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Autogas in der Schweiz

Pragmatisch…, Praktisch…, Prima…

Heimlich still und leise mausert sich Kia zur starken Umwelt-Marke – schneller konnte kein Hersteller innerhalb eines Jahres seinen Flotten-CO2-Austoss senken. Arrive fuhr den auf den ersten Blick wenig spektakulären Niro-Hybrid – und war angetan.

Zumindest als Umwelt-Marke hat man die Koreaner von Kia noch nicht so auf dem Zettel – auch wenn der Kleinwagen Picanto und der populäre SUV Sportage nicht gerade als Spritschlucker bekannt sind. Aber wer weiss schon, dass deren aktuelle Elektro-Offensive ihnen in Deutschland bereits den zweiten Platz auf der Hybrid-Rangliste hinter Toyota beschert hat und gleichzeitig die Flotten-CO2-Gesamtbelastung signfikanthat senken können? Im Januar 2018 wurden in Deutschland bereits knapp 2.900 Plug-In-Hybrid verkauft, ein Fünftel davon kommt von Importeuren, ein Drittel davon von Kia.

Einen dieser Plug-In-Hybrid hatten wir vor einigen Wochen im Test, den neuen Niro. Das spannende an diesem Auto ist, das alles ist, was man sich heute wünscht: Kombi gefällig? Klar, über 1.300 Liter Platz. SUV? Ebenfalls, wenn auch nur ein kleiner, eher ein Crossover – ohne Allrad. Diesel oder Beziner? Die gibt es gar nicht erst, denn die Elektrifizierung ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für den Niro, der sich übriegens eine Plattform mit den Konzernbruder Hyundai Kona teilt – die reinen Elektro-Versionen beider Fahrzeuge sind nur für den Sommer 2018 avisiert.

Zurück zum Wunschkonzert: Zunächst einmal weiss man ja, dass man nicht in ein teures Premium-Fahrzeug einsteigt, wenn man die Türen des 30.000 Euro-Gefährts öffnet. Obwohl ja wiederum klar ist: Dieses Auto ist kein abgespeckter Kia-Sportage und schon gar kein aufgeblasener Kia-Soul – es ist eine völlige Neuentwicklung mit eigenem Charme. Und so wenig spektakulär dieses Fahrzeug auf den ersten Blick erscheint, so ansprechend ist es, wenn die Tür ins Schloos fällt. Denn man sitzt in einem durch und durch erwachsenen Auto und der Blick auf das Instrumemtenpanel signalisiert sofort Vertrautheit und schliesslich die – für viele im ersten Moment sicher ungewohnte Kraft der zwei Herzen, also Motorisierungen. Der Aufbau dort ist nämlich einfach und klar, man weiss sofort, woran man ist, wie weit man mit dem jeweiligen Energievorrat noch kommt, ob man gerade im optimalen Mudus fährt und wie das mit der Rekuperation denn nun wirklich funktioniert.

Reichweite immer im Blick

Immerhin muss man sich jedes Plug-In-Hybrid-Fahrzeug erst einmal mühsam erschlissen, denn sämtliche kompinierten Verbrauchswerte, die Hersteller angeben, sind in der Praxis niemals zu erreichen, erst recht nicht auf den ersten, sagen wir 1.000 Kilometern, die man damit unterwegs ist. So war es auch mit diesem Testwagen bei dem man tatsächlich dank dieser einfachen und hervorragend abzulesenden Instrumente immer im Blick hatte, wie viel Bezin oder Strom exakt man gerade verbrauchte, sparsam fuhr oder beim Bergabrollen, Bremsen oder gar beim Gasgeben rekupierte. Und siehe da: Sowie dieses Grundverständnis der Funktionalität eines solchen Prinzips da ist, fährt man sparsamer. Und wenn man sich daran ein wenig gewöhnt hat, das Erfassen der instrumentellen Daten gleichsam automatisch geschieht und die Konzentration nicht mehr beeinflusst – in diesem Moment beginnt der echte Spass!

Mehr Auto braucht keinerI

In diesem Sinn ist der Kia Niro ein ganz tolles Auto und es ist wirklich müssig, hier im Vergleich mit anderen Fahrzeugen Haare in der Suppe finden zu wollen oder gar an den Fahrleistungen zu zweifeln. Natürlich befeuert eine Systemleistung von 141 PS (96 per Benzin und 44 elektrisch) keinen Sportwagen und ebenso selbstverständlich sind diese Pferdestärken für jeden, wirklich jeden Alltagsbetriebin in Deutschland, sei es in einer Grossstadt, auf der Landstrasse oder auf der Autobahn, vollkommen ausreichend. Und es ist ein Segen zu wissen, das man auf Wunsch eine Pendler-Tagesdistanz von sagen wir 2 x 20 Kilometern voll elektrisch zurücklegen kann – vom elektrischen Kichdown zum coolen Ampelstart raten wir da trotzdem ab – kostet Saft. Ausserdem setzt das voraus, das man den Wagen nachts an der Steckdose parkt, am besten zuhause, auch wenn es da ein paar Stunden dauert, die meisten schlafen da ohnehin.

Uund wir haben ja die Möglichkeiten der anderen Fahr-Modi, mittels derer man ohne Zwischentanken locker vom Testort Hamburg zur Kia-Zentrale nach Frankfurt fahren kann- auf Wunsch, wie oben dargestellt, mit Spass am Sparen für wirklich kleines Geld. Die Aussstattung dieses Fahrzeugs ist auf dem Stand der Technik eines Plug-In-Hybriden von 2018, und was an Assistenten nicht schon serienmässig verbaut wurde, kann man nachordern, natüurlich gibt es hier Spurhalte-Assis, Müdigkeitserkennung und autonome Notbremsungen, selbstverstänlich.

Fazit für Optimisten: Mehr Auto braucht es heute nicht, man ist (teil)elekrtisch, (teil)autonom und (tei)ökologisch unterwegs. Pessimisten würden vielleicht sagen, unspektakulär, zu unsportlich oder zu unelektrisch. Zum Glück bin ich ein Optimist!

Technische Daten Kia Niro 1,6 Hybrid

Motor

Vierzylinder Ottomotor 1,6 l

E-Motor mit Lithium-lonen-Polymer-Batterie

Leistung: 96 PS Benzin plus 45 PS elektro

max. Drehmoment: 65 Nm bei 1000 U/min

Höchstgeschwindigkeit

172 km/h

0 – 100: 18,6 Sekunden

Strom-Verbrauch: 9,8 kWh/100 km

CO2-Aussstoss: 29g/km

Schadstoffklasse: Euro 6

Länge: 4,355 m   Breite: 1,805   Höhe: 1,535 m

Radstand: 2,700 m

Leergewicht: 1.594

Ladevolumen: 324 bis 1322 l

Preis ab: 32.350 Euro

Quelle:

arrive

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