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Autogas in der Schweiz

Nur gutes aus zwei Welten

Gelassen durch den Stadtverkehr – Spritzig übers Land: Der Passat Variant GTE als Plug-IN-Hybrid gibt sich alle Mühe, das Beste aus zwei Welten zu vereinen. Mit einer Lithium-Ionen-Batterie und dem 1,4-Liter-Benzinmotor weist das Fahrzeug auf jeden Fall in die richtige Richtung: Nämlich Fahrspass zu erhalten und Ökologisch das Wünschenswerte endlich anzupacken.

Wer die Welt der Digitalisierung in vollen Zügen erlebt, wird mit diesem Fahrzeug seine wahre Freude haben, erst recht, wenn er viele Auswärtstermine im Berufsleben und noch längere Fahrten mit der Familie unternehmen will. Viele Features, viele Helfer bieten sich rund um den Geschwindigkeitsmesser an und wollen genutzt werden. Die Spezial-Passat-Linie verfügt als klar positionierte Alternative zu Verbrenner-Varianten und den üblichen Verdächtigungen im Wettbewerbsumfeld, mit 160 kW / 218 PS, über ein gehöriges Quentchen Strom im Akku, ausreichen für den Stadtverkehr und die  wichtigen Besorgungen des Alltags. Mit der Batterie, die an der Haussteckdose, der Wallbox oder Ladestation mit Kabel gefüllt werden kann, verfügt das Auto über 46 bis 48 elektrische Reichweite. Das reicht erstmal, um gelassen in die City einzufahren. Dort angekommen, geht es mal nur mit Strom oder mit zugeschaltetem Verbrenner weiter. Man tut was für die Umwelt ohne Fahrfreude vermissen zu müssen.

Ausreichend Strom für die Fahrt durch die City

Die offiziellen Daten geben erste wichtige Hinweise über das Wesen dieses Teiizeitstromers. Der Verbrauch des 1.4-Liter-Verbrennungsmotors wird mit 1,7 Liter auf 100 Kilometer von VW angegeben. In unserem Test wurde diese Menge immer etwas übertroffen, da der Verbrenner in der realen Welt der Grossstadt doch noch wesentlich stärker gefordert wird als man sich das als ökologisch motivierter Fahrer wünscht. Zum Benzinverbrauch von 2,3 bis 3,6 Liter Benzin gesellt sich je nach Fahrweise der erfreulich niedrige Stronverbrauch von 10,5 bis 12,8 kWh.

Ist die Batterie dann auf langer Fahrt ohne Bremsvorgänge leer, steigt der Verbrauch merklich auf 4,1 bis 7,8 Liter. Sinnvoll ist’s also, tatsächlich viel und lange mit Strom zu fahren.

Udas geht besonders gut im Elektro-Modus (,,E-Mode“), bei dem die Leistung der Batterie zuerst vollständig aufgebraucht wird, allerdings durch jeglichen Bremsvorgang auch immer wieder ein wenig nachgefüllt wird, so dass wir das teure Benzin eine Zeit lang ignorieren konnten.

So etwa 2 bis 3 Kilometer an Elektro-Reichweite trugen wir gemächich immer mit durch die City. Wohlgemerkt nur, wenn eine ausreichende Anzahl an Ampeln und Fahrzeugen zum Entschleunigen oder gar Bremsen animierte. Die Anfahrt bis ca. 30 km/h wurde dabei überwiegend elektrisch absolviert, danach schaltete sich der Verbrenner zu, auch hier unterschiedlich stark je nach Beschleunigungsgrad und Länge. Das alles geschieht sanft und geräuschlos im Hintergrund, vorausgesetzt man beobachtet das Ganze niicht ständig auf dem Display und lässt sich hierdurch nicht ablenken.

Natürlichis es besser, in ausschliesslich batteriegeladenem Zustand zu fahren, denn das ständige Nachladen während des Fahrens geht mittel- bis langfristig auf Kosten des Benzinverbrauch, der bei diesem Fahrzeug ja nicht gewollt ist.

Die Batterie liefert 85 kW. In Kombination mit weiteren 115 kW des Vierzylinder-Motors erreicht man eine beachtenswerte Power. Damit ist für reichlich Fahrspass gesorgt, der Wechsel der zwei Motoren und des Getriebes ist im Übergang ruhig und geschmeidig, was meistens der Fall ist.

Üperhaupt die Batterie: Mit Fahrzeugeigenem Ladekabel und in tatsächlich leerem Zustand müssen wir zirka viereinhalb Stunden an der Garagenstckdose warten, bis 47 Kilometer angezeigt werden. An einer extra an Haus oder Garage installierten ,,Heimladestation“ – auch Wallbox genannt – oder sonstigen externen Stationen geht’s dann wesentlich schneller. Wir laden an einer Box in der Nachbarschaft. Wartezeit: nur noch zweieinhalb Stunden.

Jede Menge Helfer für die zügige Fahrt

Beindruckend ist die grosse Menge an Helfern, die das Fahren schöner und genussvoller machen, an die man sich aber auch erstmal gewöhnen muss. Allen voran das Infotainment-System und das Doppelkupplungsgetriebe DSG. Es verfügt über zwei Fahrprogramme: den Normal- und den Sportmodus. Im Sportbetrieb fährt das DSG weiter aus und schaltet bei Bedarf früher zurück. Die Gänge können jedoch auch manuell geschaltet werden. Besonders sportlich ist das über den Tiptronic-Schalter am Multifunktionslenkrad möglich. Das Kuppeln erfolgt jedoch immer vollautomatisch. In der höchsten Ausstattung, die wir fahren, bleibt tatsächlich kein automobil erfüllbarer Wunsch unberücksichtigt. Egal, ob es die Geschwindigkeitsbegrenzungsanlage, die Fussgängererkennung, der Spurhalteassistent oder Parkpilot ist. Nicht zu vergessen Umgebungsansicht, Spurwechselassistent oder Umfeldbeobachtungssystem. Wer ein wenig Routine mit der Nutzung hat, kann ruhig und entspannt durch den alltäglichen Verkehr dahingleiten. Wer die Helfer einfach nur in Ruhe für sich arbeiten lassen möchte, ist mit dem ,,Normal“-Modus immer noch gut bedient. Auch damit lässt sich immer noch viel Benzin sparen.

Fazit

Am Ende uneres Tests schauen wir nochmal zufrieden auf das Fahrzeug. Wichtig: Die Batterie mit Ihren 9,9 kWh sollte schon ausreichend geladen sein, damit sich den Verbrenner bei seiner Arbeit in der Stadt – und noch stärker auf freier Strecke auf der Autobahn oder Landstrasse – bestens unterstützen kann. Dann sind die Fahrleistungen und vor allem der Verbrauch in Kombination erstaunlich geldbeutelschonend.

Die Features und Helferchen, aber auch die 9,9 kWh grosse Batterie mit der 85 kW starken Elektromaschine samt 1,4-l-Ottomotor bilden ein kompaktes Energiepaket für die zeitgemässe Fortbewegung. Die Batterie reicht aus, um die täglichen Fahrten zur Arbeit oder zum Supermarkt lässig zu bestehen. KLeiner Wehrmutstropfen sind auf den ersten Blick die Anschaffungskosten. Die liegen für das Neufahrzeug bei mindestens 45.520 Euro und sind anspruchsvoll, sinken aber erheblich durch die von VW gewährten Prämien. Konkret bedeutet das: Bei Anschaffung eine neuen Volkswagen und gleichzeitiger Verschrottung eines alten Diesel-Fahrzeugs jeder Marke mit Abgasnorm Euro 4 oder älter werden beim Neufahrzeugkauf bis 31.12.2017 rund 9.785 Euro abgezogen. Ähnlich hohe Prämien sind beim Kauf anderen VW-Fahrzeuge drin. Kostenmindernd kommt dann noch der staatliche Anteil am Umweltbonus in Höhe von 1.500 Euro (beim Passat GTE) dazu, so dass der Neufahrzeugpreis erheblich sinkt. Positiv obendrauf kommt dann noch die niedrige Kfz-Steuer.

Das Fahrzeug weist den Weg bei VW in Richtung Elektromobilität und markiert den technischen Übergang zwischen Verbrenner und Stromer. Wenn jetzt noch die Reichweite der VW-Batterien weiter zunimmt, das Laden an sich kürzer wird und die Menge der Ladepunkte in Deutschlsnd weiter ansteigen wird, dürfte VW in Zukunft vom Elektrobom stark Profitieren.

Angaben über den Passat Variant Plug-in-Hybriyd:

Fahrzeug/Klasse:

Kombi (6-Gang Automatik Doppelkupplung)

Antrieb:

Hybrid (1,4-Liter-Trubo-Benziner + Elektromaschine)

Hersteller:

Volkwagen

Leistung:

Benzinmotor 156 PS (115 kW)

Elektromaschine: 85 kW (115 PS): Systemleistung 218 / 160 kW

Reichweite Elektromaschine:

(Herstellerangabe) 50 km

Reichweite Elektromaschine:

(Test) gesamt 47 km

0 auf 100 Km/h:

7,6 s

Höchstgeschwindigkeit:

225 km/h

Kraftstoff:

Strom, Benzin

Leergewicht/max:

Zuladung (in kg) 1.735/515

Länge/Breite/Höhe:

in m 4,76/1,83/1,51

Stauraum:

483 bis 1.613 Liter

Wichtiges Zubehör:

Ladekabel für Wecheselstrom-Ladestation

Besonderheiten:

Parkpilot, Umfelbeobachtung, Stadt-Notbremsfunktion, Müdigkeitserkennung ABS, ASR, automatische Distanzregelung, elektronische Differentialsperre, Spurhalteassistent, Rückfahrkamera, Verkehrszeichenerkennung

Website für weitere Informationen:

arrive-magazin.de oder volkswagen.de

Preis:

25.250 Euro (Grundausstattung)

arrive Bewertunasystem:

VVVV

Quelle:

arrive: Das Automagazin für die Zukunft der Mobilität

Alternative Antriebe

Elektro? Oder was kann ich noch Kaufen?

Sie sind auf der Suche nach einem Fahrzeug, das nicht mehr nur mit Benzin oder Diesel ausschliesslich fährt. Wissen aber nicht, was es sein soll und ob es zum Medienbeherrschenden Elektro-Fahrzeug noch andere Alternativen gibt? Kein Prtoblem. Wir erläutern  was es am Markt sonst noch gibt und wann ein Elektroauto für Sie geeignet ist.

Elektroauto:

Medienbeherrschend ist derzeit das Elektroauto, auch manchmal Stromer oder Vollelektroauto gennant.

Modellangebot: Die Bestseller im Volumensegment heissen Renault, Zoe, BMW i3, E-Golf und Nissan Leaf. In der Luxusklasse ist Tesla Model S das beliebteste E-Auto derzeit.

Vorteil: Kein Ärger mit NOx, kein Problem mit Feinstaub und lokalen CO2-Ausstoss gibt es ebenfalls nicht.

Nachteil: Die Autos sind noch relativ teuer, die Reichweite ist noch eingeschränkt, das Angebot ist noch klein, wird aber derzeit ausgebaut.

Kosten: Der Aufpreis gegenüber vergleichbaren konventionellen Modellen liegt oft oberhalb von 10.000 Euro. Die E-Auto-Förderung in Höhe von 4.000 Euro gleicht das nur teilweise aus. Viele Hersteller gewähren darum zusätzliche Prämien und Förderungen. Wer günstig an Strom kommt – etwa beim Arbeitgeber – tut ebenfalls etwas für die Amortisierung.

Erdgasauto:

Modellangebot: Wird ebenfalls aktuell ausgebaut, ist aber noch dünn: vor allem der VW-Konzern mit den Marken will seine Palette ausbauen, um seinen CO2-Flotenausstoss im möglichen Post-Diesel-Zeitalter zu drücken. Wer jetzt kaufen will, kann ausser bei Audi und VW bei Opel, Fiat, Seat und anderen schauen, oberhalb der Kompaktklasse oder im SUV-Bereich gibt es aber keine Angebote.

Vorteil: Erdgasmortoren vereinen Vorteile von Diesel und Benziner, stossen 18 % weniger CO2 aus als Letztere und 90 % weniger Stickoxide als Erstere. Zudem ist Erdgas günstig.

Nachteil: In Deutschland gibt es nur 865 Tankstellen, unglücklicherweise ist gleichzeitig die Reichweite von Erdgasautos noch gering, was dazu führt, dass längere Reisen gut geplant werden sollten.

Kosten: Der Aufpreis für den Erdgasmotor ab Werk beträgt grob gerechnet 3.000 Euro, die Nachrüstung ist theoretisch möglich, aber nicht wirtschaftlich. Wer ausschliesslich im Gas-Modus und nicht im Benzienbetrieb fährt, kommt bei einer Kilometerleistung oberhalb von 10.000 pro im Jahr in der Gesamtkostenbilianz häufig bereits günstiger weg als mit einem Benziner oder Diesel. Mit steigender Fahrleistung wächst das Sparpotenzial. Der Erdgasantrieb ist nicht zuletzt bei Kleingewerbebetreibenden beliebt – auch weil diese sich nie weit von der heimischen Gastankstelle entfernen.

Autogas / LPG

Modellangebot: Hersteller wie Opel, Kia und Ford bieten ausgewählte Modelle mit werksseitig eingebautem Autogasantrieb an, meist Klein- und Kompaktwagen. Gängig war in den vergangenen 10 Jahren vor allem auch die Umrüstung, die für viele Modelle mit Ottomotor verfügbar ist.

Vorteil: Autogas (LPG) ist günstig und vielerorts verfügbar. CO2 -und NOx-Ausstoss sind im Vergleich niedrig. Bei einer geplanten Einrüstung einer Autogasanlage in den Benziner muss die ausführende Werkstatt über geschultes Personal verfügen.

Nachteil: Längst nicht jeder Motor lässt sich umrüsten. Diesel prinzipiell nicht, moderne Direkteinspritzer machen ebenfalls Probleme, da sie mit der Autogastechnik oft nicht harmonieren. Dazu kommen (geringfügige) Leistungseinbussen im Gas-Betrieb und der Platzbedarf für den zusätzlichen Tank, der meist die Reserveradmulde füllt.

Kosten: Die Umrüstung auf Autogas kostet je nach Modell zwischen 1.800 und 3.500 Euro, bei Autogasautos ab Werk liegt der Aufpreis gegenüber vergleichbaren Benziner meist noch etwas höher. Trotzdem lohnt sich LPG, vor allem für Vielfahrer. Oder wenn das eigene, ältere Auto als Beziner zur Kostenfalle zu werden droht, weil es viel Benzin braucht.

Hybridauto:

Modellangebot: Die deutschen Hersteller haben den Hybrid zuerst zugunsten des Diesels, später für den Plug-in-Hybrid, links liegen lassen. Das Neuwagengebot umfasst sehr stark asiastische Modelle wie Toyota Prius, Kia Niro und Hyundai loniq. Es gibt auch einige Modelle von deutschen Premiumherstellern oder US-Firmen. Das Angebot wird in den kommenden Monaten in jedem Fall stark wachsen, auch in Form der neuartigen 48-Volt-Hybride.

Vorteil: Die Hybridtechnik ist ausgereift und bewährt, Anwendung und Bedienung sind simpel, das Sparpotential ist vor allem im Stadtverkehr gegeben.

Nachteil: Der Fahrspass ist etwas eingeschränkt, auch wenn die Modelle mittlerweile deutlich dynamischer sind als noch vor wenigen Jahren. Und wer viel Autobahn fährt ist nicht viel effizienter als mit einem normalen Benziner unterwegs.

Kosten: Das Preisniveau von Hybriden liegt mittlerweile ungefähr auf dem Niveau vergleichbarer Dieselfahrzeuge. Auch beim Verbrauch erreichen sie rein megenmässig in der Praxis vergleichbare Werte, benötigen aber dabei den teureren Kraftstoff. Die Fixkosten fallen hingegen wieder gering aus. Vor allem die Wenigfahrer dürften sogar in vielen Fällen günstiger wegkommen als mit einem Diesel.

Plug-in-Hybrid-Auto:

Modellangebot: Wächst stetig. Der Hybrid (Doppelantrieb aus E-Motor und Verbrenner) mit Stecker gilt bei vielen Herstellern als Brückentechnologie zur Elektromobilität. In der Regel werden Limousinen und SUV mit dem Mix aus Hybrid- und E-Antrieb ausgestattet, aktuell kleinstes Modell ist der Golf GTE.

Vorteil: Plug-in-Hybride können rein elektrisch fahren – wenn meist auch nur bis 50 Kilometer. Zudem bietet der Doppelantrieb sehr dynamische Fahrleistungen.

Nachteil: Plug-in-Hybride sind ,,Kompromisfahrzeug“, haben im Grunde immer ein Motor zu viel an Bord. Die Anschaffungskostensind in Relation zu dem geringen Einsparpotenzial sehr hoch.

Kosten: Elektrofahrzeuge sind oftmals noch etwas teurer als Standartmodelle. Prämien von Herstellern und vom Bund senken den Preis. Wer den dann über die Betriebskosten reinfahren will, sollte regelmässig Strom tanken – möglichst güstig oder umsonst. Wer dann aber Benzin tankt, schleppt den grossen Akku unnötig durch die Gegend.

Anmerkung: Da es derzeit drei alltagstaugliche Brennstoffzellenfahrzeuge am Markt gibt, verzichten wir zum jetzigen Zeitpunkt auf die Darstellung dieser Technologie.

Quelle: arive

Das Automagzin für die Zukinft der Mobilität

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