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Alex goes E – Biking

Das neue XF3 Aventure von der deutschen Fahrrad-Manufaktur HNF-Nicolai bietet High-End-eMTB-Technologie, welche selbst extremste Offroad- und Freeride-Abenteuer ermöglicht – und ist dank seiner augwogenen Geometrie und seiner Komfort-Ausstattung auch bestens für den täglichen Einsatz in der Stadt geeignet – wie ,,Elektrisiert“-Youtuber und arrive-Autor Alex Bangula kürzlich feststellte. Hier sein Bericht.

Bin leidenschaftlicher Elektroautofahrer, komme aus einer leidenschaftlichen Radfaher-Familie. Diesen Sommer konnte man beide dieser Leidenschaften gleichzeitig ausleben, denn die Gelegenheit, ein E-Bike für einige Wochen zu testen. Das war nicht irgendein E-Bike, sondern ein absolutes Premium-Produkt aus Deutschland, das HNF-Nicolai XF3.

Viele Dinge haben dieses Bike für mich besonders gemacht, fange einfach mal beim Desgin an: Das XF3 ist nämlich in meinen Augen ein echter Hingucker und zieht die Blicke auf sich wie kein anderes Fahrrad, auf dem man jemals sass. Standartmässig kommt es mit Schutzblech und Gepächträger, die hatte für den extra Touch-Coolness bei meinem Test aber nicht drauf. Auf manchen Fotos sieht man mich ohne Helm – das war nicht ganz leicht, meine Afro-Frisur da unterzubringen, auf den Videos in meinem YouTube-Kanal ,,Elktrisiert“ seht Ihr aber, dass ich den im echten Fahrbetrieb auch aufhatte.

Bin durchaus ein sportlicher Typ, doch zur Fortbewegung greife eigentlich immer zum Elektroautoschlüssel. Mit diesem E-Bike hat man richtig Gefallen an langen Radausflügen gefunden. Man kann hier zwischen 4 Betriebsstufen wählen und zugebenermassen die meiste Zeit mit der Turbo-Unterstützung (Stufe 4) und dementsprechend unverschwitzt ans Ziel kommen. Je höher die Unterstützungstufe, desto höher natürlich auch der Energieverbrauch. Reichweitenangst muss man mit dem HNF XF3 trotzdem nicht haben. Mit an Bord sind nämlich gleich 2 Akkus mit einer Gesamtkapazität von 1.125 Wh. Damit läst sich mit der maximalen Unterstützung über 100 Kilometer fahren und mit der niedrigsten sogar 200 Kilometer. Fährt man ganz ohne Unterstützung, kommt man soweit, wie einen die eigene Muskelkraft trägt. Ohne Elektroantrieb muss man aber schon sehr kravtvoll in die Pedale des 33 Kilo schweren E-Bikes treten, um ordentlich voranzukommen.

Machbar ist das, Spass macht es aber nicht mehr, ist ja auch nicht der Sinn eines E-Bikes. Auch weniger erfreulich, aber machbar, ist das Treppentragen – dankbarweise muss man das aber nur selten machen. Die beiden Akkus lassen sich leicht aus dem Alurahmen herausnehmen und sperat zu Hause laden. Die Ladezeitn pro Akku beträgt circa 4 Stunden. Dank der extrem guten Federung lassen sich Treppen auch problemlos runterfahren, und, wer’s kann, auch hochfahren: Ein Freund von mir hat es sich auch nicht nehmen lassen, das auszprobieren – hat super geklappt. Für solche Aktionen oder die Fahrt bergauf schaltet man am besten in einen niedrigen der 14 verfügbaren Gänge. Mit dieser elektrischen Schaltung geht das blitzschnell und die Schaltung bereitet richtig Freude. Das an sich schon tolle Fahrerlebnis wird noch vom Kiox-Bordcomputer unterstützt. Auf desen Farbdisplay sieht man, wie schnell man unterwegs ist, den Akkustand und im welchen Gang man gerade fährt. Zum Borcomputer gibt es noch eine Smartphone App, die einem die Fahrten mit interessanten Infos nachbereitet. Dort hat man zum Beispiel gesehen, mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit, Trittfrequenz und welchem Energieverbrauch man unterwegs war. Meine persönliche Lieblingsstatistik war definitiv die Angabe der Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h war es bergab. Und man fühlt sich trotzdem noch sicher. Das vielleicht nützlichste Feature ist ein richtiges Navi – in der App kann man seinen Zielort eingeben und dann auf dem kleinen Bordcomputer wird dann Routenführung angezeigt. Sehr praktisch.

Würde mir einzig wünschen, dass der Gestzgeber die E-Bike-Unterstüzung nicht bei 25 km/h deckelt, sondern bis zu 30 km/h erlauben würde. So hätte man noch etwas mehr Fahrspass und könnte in der 30er Zone besser mit den Autos mitschwimmen, doch dafür kann das Bike nichts.

So oder so ist das XF3 problemlos das beste E-Bike, auf dem mein Hintern je sass! Das Design ist sexy, der Antrieb kraftvoll und die Reichweite enorm. Am Bordcoumputer und der App haben sicher nicht nur technikbegeisterte Menschen Freude. Abgeschmeckt wird das Ganze dann noch mit Details wie einem extrastarken Fernlicht. Was will man mehr?

Technische Daten vom E-Bike HNF-Nichlai XF3

Motor

Bosch Performance CX

Akkus

Bosch Dual/Battery 500 WH/625 WH

Schaltung

Rohloff Speedhub 500 E14

Federgabel

Rockshox Lyric Select

Bremsen

Magura MTS

Riemeantrieb

Gates Carbon Drive

Lichtanlage

Supernova M99 Mini Pro-2

Preis

ab 9.743.03 Euro

Mehr Infos

,,Elektrifiziert“ auf nicolai.com

Quelle: Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

E – Der Citytest

Ein echter City Stromer.

Erstmals hatten wir den futurischtischen Honda e für einen längeren Praxis-Fahrtest – der Wage entpuppte sich als das meistbeachtete Auto in der Nachbarschaft im ganzen Jahr 2020.

Kurz vor der Pandemie konnte man den Honda e schon einmal einen Tag lang bei schönstem spanischem Wetter fahren und war begeistert. Daher war ich wirklich gespannt, einen Testwagen für längere Zeit auch zu Hause unter realistischen Fahrbedingungen zu bewegen. Im kalten Pandemie-Novenber war es soweit und es begann spektakulär: Da wir in einer kleinen Strasse wohnen, sorgte schon das pure Auftauchen des 18 Meter langen Tiefladers, aus dessen Bauch der Kleine Gelbe Honda dann schlüfte, für grosses Hallo. ,,Ist der niedlich“, seuftzten die Frauen aus der Nachbarschaft unisono – aber noch mehr erstaunte mich dass deren Männer den Wagen erkannten: ,,Der soll toll sein, der neue Honda e“, überraschten sie mich, noch bevor ich auch nur einen Meter gefahren war. Ein Trip durch Hamburg- Blankenese wurde dann zur Spiessruten-Fahrt, bin sicher, ein neues Ferrari-Modell oder eine neue Mercedes S-Klasse wären dort weniger aufgefallen. Dann klingelte das Telefon, mein Freund Holger war dran: ,,Ich habe mich echt gefragt, wie dieses Auto schon jetzt in unsere Gegend kommt, das kontest ja nur Du sein.“

War gerade auf dem Weg zum Hamburger Elbstrand zur Foto- und Viideo-Produktion mit dem Wagen und erst einmale in wenig geschockt, dass die Reichweitenanzeige, die nach dem nächtlichen Laden auf 100 % und 208 Kilometern gestanden hatte, sich bei 0 Grad und dem uanbdingbaren Einschalten der Heitzung und Lüftung auf 96 %, allerdings auch nur ebensoviele Kilometer, nämlich 96, zurüchbewegt hatte. Das war dann auch die Erklärung dafür, dass niemand dem Wagen in dieser Jahreszeit zugetraut hatte, die Strecke von Frankfurt nach Hamburg ohne Tieflader zurüchzulegen…

In den folgenden, ebenfalls kühlen Tagen gelang es, die Reichweite trotz Einsatz der Heizung etwas zu erhöhen, gleichzeitig erhöhte sich damit aber auch die Sicherheit, mit der man sich durch die Stadt bewegte, wie und wann man zu laden hatte und wohin man aus Reichweitengründen nicht fahren kann. Um diesen Punkt allerdings abzukürzen: Selbst in einer Flächengrossstadt wie Hamburg, in der ich im Südwesten und Oma im Nordsten lebt, kommt der Wagen auch im Winter nicht an seine Grenzen. Gut, 100 Kilometer sind nicht viel (Heizung und Lüftung sind dann praktisch die Reserve-Kilometer), aber weiter fährt ohnehin kaum ein Mensch an einem normalen Citytag, selbst dann nicht, wenn man den kleinen Akku an der Schnelladesäule vollknallt. Und seine Kilometer legt er nicht nur viel beachtet zurück, sondern mit einer lässigen Souveränität, die ihresgleichen sucht. Es bleibt bei meinem positiven Urteil über dieses Fahrzeug: unangestrengt, leise und nach einer kleinen Eingewöhnungsphase wieselflink und sehr entspannt.

Neben dem Sprachassistenen, der mir in einem Testwagen untergekommen ist (,Ok, Honda“), hatte man bald raus, wieviel von den Sieben bis neun Display am Amaturenbrett wirklich, wann, wofür man es brauchte – alle drei Rückspiegel, links, rechts und, optimal klappbar, waren Displays und bei miesen Nachtlicht besser als die Realität. Dass man die Navi- und Info-Screens auf die Beifahrerseite quasi zusammenlegen und daraus ein Aquarium mit possierlichen Fischen machen kann, ist natürlich nur Gag, aber kein anderes Auto hat so etwas! Dieser Honda e hat neben seiner Funktionalität einen Faktor, der schwer in Worte zu fassen und auch nicht mit Geld zu bezahlen ist. Er ist ein echtes Unikum, das wirklich sehr viel Spass macht, anders als andere Autos den Blick in eine individuelle automobile Zukunft wirft, in der man nicht nur nach Höchstleistungen, Reichweiten und sonstigen Rekorden schielt, sondern einfach die täglichen Einkaufs-, Büro-, Familienbesuchs- und natürlich die kleinen Lustfahrten im Umland zu einem grossen Vergnügen macht.

Technische Daten Honda e

Motor

Elektromotor

Leistung

100 kW/136 PS

Max. Drehmoment

315 nm

0-100 km/h

8,3 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit

145 km/h

Ladeleistung

bis 11 kW AC, 60 kW DC

Batteriekapazität

35,5 kWh

Reichweite WLTP

222 km

CO2-Emissionen

0

Stromverbrauch

263 kWh/100 km

Länge x Breite x Höhe

3,89 m x 1,75 m x 1,51 m

Preis

ab 34.000 Euro / 36.850 für Modell Advanced

Quelle: arrivve

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