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Autogas in der Schweiz

Opel Corsa 1,4 LPG

Bis zu 1.200 Kilometer ohne Tankstopp sind möglich

Wie schon den Kleinwagen Adam legt Opel nun auch den Corsa in einer Autogas-Variante auf. Die Anschaffung dürfte sich für Vielfahrer lohnen, denn der 1,4-Liter-Motor des Kleinwagens ist bereits ab Werk für den bivalenten Betrieb mit Benzin und LPG ausgelegt und leistet 66 kW/90 PS. Als Dreitürer werden für den Autogas-Corso 14.745 Euro fällig, mit fünf Türen kostet er 15.495 Euro.

Ein vergleichbar motoriesierter Benzin-Corsa drei Türen ist knapp 2.000 Euro günstiger und verbraucht laut Werksangabe 5,2 Litter/100 Kilometer. Der vergleichbare 1,3 Liter-Diesel mit 70 kW/95 PS verbraucht in der Norm 3,1 Liter und kostet mndestens 16.410 Euro.

Per Konpfdruck kann der Fahrer beim LPG-Corsa zwischen Autogas- und Benzinbetrieb umschalten, der Vierzylinder verwertet beides. Der Zusatzdank ist in der Reserveradmulde im Heck untergebracht, das Kofferraumvolumen bleibt davon unberührt. Bis zu 1.200 Kilometer Fahrstrecke ohne Tankstopp verspricht der Hersteller daher.

LPG-Verbrauch entspricht 113 Gramm CO2 pro Kilometer

LPG ist mit etwa 60 Cent pro Liter an vielen Tanksellen ungefähr halb so teuer wie Benzin, dafür verbraucht der Motor im Autogasbetrieb etwas mehr 16,9 Liter/100 kml, was mit der geringeren Dichte und dem geringeren Energiegehalt des Flüssiggases zusammen hängt.

Hinweise wie man auf der Homepage www.opel.ch von Opel Schweiz den Opel Corsa findet:

Die LPG-Modelle mit eingebauter ecoFlex-Autogasanlge sind abrufbar unter Fahrzteuge und aufgeführt unter ecoFlex. Es kann jedoch noch einige Zeit dauern bis das genannte Modell in die Schweiz geliefert wird den zuerst wird der Corsa LPG in Deutschland ausgeliefert bis der Markt gedeckt ist je nach Nachfrage iin Deutschland.

Ist die Zeit des billigen Öls bald vorbei?

US-Fracking-Firmen in der Kostenfalle

Frackin – das war das neue Zauberwort, wenn die Rede von neuen Methoden der Ölförderung war. Viele selbst ernannte Propheten sahen schon eine dauerhafte Niedrigpreis-Phase bei Diesel- und Benzinkraftstoff auf die westlichen Industrienationen zukommen. Doch einiges spricht dafür, dass der Zauber bald verflogen sein könnte.

Das waren noch Zeiten! Gemeint sind nicht die so genannten ,,guten alten“ Zeiten, sondern die Wochen zu Beginn des Jahres, als die Spritpreise purzelten. Der Dieselpreis näherte sich der Ein-Euro-Marke und Superbenzin lag bei 1,30 Euro pro Liter. Vorbei, vorbei. Inzwischen kletterten die Kraftstoffpreise Cent für Cent wieder nach oben, und ein Ende der dezenten, aber kontinuerlichen Preisspirale ist nicht abzusehen. Die Gründe für den plötzlichen Preisverfall waren damals vielfältig: Zum einen die stotternde Konjuktur in wichtigen Abnehmerregionen wie Europa, Russland, China und Indien, was zur Folge hatte, dass weniger Öl importiert wurde. Zum anderen, weil die USA ihre Ölgewinnung mittels Fracking massiv verstärkten und damit grosse zusätzliche Fördermengen auf den US-Markt, aber auch auf den Weltmarkt kamen. Zudem wurden in Kanada dürch den Abbau von Ölsand und Ölschiefer im Tagebau ebenfalls erhebliche Mengen gefördert, die die Weltmarktmenge weiter erhöhten. Hinzu kam dann noch, dass die OPEC im vergangenen Jahr sich nicht auf Fördermengen einigen konnte. Ausserdem sorgte ein damals stärkerer Euro dafür, dass der Preis für Rohöl – das in Dollar gehandelt wird – zusätzlich in die Knie ging.

Die Kraftstoffsituation ist heute anders als vor sechs Monaten

Heute, nur ein paar Monate später, stellt sich die Situation anders dar. Den Anfang machte die Europäische Zentralbank, die den Kapitalmarkt in Europa flutete, was dazu führte, dass der Euro gegenüber dem Dollar massiv an Wert verlor. Plötzlich mussten für ein Barrel Öl (=159 Liter) deutlich mehr Euro gezahlt werden. Und was die Förderung durch Fracking betrifft: Es wird immer deutlicher, dass sich die grossen Abbau-Unternehmen verkalkuliert haben. Für die Firmen ist es ein Teufeulskreis: Je mehr sie fördern, je mehr Rohöl also auf den Markt kommt, desto kräftiger sinkt zunächst der Ölpreis. Aber je stärker der Preis fällt, desto unretabler wird das technisch aufwendige und teure Fracking Verfahren. Ein klassisches Dilemma: Die Gesellschaften müssen fördern, was das Zeug hält, um die kostspieliegen Investionen – die zu einem grossen Teil mit Krediten finanziert wurden – wieder herein zu bekommen, doch je mehr sie fördern, desto stärker sinkt der Preis.

Experten, die sich jüngst im Wirtschaftsmagazin brandeins äusserten, gehen davon aus, das die grossen US-Fracking-Konzerne wie Continental Ressources BHP Billiton Erlöse von mindestens 42 Dollar pro Barrel brauchen, um kostendeckend zu arbeiten. Zum Vergleich: die Förderkosten für die Ölexporteure im Nahen Osten liegen zwischen 12 und 32 Dollar/Barrel. Die Saudis zum Beispiel brauchen also nur abzuwarten, bis den US-Fracking Unternehmen die Luft ausgeht. Als nämlich die Frackingförderung im grossen Still angeschoben wurde, ging man in den US-Führungsteagen noch von Preisen zwischen 80 und 90 Dollar pro Barrel aus und man nahm hohe Kredite auf, um die Expansion zu finanzieren. Kein Wunder, dass der – zumindest mitverschuldete – Preisverfall alle Kalkulationen über den Haufen warf. Inzwischen haben sowohl Continental Ressources als auch BHP Billiton bekannt gegeben, dass sie eine ganze Reihe von Bohrlöchern schliessen werden und mehrere hundert Arbeitsplätze streichen wollen.

Auch europäische Unternehmen bleiben nicht verschont: Zwar hatte der alte und neue Premierminister David Cameron noch im letzten Jahr voller Begeisterung verkündet, dass Grossbritanien durch Ölgewinnung aus Schiefergas seine Energieversorgung sichern könnte, doch es gibt derzeit nur einige wenige Testfelder, die auf ihre Ergiebigkeit überprüft werden sollen.

Was bedeutet das Szenario für den Autofahrerin Deutschland? Zunächst einmal auf jeden Fall eine hohe Unsicherheit in Bezug auf den zuküftigen Preis für Rohöl. Selbst Experten sind sich uneins, wohin die Reise geht. Detlef Brandenburg, Pressesprecher von BP/Aral zum AutoGas Journal: ,,Eine zuverlässige seriöse Prognose für den zukünftigen Ölpreis ist nicht möglich. Dafür spielen zu viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle: wie entwickelt sich die Weltkonjunktur, welche Mengen exportieren die Ölförderländer im Nahen Osten, wieviel Barrel werden in den USA und Kanada durch Fracking und Abbau von Ölsand und Ölschiefer gefördert, wie entwickelt sich der Euro gegenüber dem Dollar – um nur wichtigsten Parameter zu nennen“.

Fazit

Der Preis für Diesel und Benzin wird mittelfristig deutlichen Schwankungen ausgesetzt sein, je nachdem, wie sich einer oder mehrere der oben genannten Parameter verändern. Und es gibt nicht wenige Experten, die schon den Niedergang der Frackingförderung voraussagen. Das aber würde dazu führen, dass die USA wieder verstärkt Öl importieren müssen, mit der Folge eines deutlichen Preisanstiegs von Benzin- und Diesel-Kraftstoffen – auch in Deutschland. Eine Umrüstung des Benzinfahrzeugs wird also wieder atraktiv.

Autogasfahrer können sich also beruhigt zurücklehnen. Wie die langjährige Statistik zeigt, sind die Preisschwankungen für das onehin derzeit preiswerte Autogas deutlich niedriger als für Diesel- oder Benzinkraftstoff.

So funktionert Fracking

Beim Fracking (=Aufbrechen) werden obere, auch harte Gesteinsschichten angebort. In die Bohrlöcher wird unter sehr hohem Druck Flüssigkeit, zum Teil mit Chemikalien versetzt, hineingepumpt. Im Gestein enthaltenes Gas oder Öl werden hierdurch gelöstund nach oben gedrückt.

Umwelt Organisationen wie Greenpeace lehenen Fracking entschieden ab, da sie grosse Gefahren für Umwelt und Grundwasser sehen. Auch in Deutschland ist Fracking derzeit ein Thema. Die Bundesregierung hat gerade ein Gesetz erlassen, das Fracking unter hohen Umweltschutz-Auflagen ,,porbeweise“ möglich macht.

Eigener Kommentar:

Im Beitrag ist von einer Preiserhöhung von Diesel- und Benzin-Kraftstoffen für Deutschland die Rede was aber auch die Schweiz treffen kann. Da die Gefahr besteht das die Förderung vom Öl mit Fracking, Ölsand oder Ölschiefer sich nicht bezahlt macht und auch der Umwelt schadet. Es nur eine Frage der Zeit bis die Firmen die mit den genannten Förderungen mit Öl Pleite sind.

Im Gegensatz zu Deutschland wo das Autogas vom Staat gefördert wird mit Preiserduktion gegenüber von nicht Alternativen Kraftstoffen kann man in dieser Beziehung nur in der Schweiz davon träumen weil die Regierung im Bern in Sachen Umweltschutz Flaschen sind.

Das Betrifft auch die reduzierten Steuern für den Schadstoffaustoss von Autogas was sich in Deutschland bewährt hat.

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