresluft schnuppen will, kommt um einen Buggy eigentlich nicht herum. Schade nur, dass dieses Gefühl unendlicher Freiheit immer so kurz ist. Kein Walt und kein Strand ziehen sich länger als zehn Kilometer dahin, und so endet das Glücksgefühl leider zu oft abrupt abseits der befestigten Strassen. Für so kurze Phasen voller Lebensenergie kauft man leider meistens nicht das Gefährt. Dafür lässt es sich aber mieten oder leasen.

Das ROV Concept von Lexus, das dem spasssüchtigen Grossstädter ein Spielueug für die Feierabendstunden sein will, macht da keine Ausnahme. Es kann in sämtlichen Umgebungen tatsächlich eine gute Figur machen. Mit seiner offenen Aufhängung, und den robusten Geländereifen für schlammige Pisten trägt das Fahrzeug alle Merkmale eines Geländewagens. Dabei verfügt es über kompakte Abmessungen von 3,12 x 1,725 x 1,8 Metern (Länge x Breite x Höhe). Ein Buggy-Liebhaber kommt um das Fahrzeug einfach nicht herum, ein Liebhaber von Geländeautos ebenso wenig.

Mit dem Fokus auf die Sicherheit des Fahrers haben die Entwickler ein Fahrzeug kreiert, wie man es von einem Premiumhersteller erwarten darf. Die Karosserie ist einfach etwas luxuriöser, schützt die Insassen, den 1,0-Liter Wasserstoffmotor und integriert den charakteristischen Kühlergril von Lexus, bietet zudem genügend Federweg für die Voderradaufhängung. Okay, nicht schlecht. Und sonst? Na ja, die vorderen Kotflügel wurden so konzipiert dass sie vor umherfliegenden Steinen und Schlamm schützen. Dabei arbeitet der Motor nahezu emissionsfrei und verbraucht während der Fahrt lediglich eine geringe Menge Motoröl.

Aber jetzt kommt’s! ,,Die Abdeckung der Radaufhängung ist mit dem Wasserstofftank im Heck verbunden“, steht in den Unterlagen. Wie bitte? Ist das nicht etwas gefährlich? Nein, meinen die Entwickler, denn die Aufhängung schütze die Bauteile und soll auf diese Weise das Gefühl der Unverwüstlichkeit vermitteln, so wie man es von luxuriösen SUVs gewohnt ist. Okay, verstanden. Luxuriösität zeigt sich dann vor allem in der handwerklichen Verarbeitung, denn nichts ist hier von der Stange, sprich vom Fliessband. Zu den besonders hochwertigen Details gehören ein Lederlenkrad und ein ergonomisch geformter Schaltknauf sowie Sitze mit Kunstlederüberzug und Federelementen, die Unebenheiten ausgleichen. Für den anspruchsvollen Einsatz im Gelände erfüllt der Wasserstoffantrieb von Lexus auch die Sehnsüchte nach wenig Lärm, Langlebigkeit und zuverlässiger Funktion Ja, und ist das nicht genau das, was wir Buggyfahrer wollen? Wo sonst, wenn nicht hier, werden CO2-Neutralität mit Fahrspass in ihrer vollenendeten Form kombiniert?

Nirgendwo, glaubt sicher auch Spiros Fotinos, Chef von Lexus Europa, denn ,,das ROV Concept ist unsere Antwort auf die wachsende Leidenschaft für die Natur und die Abenteuerlust unserer Kunden. Das Kompaktfahrzeug verbindet unseren Wunsch, Lifestyle-orientierte Produkte zu entwickeln und gleichzeitig unsere innovativen Technologien dafür zu nutzen, einen Schritt weiter in Richrung CO2-Neutralität zu gehen.“ Spass und Umweltschutz sind eben doch kein Widerspruch!

Quelle: arrive

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London-Taxi Recharged

Ein TX für alle Fälle

Very british: die Marke LEVC.

Den meisten ist sie besser bekannt unter der alten Bezeichnung London-Taxi. Und, jawoll, auch das berühmteste Taxi-Modell der Welt fährt nun mit E-Antrieb, und zwar einem Range Extender und Volvo-Technik.

Von sich reden macht die Baureihe TX (steht für Taxi) aber aus einem ganz anderen Grund: Egal ob jung oder alt, Familie oder Dienstreisender: Die geräumige Elektro-Droschke bietet für jeden Anlass das passende Refugium. Wer wollte nicht schon mal in einem weltberühmten ,,Black Cabs“ sitzen und sich durch die Stadt kutschieren lassen? Das Beste: Seit Mitte 2018 ist dieses Fahrvergnügen nicht mehr nur in der Hauptastadt Britanniens möglich, sondern schon bald auch in anderen Metropolen. Mit einem elektrifizierten London-Taxi durch Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf – längst gang und gäbe. Ebenso schon in Wien, Madrid und Warschau.

Aber nicht jede Tour mündet in einer porfanen Taxi-Fahrt, sondern der Anlass kann auch mal ein ganz besonderer sein. Für solch eine aussergewöhnlicher Begebenheit hat beispielsweise während des letzten Lockdowns im Frühjahr dieses Jahres die Düsseldorfer Initiative ,,Karl’s Food and Furious“ gesorgt. Motto: ,,Drei Restaurants, drei Köche und drei Gänge“. Statt ,,to go“ tischten die Lokale Karl’s, Rubens und Zweierlei ihren Gästen in einem London-Taxi auf. Mobilitätspartrner des aussergewöhnlichen Taxi-Dinners war der Taxiruf Düsseldorf. ,,Einsteigen und geniessen“, lautet die Devise. ,,Der TX eignet sich dafür ideal. Er ist geräumig, hat eine allen Hygienbestimmungen standhaltende Trennscheibe, einen Coronafilter und einen grosses Panoramadach“, schwärmt Taxi-Boss Erol Normann. Den Gästen hat’s ebenfalls gut gefallen und war eine willkommene Abwechslung im tristen Shutdown-Alltag. 75 Euro kostete das mobile Drei-Gänge-Menü pro Kopf samt Getränken und Fahrpreis. Sehr praktisch dabei: Während der Gourmet-Tour konnten die Gäste an markanten Punkten anhalten und den Ausblick auf Rhein und Sehenswürdigkeiten geniessen.

Drei-Gänge-Menü auf den Rücksitzen

Weiter im Süden der Republik hat die TX-Gemeinde statt Kulinarik mehr Kultur im Sinn. Dabei will das Projekt ,,Kultur Zeit los“, eine soziale Innovation aaf die Strasse bringen. Ziel: Ein barrierfreier, ressourcensparender und klimafreundlicher Fahrservice, der ältere Menschen gemeinschaftlich zu kulturellen Veranstaltungen chauffiert. Gründerin Judtih Metz: ,,Wir zeigen damit, was Shared Mobility heisst: Fahrt teilen, Kosten teilen, Freude teilen.“ Die Initiative arbeitet seit Sommer an der Verwirklichung, umgesetzt werden soll es perspektivisch in allen grossen deutschen Städten. ,,Unser elektrisches TX-Shuttle ist wie geschaffen für eine kulturelle Ausfahrt“, versichert Martin Rada. Und der Managing Director von LEVC-Europa weiter: ,,Die serienmässig eingebaute Rampe, die Schwenktüren und starke Innenbeleuchtung machen den ‚Kultur Zeit los!‘-Trip sicher und bequem. Mit ca. 500 Kilometer Reichweite kann man zudem die Gäste ohne Reichweitenangst wieder sicher vor der Haustür absetzen.“

Aus Liebe zum TX: Das halbe Leben im Auto

Sogenannte Inklusionsfahrten mit einem TX bietet in München das Taxicenter Ostbahnhof an. Einer der Fahrer ist Ralf Büscher. Der gebürtige Rostocker steuert seinen ,,Mr. Big“ seit März 2020. ,,Einer von der allersten Sorte mit Seriennummer unter 6000 und so ziemlich allen Extras, die man bestellen kann.“ Und nicht ohne Stolz stellt er fest: ,,Der TX ist kein Sportwagen, sondern eher wie eine Kutsche oder ein kleiner Bus.“ Inzwischen fährt er das dritte TX-Modell. Hörte Nummer 2 noch auf den Kosennamen ,,Mr. Slow“, heisst das aktuelle Gefährt mittlerweile ,,Mr. Precious“. Büscher: ,,Verbringe mein halbes Leben in dem Auto, warum soll ich dazu keine enge Bildung aufbauen?“

Ähnlich grossen Gefallen am TX findet der Berliner Taxiunternehmer Serkan Demir, der sich während dees Frühjahrs-Lockdowns mit Krankenfahrten einen Namen gemacht hat. ,,Inzwischen fahre ich Gott und die Welt“, freut sich der umtriebige TX-Chaffeur. Auch sein Credo ist absolut zeitgemäss und kommt in der Hauptstadt an: ,,Ein Taxi für alle“.

Als Shuttle rund um die Uhr bestellbar

Die viefältigen Einsatzmöglichkeiten beschränken sich aber nicht auf Gourmet-Tour, Ü65-Kulturtrip oder Inklusionsfahrt alein. Im hohen Norden sorgt das Stromer-Taxi für die sichere letzte Meile. Seit mehr als drei Jahren fahren 17 Einheiten im sogenannten Ride-Sharing für die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH). Das Transportunternehmen und Partner des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) befördern auf 154 Linien jährlich mehr als 100 Millionen Fahrgäste in der Meropolregion Hamburg. Wer sein Auto stehen lassen möchte oder den letzten Bus verpasst, kann den Mitfahrdienst ,,loki“ buchen und wird kostenfrei bis zur nächsten Haltestelle oder eben nach Hause transportiert. Der TX-Shuttle für den Hamburger Westen ist rund um die Uhr per App bestellbar. Immerhin schon 215.000 Menschen haben seit dem Start diesen Fahrdienst genutzt.

Zum ,,Medienstar“ hat es der TX wiederum in den Niederlanden gebracht. In der Polit-Sendung ,,de Hofkar“ kam er als rollendes Studio zum Einsatz. Der Grund: Während der Pandemie wurden Politiker bevorzugt im Fahrzeug interviewt, weil im TX dank der seriemässigen Trennwand (hieb- und stichfest, 6 mm Polycarbonat) Fahrer und Fahrgast kimplett voneinander abgeschirmt und virensicher über das Laursprechersystem kommunizieren können. Das gilt natürlich auch für die Post-Corona-Zeit und ist zudem für immer mehr Taxifahrer ein wichtiger Sicherheitsaspekt und Schutz vor schlechtgelaunten Fahrgästen. Gleich sechs Einheiten von British Airways surren die VIPs von und zum Fluggerät, in die nächste Edellounge oder eben ins Anwesen. Wieingangs geschrieben – alles very british.

Technische Daten LEVC TX

Elektromotor

110 kW / 150 PS

Range Extende

81 kW / 91 PS

Höchstgschwindigkeit

128 km/h (abgeriegelt)

Max. Drehmoment

160 Nm

Batteriekapazität

31 kWh (Lithium-Ionen)

Gesamtreichweite

510 km

CO2-Emissionen (WLTP)

19 g/km

Batteriekapazität

83,7 kWh Netto

Länge x Breite x Höhe

ca 4,86 m x 2,04 m x 1,88 m

Preis

ab 74.726 Euro

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Skoda Octavia RS iV

Das Spitzenmodell des Octavia bringt dem Fahrer im Alltag eine bei vielen Fahrzeugen vermisste Spritzigkeit wieder zurück. Dem Nutzer von Hybrid-Technologie wird in jedem Fall eine Menge geboten.

Zweckmäsig und immer ein klein wenig billiger als seine Brüder von der Stammmarke: So kennen und lieben wir die Skoda-Fahrzeuge seit vielen Jahren. Wer auf solide Verarbeitung und schnörkellose, solide Verlässlichkeit setzt, vetraut gerne den Fahrzeugen aus Tschechien. Sie haben sich im Laufe von mehreren Jahrzehnten einen ausgezeichneten Ruf bei Familien aus dem Mittelstand erarbeitet, der auch durch Varianten des Octavia weiter genährt und gepflegt wird.

Die Ausfahrt mit dem RS-Plug-in-Hybriden zeigte aber noch weitere innere Werte eines Fahzeuges, dem man sportliche Ambitionen nicht auf den ersten Blick zutraut, obwohl ja der RS die eindeutig spritzigste Variante der Octavia-Hybrid-Modelle sein soll. Bei dem Octavia RS iV lassen sich die Fahrprofile Eco, Normal, Sport und Individual sowie mit der adaptiven Fahrwerksregelung DCC auch Comfort auswählen. Die Profile ermöglichen Einstellungen an der Lenkung sowie an der Motor- oder Getriebesteuerung.

Fährt fast wie ,,alter Hase“

Dass der RS als Limousine erst seit gut einem Jahr auf dem Markt ist, kann man eigentlich nicht so recht glauben, wenn man sich reinsetzt. Wer dann erstmal mit E-Antrieb startet und direkt losfährt, vermutet eher einen ,,alten Hasen“ unter den Plug-in-Hybriden. Gefühlt, weil man – und damit auch – inttuitiv erstmal den Sport-Modus ansteuert. Und der hatte es auf meiner Ausfahrt rund um Eppstein bei Frankfurt tatsächlich in sich. Besonders mein eingeplantes Autobahnteilstück machte Spass zu fahren. In rund 7,2 Sekunden ging es dort von 0 auf 100 km/h. Der 1,4 -TSI-Verbrenner- Motor mit 150 PS (110 kW) und der E-Motor, welcher 115 PS (85 kW) noch beisteuett, entfalten eine mehr als akzeptable Systemleistung von 245 PS, die man auf freier Strecke bestens einsetzen kann. Die wird aber nur dann abgerufen, wenn das Gaspedal komplett durchgedrückt wird (Kick down) und das Fahrprofil ,,Sport“ ausgewählt ist. Dann sind 225 km/h Höchstgeschwindigkeit drin.

Aber ehrlich mal kritisch nacgedacht: Diese Geschwindigkeit ist onehin nur noch auf wenigen Autobahn-Abschnitten im Rhein-Main-Gebiet erfahrbar. Interessanter ist da eher die Frage: Wie weit kommt man rein elektrisch?

Naja, auf der Autobahn ist rein elektrisch fahren natürlich auch möglich. Man kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 138 km/h im E-Modus. Dieses Fahrszenario geht allerdings mächtig zu Lasten der rein elektrischen Reichweite und empfiehlt sich eher nicht. Besser ist hier naturgemäss der Sportmodus geeignet.

Dynamik und Spritzigkeit zeigte sich vor allem auf den bergigen Strecken nahe Frankfurt. Im Hybridbetrieb bewertete das elektronische Steuergerät kontonuierlich die aktuelle Fahsituation. Die Regelung des Zusammenspiels zwischen Verbrenner- und Elektromotor erfolgte selbstätig. Dabei ergänzen sich beide entweder bei gleichzeitiger Nutzung oder die Elektronik aktiviert mit dem Verbrennungs- oder dem Elektromotor nur einen der beiden Motoren. Zudem gibt es im Hybrid-Modus die Möglichkeit, den Akku während der Fahrt per Rekuperation zu laden. Das machte das Modell auf der Fahrt tatsächlich bavourös und ,,spendete“auf diese Weise der Batterie zusätzlichen Strom, der die elektrische Reichweite erhöhte, bevor sie dann wieder verfahren wurde.

Technische Daten Ovtavia RS iV

Motoren

1,4 Benziner / 85-kW -Elektromotor (115 PS)

Batterikapazität

13 kWh

Höchstgeshwindigkeit

225 km/h

0-100 km/h

7,3 Sekunden

Reichweite elektrisch

maximal 64 km

Hubraum

1.395 cm3

CO2-Emissionen

kompiniert: 33 g/km

Effizienzklasse

A+++

Länge x Breite x Höhe

4,70 m x 1,83 m x 1,47m

Preis

ab 43.360 Euro

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

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