Autogasfahrer.ch

Autogas in der Schweiz

Lange Wartezeiten? Kein Problem.

Hinweis zu der Liste die sich nach dem Beitrag von Gebrauchten E-PKW befindet:

Die erwähnte Liste ist nur für Deutschland aktuell. Wie es jedoch in der Schweiz aussieht mit gebrauchten E-PKW sind keine Informationen vorhanden. Die Preise in Deutschland für Gebrauchte E-PKW sind zum Teil zu hoch den für diesen Preis, besonders in Deutschland bekommt man für dieses Geld ein LPG-PKW ab Werk mit einer eingebauter Autogasanlage und das Netz im Gegesatz zur Schweiz von Autogastankstellen ist flächenteckend.

Einfach einen gebrauchten Kaufen!

Trotz Begeisterungspotenzial und Wachsender bliebtheit bleiben die Stromer noch in der Minderzahl. Viele potenziale Käufer schrecken vor allem die hohen Neuwagenpreise und lange Wartezeiten auf ein Auto ab. Doch die E-Autos müssen nicht Teuer sein, denn mittlerweile gibt es auch eine grosse Auswahl Stromer aus zweiter Hand. Die Risiken für Käüfer sind in der Regel gering.

Viele werden bereits für vierstellige Beträge angeboten. Und wer in den Online-Autobörsen nach gebrauchten Autos mit Elektroantrieb sucht, wird mittlerweile mehrere tausend Angebote finden. Weniger als 10 % der E-Mobile aus zweiter Hand sind älter als fünf Jahre. Und selbst die Betagteren weisen in der Regel Laufleistungen auf. Ebennfals nur gut 10 % haben mehr als 50.000 Kilometer auf dem Tacho. Doch selbst hohe Laufleistungen müssen nicht abschrecken, denn in Elektroautos stecken grundsätzlich viel weniger Verschleissteile als konventionell getriebenen Fahrzeugen. Zahnriemen, Kupplung oder Auspuff? Solche  Problemzonen gibt es bei den Stromern nicht. Und dank der meist starken Rekuperation, also der Stromrückgewinnung durch die Motorbremse, halten zum Beispiel Bremsanlagen länger als bei Autos mit Verbrenner. Lediglich die Batterie gilt als ein mit gewissen Risiken behaftetes Bauteil, allerdings keineswegs als Mängelherd. Die meisten Hersteller behaupten, dass deren Haltbarkeit auf die Fahrzeuglebensdauer ausgelegt ist. Wahrscheinlich dürften auch 15 oder 20 Jahre möglich sein. Bislang gibt es noch kein Modell, beim dem sich der Stromspeicher als problemanfällig erwiesen hätte. Zelldefekte gelten bislang über alle Hersteller hinweg als sehr selten.

Was allerdings bei allen E-Autos gleich ist: Mit zunehmenden Alter altern die Akkus. Dieser Ermüdungseffekt wir vor allem von der Häufigkeit der Ladezyklen beeinflusst. Mitsubishi, das mit dem Electric Vehicle das älteste Volumenmodell im Markt hat, rechnet damit, dass bei täglichem Laden ein Akku 2,5 % seiner Leistung pro Jahr verliert. Insofern sollten Batterien selbst bei zehn Jahren alten Fahrzeugen noch über gut Dreiviertel iherer Ursprungskapazität verfügen. Das schränkt die Reichweite ein, mehr aber nicht. Sollten die Reichweitenverluste deutlich höher ausfallen, können diese oft durch eine sogenannte Konditionierung, dabei handelt es sich um eine Glättung der Zellenspanungen, zumindest teiweise wieder verringert werden. Sollten tatsächlich einmal Zellendefekte auftreten, kann man diese je nach Modell und Hersteller für vergleichsweise kleines Geld auch reparieren lassen.

Die Akkus halten länger als alles andere

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor dem Kauf  eines gebrauchten Stromers den Zustand der Batterie bei einer Fachwerkstatt prüfen lassen. Mit Hilfe von Datenauslesegeräten lässt sich leicht ermitteln, wie es um den Stromspeicher bestellt ist. Definitiv risikolos ist der Kauf von E-Autos, deren Batterien von den Herstellern gemietet werden. Under anderem Renault, Nissan oder Smart haben solche Modelle verkauft.

Für die Miete muss man einen Monatsbetrag entrichten, der, abhängig von verschiedenen Variablen, zwischen 30 und 140 Euro liegen kann. Das Gebrauchtschnäppchen nervt dann zwar mit den Folgekosten des Batterieleasings, allerdings muss der Hersteller eine defekte Batterie kostenlos tauschen. Sollte tatsächlich ein Akku schlappmachen, muss man den ohnehin eher unwahrscheinlichen Fall eines wirtschaftlichen Totalschadens aufgrund eines Batteriedefekts nicht fürchten.

Einige Daten über die gebrauchten E-PKW die in Deutshland erhältlich sind:

Mitsubishi l-MIEV

Kleinstwagen: Fünftürig, viersitzig

Gewicht: 1.110 Kg

Marktstart: 2010

Modellpflege: 2012 und 2014

Leistung: 49 kW/68 PS

Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Batteriegrösse: 16 kWh

Reichweite: 150 Kilometer/160 km ab 2014

Verbrauch: 13,5 kWh

Aktueller Neupreis: (Citroen C-Zero) 21.800 Euro

Gebrauchtpreis: ab rund 7.000 Euro

Batteriemiete: keine

Nissan Leaf

Kompaktwagen: Fünftürig, fünsitzig

Gewicht: 1.520 Kg

Marktstart: 2011

Modellpflege: 2013 und 2015

Leistung: 80 kW/109 PS

Höchstgeschwindigkeit: 144 km/h

Batteriegrösse: 24 kWh

Reichweite: 175 Kilometer/160 km ab 2014

Verbrauch: 15 kWh

Aktueller Neupreis: (Generation 2) 31.950 Euro

Gebrauchtpreis: ab rund 10.000 Euro

Batteriemiete: optional 99 bis 142 Euro im Monat

Renault Zoe

Kleinwagen: Fünftürig, fünfsitzig

Gewicht: 1.502 Kg

Marktstart: 2013

Modellpflege: 2015 und 2018

Leistung: 43-45 kWh/63-67 PS

Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h

Batteriegrösse: 22/41 kWh

Reichweite: 210 Kilometer/240 ab 201

Verbrauch: 13,3-14,6 kWh

Akuteller Neupreis: (Citroen C-Zero) 21.900 Euro

Gebrauhtpeis: ab rund 8.000 Euro

Batteriemiete: 59 bis 119 Euro im Monat

BMW i3

Kleinwagen: Fünftürig, viersitzig

Gewicht: 1.270 Kg

Marktstart: 2013

Modellpflege: 2017

Leistung: 125-135 kWh/170-183 PS

Höchstgeschwindigkei: 150/160 km/h

Batteriegrösse: 18,8/27,3 kWh

Reichweite: 170-312 km

Verbrauch: 12,3-14,3 kWh

Aktueller Neupreis: 37.550 Euro

Gebrauchtpreis: ab rund 20.00 Euro

VW E-Golf

Kompaktwagen: Fünftürig, fünfsitzig

Gewicht: 1.615 Kg

Marktstart: 2014

Modellpflege: 2016

Leistung: 85-100 kWH/115-136 PS

Höchstgeschwindigkei: 140/150 km/h

Batteriegrösse: 24,2/35,8 kWh

Reichweite: 190-300 km

Verbrauch: 12,7 kWh

Aktueller Neupreis: 35.900 Euro

Gebrauchtpreis: ab rund 19.000 Euro

Bateriemiete: keine

VW E-Up

Kleinstwagen: Fünftürig, fünfsitzig

Gewicht: 1.229 kg

Markststart: 2013

Modellpflege: 2017

Leistung: 60 kW/82 PS

Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Batteriegrösse: 18 kWh

Reichweite: 160 Kilometer

Verbrauch: 11,7 kWh

Gebrauchtpreis: ab rund 14.000 Euro

Batteriemiete: keine

Smart Fortwo

Kleinstwagen: Viertürig, fünf + zweisitzig

Gewicht: 900 kg

Länge: 2,70 Meter

Marktstart: 2012

Leistung: 55-60 kWH/75-82 PS

Höchstgeschwindigkeit: 125-130 km/h

Batteriegrösse:17, 6 kWh

Reichweite: 145 Kilometer

Verbrauch: 15,1 kWh

Gebrauchtpreis: ab rund 6.000 Euro

Batteriemiete: 65 Euro im Monat

Tesla Model S

Oberlklsse Limosine: Viertürig, fünf + zweisitzig

Gewicht: 2.000 Kg

Marktstart: 2012 und 2014

Leistung: 175-396 kWh/235-539 PS

Höchstgeschwindigkeit: 180-250 km/h

Batteriegrösse: 40-100 kWh

Reichweite: 260-632 Kilometer

Verbrauch: 22-23,5 kWh

Aktueller Neupreis: 69.990 Euro

Gebrauchtpreis: ab rund 45.000 Euro

Batteriemiete: keine

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Klassiker-Comeback: Schwalbe unter Strom

Ihre Charakteristischen-Design-Merkmale hat Sie immer noch: Die übergrossen Reifen, das geriffelte Heckteil, den runden SAcheinwerfer und die Blinker am Lenker, aber ein bisschen Markanter ist Sie geworden – Die legendäre Schwalbe, die mit der schon Generationen von Jugendlichen und Jungen Erwachsenen gefahren sind.

Mit modernem Qutfit hat die Müncher Firma Govecs ihr neues Leben eingehaucht und beflügelt so eine Brance, die vom Elektro-Boom der Zweiräder pofitiert. Gemeinsam mit dem Technologiepartner Bosch hat Govecs ein leistungsstarkes Antriebssystem eingebaut. Innerhalb von fünf Sekunden erreicht die Elektro-Schwalbe die Maximalgeschwindigkeit von 43 km/h. In der ersten Ausführung ist sie somit auch mit einem üblichen KFZ-Führschein zu fahren. Voll aufgeladen kommt sie auf eine stattliche Reichweite von bis zu 120 Kilometer.

Um den Roller jederzeit laden zu können, hat er ein integriertes, fünf Meter langes Kabel mit Schukostecker, das sich unter dem Sitz versteckt. Aufladen lässt sich die Schwalbe an jeder Haushaltssteckdose. Und lange muss man nicht warten, bis man wieder lossausen kann: Nach zirka eineinhalb Stunden ist der Akku wieder zu 50% geladen, nach viereinhalb Stunden vollständig.

Konfiguration und Online-Bestellung

Sollte es mal Probleme mit Einzelteilen oder der Technik geben, ist der Service nicht weit entfernt. Bei Anruf kommt er sogar direkt nach Hause und geht dem Porblem akribisch nach. Gleiches gilt auch für jährliche Inspektionen, die daheim ebenso bequem abgehakt werden kann. Damit sind also nervige Werkstattbesuche für Schwalbe-Fahrer kein Thema. Intressenten können die Schwalbe über offiziellenOnline-Shop unter www.myschwalbe.com konfigurieren und kaufen. Zur Auswahl stehen verschiedene Design- und Technikoptionen: zum Beispiel fünf Farbvarianten (gelb, grün, blau, schwarz, weiss) und ein ABS-System. Der Basispreis für die aktuell angebotenen Moped-Variante liegt bei 5.390 Euro.

Fans der Marke können übriegens sich aber richtig auf den Sommer freuen, denn dann kommt die noch leistungsstärkere, so gennante 1.3e-Version auf den Mark. Die dann als klares Leichtkraftrad konnziperte E-Schwalbe kommt dann auf runde 90 km/h und hat 123 Kubikzentimeter Hubraum. Die reine Motorleistung verdoppelt sich damit gegenüber der Vorgängerversion auf acht kW. Der Basispreis liegt bei 6.900 Euro.

Hinweise wegen der Lieferung in die Schweiz:

Für Schweizer Besucher auf dieser Seite den aufgeführten Link benützen wenn Interesse vorhanden ist um abzuklären ob auch die E-Schwalbe in die Schweiz geliefert wird.

Das Hauptproblen könnte sein wegen der Repraturen und den Inspektionen und darum kann es sein das die E-Schwalbe nicht geliefert wird in die Schweiz.

A New Contryman in Town

Vorne Sprit, Hinten Strom – Arivve Mitherausgeber Volker Andres  wollte herausfinden, ob der Intelligente Allradantrieb von BMW auch im Countryman SE 4ALL Sinn macht.

In den besten Wohnviertel von Frankfurt am Main steht vor fast jedem schmucken Einfamilienhaus ein Mini als Zwei- oder Drittwagen – zusätzlich zum bulligen SUV und/oder zum sportlich-schicken Statussympol mit Imponier-Charakter. Mit solch einer Flotte ist man für fast jeden möglichen automobilen Ausflug gerüstet – in Stadt und Land.

Wenn einen in dieser Situation die Sinnsuche überkommt und man sich deutlich umweltbewusster bewegen will und dann das Investionsvolumen für Autos  auch noch reduzieren will – ja, dann gibt es nur eine Lösung, mit der man am Ende des Tages auf wirklich nichts verzichten muss: Der Mini-Countryman SE 4All.

Bei diesem Fahrzeug haben die Ingenieure von BMW einen Crossover auf den Markt gebracht, hinter dessen sperrigen Namen sich ein allradelender Plug-in Hybrid verbirgt, und zwar genau der, der auch im BMW 225xe Active Tourersein Tagewerk verrichtet. Dank des klassisch spritbetriebenen Frontmotors mit 3-Zylindern und 136 PS und einem zusätzlichen E-Motor mit 65 kW und einer 7,6-kW-Batterie im Heck wird das Fahrzeug zum Crossover mit 4-Rad-Antrieb und Insgesamt 224 PS. Dabei ist auch rein elektrischer Fahrbetrieb möglich, in diesem Fall wird der Mini zum Hecktriebler.

Der Countryman liebt das Landleben

Hierbei erfolgt die Verteilung der Kräfte effizient und geschmeidig. Das Zusammenspiel zwischen Benziner, der leisen E-Maschine und dem serienmässig weich schaltenden 6-Stufen-Automatikgetriebe verläuft dabei spürbar harmonisch. Im Auto-Modus entscheidet die Elektonik selbstätig über den sparsamsten Einsatz der Triebwerke. Bei Bedarf kann man die Batterie auf 90 % Ladezustand bringen und wenn Kurzstrecken in der Stadt angesagt sind, laut BMW ca. 40 Kilometer rein elektrisch fahren.

Mit Erfahrung unserer Fahrten ist das aber nur ein theoretischer Wert, denn da war bei maximal 30 Kilometer elektrisch gefahrenen Kilometern Schluss. War aber nicht schlimm. Denn zuhause an der Haushaltssteckdose, der Wallbox oder am Schnellladegerät in der Nachbarschaft war nach 2 Stunden Ladezeit maximale Strompower wieder vorhanden. Aber in der Regel kann man es auch einfacher haben, da man ja mit 2 Antrieben fährt. Das Fahren des mit fast 1,8 Tonnen Leergewicht recht schweren Mini aber dennoch leicht von der Hand – fast wie bei einem ,,Cooper S“!

Ein nicht ganz billiges Spassauto

Mit seinen 224 PS bringt er es denn auch in 6,7 Sekunden von 0 auf 100km/h, ein beachlicher Wert, den man im praktischen Betrieb aber zumeist anderen Fahrzeugen überlässt, denn es ist ja nicht die Paradedisziplin des Mini. Der macht nämlich seinem Namen Ehre und erweist sich als echter und souverräner ,,Landsmann“ für die Landstrasse. Dort fühlt er sich wohl und bietet trotz des straffen Fahrwerkes ein sehr angenehmes und bequemes Fahrgefühl, das wir rund um Ingelheim ausgiebig getestet haben. Ähnlich wie beim BMW 225xe blieben die angesagten gut 2,5 Liter Effeektiv-Verbrauch ein eher theoretischer Wert. Bei unseren Fahrten in der Stadt, auf der Autobahn und den wunderschönen rheinhessischen Landstrassen, kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von 6,9 Liter plus 5,9 kWh Strom auf 100 Kilometer, was ja immer noch deutlich weniger ist als bei all den eingangs erwähnten Spritschluckern.

Dank der etwas erhöhten Sitzposition hat man einen guten Überblick. Das Raumangebot in dem 4,30 langen Mini ist beinahe maxi und bietet vier Erwachsenen ausreichend Platz, auf den hinteren Plätzen haben selbst Personen bis 190 Zentimeter Körpergrösse genügend Beinfreiheit. Die sollten dann aber nicht allzu viel Gepäck dabei haben, denn die Batterie samt Antrieb muss im Heck Platz finden. Trotzdem ist der Kofferraum mit seinen 405 Litern für den normalen Alltag vollkommen ausreichend.

Unser Testwagen ist mit allem verfügbaren Extras wie Head-Up-Display, Infotainment 3D-Navigation, Zielführung mit Sprachausgabe und Vorlesefunktion, 9-Zoll Display, digitalem Radioempfang, zwei USB-Schnittstellen, Intelligentem Notruf, Auffahr- und Müdigkeitswarner, Bremassistent, aktiver Geschwindigkeitsregelung, Parkassistent, Verkehrszeichenerkennung, Rückfahrkamera und den üblichen Selbstverständlichkeiten audgeschtattet. Heisst: Der Mini ist ein vernetztes Fahrzeug, das keine Wünsche offenlässt.

Das Gefährt hat allrdings seinen Preis, denn allen aufgezählten Extras kostet das Landei rund 51.00 Euro, was in dieser Klasse kein Schnäppchen ist.

Und unser Gesamteindruck: Dieser spezielle Mini ist eine sehr gute Mischung aus Spassauto mit genügend Üperholpower, Landstrassen-Chill mit viel Bequemlichkeit und Stadtauto-Flanier-Charme – keineswegs nur eine Hipster-Karre für verwöhnte Banker-Ehefrauen.

Angaben über den Mini Countrymann SE4all

Motor/Hubraum

1499 cm3/3-Zylinder

Leistung

165 kW (224 PS) bei 4.400 U/min

Höchstgeschwindigkeit

198 km/h

0 – 100 km/h

6,7 Sekunden

Länge

4,3 m

Breite

1,82 m

Höhe

1,60 m

Kofferraumvolumen

405 bis 1,275 l

Preis ab

37.500,00 Euro

Quelle: arivve

Das Aotomagazin für die Mobilität der Zukunft

Fiat-Klassiker Fiat 500 – Jetzt sparsam mit Gas

Diesel- und Abgasskandale machen es möglich: Die Gas-Autos, und zwar sowohl Autogas wie Erdgas, sind wieder gefragter als noch vor einem Jahr. Die will sich Fiat zunutze machen und bietet sowohl den 500 als auch den Panda als Quasi-Werksvarianten für die Alternativen Kraftstoffe an.

Damt kommen die beiden Shorties mit dem Benzintank auf mehr als 1.000 Kilometer Reichweite für wenig Spritgeld dank günstiger Preise für die beiden Alternativkraftstoffe. Neben Autogas will Fiat Deutschland auch seine Erdgas-Varianten wieder stärker in den Fokus von Marketing und Werbung stellen. Gut für die Kunden: Sowohl CNG- wie LPG-Varianten unterliegen in vollem Umfang der üblichen Fahrzeuggarantie.

Dass gerade der 500 und der Panda nun mit dem beliebten LPG-Antrieb lommen, ist eigentlich überfällig. Denn die Italiener haben in ihrem Heimatland reichlich Erfahrung mit dem kostenkünstigen Sprit. Angeboten wird der Panda LPG nunmehr hierzulande in den Ausstattungsvarianten Lounge und Easy (ab 11.890 Euro).

Beim Fiat 500 LPG, der als Limousine angeboten wird, können Käufer zwischen den Versionen Popstar und Lounge wählen (13.090 Euro). Dank LPG-Preisen zwischen 60 und 80 Cent dürfte der Vierzylinder Motor mit 1,2 Litern Hubraum die Geldbörse des Besitzers gehörig schonen, selbst nach Mehrkosten in Höhe von 1.600 Euro, die für die Autogas-Anlage zusätzlich fällig werden. Ausserdem will Fiat Deutschland auch die acht Erdgasfahrzeug-Modelle, vom Panda bis zum Ducato wieder stärker in den Fokus rücken, auch wenn weniger als ein Prozent der Fiat-Kunden CNG-Fahrzeuge letztes Jahr gekauft haben.

Stehen LPG und CNG vor einem Comeback?

Bei den Transportern kommt ein 3,0-Liter-Vierzylinder mit 100 kW/138 PS zum Einsatz. Fünf Gasflaschen mit einem Fassungsvermögen von 36 Kilogramm sind unterflurig angebracht. Die Reichweite beträgt laut Herstellerangabe etwa 600 Kilometer. Hinzukommen noch einige Kilometer, die mit dem kleinen 15-Liter Benzintank absolviert werden können.

Bivalent ausgelegt – also mit grossem Erdgas- und Benzintank – sind dagegen die Fiat-Modelle Panda, Punto 500L, Qubo, Dobla sowie die Transporter Fiorino und Doblo Cargo. Je nach Modell kommen Zwei- oder Vierzylinder-Motoren zum Einsatz, die Leistungsspanne reicht von 51 kW/120 PS bis 88 kW/120 PS.

Der Aufschlag für die Erdgas-Varianten pendelt zwischen 1.900 Euro (500L) und 6.000 Euro (Ducato). Erdgas sowie Autogasfahrer porfitieren im Unterhalt der Fahrzeuge sowohl von den günstigen Treibstoffen als auch von den niedrigen Mineralölsteuer.

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Isetta-Klon Microlino

Für Fahrer mit weniger Komfortansprüchen

Eine der grossen Hingucker des Genfer Autosalon 2017 war ein kleines Elektroauto namens Microlino. Aufmerksamkeit erregte der Zwerg vor allem, weil er optisch an das 50er-Jahre Mobil Isetta von BMW erinnert. Zunächst noch als Konzept deklariert, wurde der Retro-Zweisitzer nunmehr zur Serienreife weiterentwickelt. Bereits in der zweiten Hälfte 2018 soll der Stadtstromer für rund 12.000 Euro auf den Markt kommen.

Der Schritt zur Serienreife macht sich an der Aussenoptik bemerkbar. So sind die seitlich montierten Scheinwerfer im Vergleich zur Genf-Studie auf ein deutlich kompakteres Mass geschrumpft. Zudem wurde die Fahrzeugfront, die übriegens wie einst bei der Isetta als Einstiegstür dient, mit Blinker und Scheibenwischer ausgestattet. Das sehr aufgeräumte Cockpit verzichtet auf die in Studie noch vorhandenen Retro-Anleihen. Für die durchgehende Zweipersonensitzbank gibt es Kopfstützen. Obwohl mit 2,44 Meter extrem kurz, kann der Microlino im Heckkofferraum 300 Liter Ladegut aufnehmen.

Quelle: arrive

Das Automsagazin für die Mobilität der Zukunft

Diesel-Fahrverbote

Peugeot bietet Eintausch gegen Benziner

Die Sorge um Dieselfahverbote hat bei Peugeot zu einem ungewöhnlichen Angebot geführt. Wer einen Leasingvertrag für einen 308, 2008, 3008 oder 5008 mit Euro-6-Diesel abschliesst, bekommt eine ,,Diesel-Sorglos-Garantie“ des Herstellers. Im Falle eines Diesel-Fahverbotes in deutschen Innenstädten kann das Fahrzeug beim Händler ohne zusätzliche Kosten zurückgegeben und gegen einen Benziner geatauscht werden.

Voraussetzung ist, dass der Kunde über die PSA Bank Deutschland einen neuen Leasing- oder Finanzierungsvertrag für ein anderes Peugeot-Modell abschliesst.

Das Angebot gilt für gewerbliche wie private Kunden gleichermassen.

Quelle: arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Reichweite

Voll alltagstauglich mit 470 Kilometern

Hyundai will es nun Wissen. Der Koreanische Hersteller hat sich auf seine Fahnen geschrieben, endgültig zu einem Leader der Herstellung Alternativen Antriebe zu werden.

Nach dem OEM-Autogasfahrzeugen der früheren Jahre kommt nun neben den Brennstoffzellenfahrzeugen IX35 Fuel Cell und Nexo, und dem Ioniq, der das Weltweit einzige für Elektro, Hybrid und Plug-In-Hybrid konziepierte Fahrzeug ist, der Kona auf den Markt.

Das kürzlich vorgestellte Fahrzeug ist das erste elektrisch angetriebene B-SUV und rollt in den Leistungsvarianten mit 99 kW (133 PS) Motorleistung und einer maximalen Reichweite von satten 470 Kilometern nach WLTP-Zyklus vor die Füsse der elektrointeressierten Kundschaft.

Elektro-Lifestyle in Hippen Desgin

Der Hyundai Kona Elektro zeigt bis auf die geschlossene Frontpartie und ein anderes Desgin der Aero-Felgen äusserlich die direkte Nähe zum herkömmlichen angetriebenen Verbrenner-Modell. Beim Antrieb liefert die Elektrovariante überzeugende Leistungswerte: Wahlweise mit 99 kW (133 PS) oder 150 kW (204 PS) Motorleistung unterwegs, geht es auch dank des kräftigen Drehmoments von 395 Newtonmeter agil ud dynamisch voran. So beschleunigt die stärkere Variante innerhalb von nur 7,6 Sekunden auf Tempo 100. Der für den Kona typische Fahrspass ist damit auch in der strombetriebenen Variante des kompakten Elektro-SUV garantiert.

Die Batterie treibt in der 150-kW-Version mit stattlichen 64 Kilowattstunden inklusive eines Drehmoments von beachtlichen 395 Newtonmeter den Kona zu einer Leistung von maximal 470 Kilometer laut Hersteller. Das dürfte dann nicht mehr nur für die obligatorischen Stadtfahrten sondern auch bei zweimal Auftanken am Schnellader bis in den Skiurlaub nach Österreich reichen, sofern man bedürnislos ohne Heitung und Radio im Cockpit sitzt.

In der Einstiegsvariante mit 39,2 Kilowattstunden lassen sich immerhin noch maximal 300 Kilometer mit dem Permanetmagnet-Synchronelektromotor  erzielen. Die Speicherung der Elektroenergie übernehmen im Unterboden plazierte Lithium-Polymer-Akkumulatoren. Ihre Stärken liegen vor allem in der angegebenen schnellen Ladezeit. Nach 54 Minuten an der 100-kW-Schnellladestation sind die Zellen zu 80 % voll. Das ist nicht superschnell, aber in Ordnung. Für den vollständigen Ladezyklus an einer Wallbox daheim beläuft sich die Ladezeit auf rund sechs Stunden in der 99-kW – und gut 9 1/2 Stunden in der 150-kW-Variante.

Markantes Design trift auf zahlreiche Assistenzsysteme

Der Hyunday Kona Elektro übernimmt das Design des Verbrenners, den es bereits geraumer Zeit am Markt gibt. Merkmal im Frontbereich sind ohne Zweifel die sperat oberhalb der LED-Scheinwerfer positionnierten Tagfahrlichter. Der Hyundai Kona Elektro kann in sieben Karosseriefarben und bei den meisten Farben auf Wunsch in zwei Farben lackiert werden. Die Zukunft der Bedienung von Display und Funktionen ist in jedem Fall schon mal ins Cockpit eingezogen. Die guten alten Knöpfe dort – nur wenig vorhanden. Es werden nur noch über Fingerübungen am Display die Features und das Getriebe angsteuert. Dort aber, wo es früher noch handgreiflich wurde, nämlich an der Parkbremse, kommt dann doch noch ein Knopf zum Einsatz, den man drücken muss. Die Anzeige im Armaturenbrett ist volldigital und spielt mit den Signalfarben. Batterieladung, Geschwindigkeit und Temperatur wechseln die Farben je nachdem welchen Fahrmodus der Fahrer gewählt hat. Chic ist auch das Head-Up–Display und gleich mehrere Funktionen sind direkt am Lenkrad verortet, die im wesentlichen Einfluss auf die Rekuperation haben.

Ganz gross wird das Thema Konnektivität beim Kona aufgehängt: Sowohl das neue Audio Display-System als auch das mit einer Soundanlage von Krell kompinierte Navigationssystem bieten inklusive Rückfahrkamera eine umfassende Smartphone-Konnektion über Android Auto und Apple CarPlyay. Ebenso möglich hier: Telefonieren, Nachrichten empfangen und senden oder Musik streamen. Das alles kann über den freistehenden Touchscreen oder per sogar Sprachassistenz gesteuert werden. Eine Ablagefläche mit Ladefunktion sorgt für die Stromversorgung des Smartphones.

Die Assistenzsysteme heissen beim Kona Smartsense

Aber nicht nur den Komfort der Insassen hat der Kona Elektro im Blick – auch die Unfallvorbeugung schreibt de emissionsfreie Varinte des Lifestyle-SUV ganz gross. Zusätzlich zum zukunftsweisenden, alternativen Antriebskonzept bietet die batteriebetriebene Kona-Variante daher eine ganze Reihe von Assistenzsystemen, die den Fahrer in vielerlei Hinsicht unterstützen und einen wichtigen Beitrag zur aktiven Sicherheit beisteuern.

Zu den unter dem Begriff Hyundai SmartSense zusammengefassten Assistenzsystemen gehören beim neuen Kona Elektro das ,,Advanced Smart Cruise Control“, ein Tempomat, der für zusätzlichen Abstand zum Vorderfahrer sorgt. Verringert sich dieser, wird die Geschwindigkeit automatisch reduziert – und wieder erhöht, wenn die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug anwächst. Das System verfügt darüber hinaus über eine Stopp-Funktion: Wenn beispielsweise bei einem Stau der vorausfahrende Verkehr zum Erliegen kommt, wird der Kona Elektro bis zum Stellstand abgebremst. Geht es innerhalb weniger Sekunden weiter, fährt der Wagen selbstständig wieder an.

Sollte dennoch mal eine Kollision drohen kommt der Kollisionsvermeidungsassistent ins Spiel. Er warnt den Fahrer vor einem Zusammenprall mit Passanten und bringt bei fehlender zügiger Reaktion den Kona Elektro mit voller Bremskraft zum Stillstand.

Damit aber nicht genug der kleinen Helferchen. Ein eingebauter Spurhalteassistent warnt den Fahrer nicht nur bei mutmasslich unbeabsichtigem Verlassen der Fahrbahn. Er führt auch vor dem Überfahren einer Fahrbahnbegrenzung eine Lenkkorrektur durch und führt den Kona Elektro so wieder in die Spur zurück – und das bis Tempo 150 immer automatisch.

Totwinkelassistent und ein Assistent für Aufmerksamkeit

Weitere Assisttenzsysteme an Bord des Kona Elektro sind Blind Spot Collision Warning und Real Cross-Traffic Collision Warning. Der Totwinkel-Assisient überwacht mittels der Radsensoren am Heck den rückwärtigen Verkehr. Befindet sich ein Fahrzeug hinter dem Kona Elektro, wird der Fahrer über Warnleuchten in den Aussenspiegeln aufmerksam gemacht. Will er die Fahrspur wechseln, beispielsweise indem er den Blinker setzt, ertönt ein Warnton. Der hintere Querverkehrswarner ist bei eingelegtem Rückwärtsgang aktiv und überwacht zum Beispiel beim rüchwärtigen Ausparken aus einer Parklücke den laufenden Verkehr in einem 180-Grad-Radius. Droht eine Kollsion mit einem Fahrzeug, das sich von der Seite nähert, wird akustisch und optisch gewarnt.

Ausserdem an Bord ist ein Aufmerksamkeitassistent, der nicht nur die Fahrzeit im Auge hat, sondern über diverse Parameter wie Lenkbewegungen oder Spurtreue des Fahrzeugs registriert, wenn am Steuer die Konzetration nachlässt. Dann empfielt er mit einem Hinweis in der Instrumentenanzeige eine Pause. Neben den im Kartenmatrial des Navigationssystem hinterlegten Geschwindigkeitsbegrenzungen nutzt die Verkehrszeichenerkennung die Frontkamera. Wird eine Beschilderung mit einem Tempolimit registriert, erscheint in den Instrumeten, dem Head-Up-Display und dem Monitor des Routenführers ein Hinweis. Der Fernlichtassistent schliesslich erkennt bei nächtlicher Fahrt vorausfahrenden oder entgegenkommenden Verkehr und blendet die Scheinwerfer automatisch ab – und wieder auf, wenn kein andres Auto mehr unterwegs ist.

Fazit

Wir sind überzeugt, dass der Kona dank seiner vielen Assistenten und der enormen Reichweite das Zeug dazu hat, endlich den Weg in den elektromobilen Massenmarkt zu ebnen.

Quelle:

arrive. Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

London Taxis: Nie wieder Sprit

Die Karriere des Briten David Harris zu beginn der 1990er Jahre als Tennisprofi sorgte kaum für aufsehen. Rang 622 auf der ATP-Weltrangliste war seine beste Platzierung, als Preisgeld kratzte er mit Ach und Krach 2.295 Dollar zusammen. Notgetrungen sattelte er auf einen bürgerlichen Beruf um und wurde Taxifahrer in London. Doch jetzt sicherte sich Harris einen festen Platz in der Chronik der britischen Hauptstadt. Als erster ,,Cabbie“ – wie die Fahrer der Schwarzen, ,,Cab“ genannten Vehikel bezeichnet werden – übernahm er das erste Londoner Taxi mit Elektroantrieb.

Seit Jahren rühmt sich die Verwaltung Londons, über die Umweltzone der Welt zu regieren. Dazu zählt nicht nur die City, sondern die gesamte Region mit Städten und Gemeinden, die zu Gross-London zählen. Wer zudem mit dem Auto downtown zwischen Hyde Park und Tower Bridge tagsüber unterwegs sein will, muss von Montag bis Freitag pro Tag eine Maut von zehn Pfund (umgerechnet knapp 14 Euro) entrichten. Das gilt auch für Touristen. So wie in einigen Regionen Deutschlands, droht auch in London ein Fahverbot für Dieselautos. Schlimmer: Ab 2040 sollen in Grossbritannien Diesel- oder Benzinfahrzeuge überhaupt nicht mehr verkauft werden dürfen.

Keine Zulassung für Verbrenner

Das Taxigewerbe in der Metropole London hat es schon jetzt getroffen. Dort werden seit Mitte Januar keine neuen Taxis mehr mit traditionellen Verbrennungsmotor zugelassen. Doch jetzt hat die Stadt erst einem Modell, dem in Bristol von der London EV Company (LEVC) gebauten TX eCity, freie Fahrt in ganz London erlaubt. LEVC firmierte früher als The London Taxi Company, (LTC) die nach ihrer Insolvenz vor fünf Jahren vom chinesischen Geely-Konzern übernommen wurde. Zurzeit müssen die Fahrten allerdings ohne Passagiere stattfinden. Denn, wie die Tageszeitung ,,The Guardian“ berichtete, zeigt sein Taxmeter aus bislang unerfindlichen Gründen vorerst noch für die zurückgelegte Strecke falsche Werte an.

Dennoch ist David Harris von seiner Neuerwerbung begeistert: ,,Ich habe mich sehr gefreut, als ich die Schlüssel für mein neues TX-E-Taxi bekommen habe und kann es kaum erwarten, die Reaktion der Passagiere zu beobachten.“ Harris glaubt, dass er im Gegensatz zu früher pro Monat zwischen 500 und 600 Pfund (570 bis 680 Euro) an Kosten sparen wird. Aufladen will er die Batterie seines Wagens an einer von mehreren Ladestationen am Londoner Flughafen Heathrow.

Range-Extender und E-Motor in den Taxis

Dabei ist der Kauf eines Elektrotaxis ein teurer Spass. Insgesamt kostet es nach Abzug von 7.500 Pfund (8.500 Euro) an Subventionen 55.600 Pfund (63.400 Euro). Dafür gibt es ein Range-Extender-Fahrzeug mit einem Elektromotor, dessen Stromversorgung von einem kleinen Dreizylinder-Benzin-Generator mit rund 200 Kilometer, die mit Hilfe des Benziners auf 650 Kilometer gesteigert werden kann. Innerhalb der Londoner City ist somit ein rein elektrischer Betrieb für bis zu sechs Fahrgäste möglich, denen im Wagen übriegens Steckdosen für Laptops und USB-Anschlüsse für mobile Geräte und WLAN zur Verfügung stehen. Zusätzlich werden auch noch einige Taxis komplett von Diesel- auf Autogas-Antrieb umgerüstet.

Bis allerdings die ganze Taxi-Flotte Londons durch neue Fahrzeuge ersetzt sind, wird noch viel Wasser die Themse herabfliessen. Insgesamt stehen zurzeit in London 110.000 Taxis zur Verfügung, bis 2020 sollen davon 9.000 Fahrzeuge durch E-Taxis ersetzt werden.

Pragmatisch…, Praktisch…, Prima…

Heimlich still und leise mausert sich Kia zur starken Umwelt-Marke – schneller konnte kein Hersteller innerhalb eines Jahres seinen Flotten-CO2-Austoss senken. Arrive fuhr den auf den ersten Blick wenig spektakulären Niro-Hybrid – und war angetan.

Zumindest als Umwelt-Marke hat man die Koreaner von Kia noch nicht so auf dem Zettel – auch wenn der Kleinwagen Picanto und der populäre SUV Sportage nicht gerade als Spritschlucker bekannt sind. Aber wer weiss schon, dass deren aktuelle Elektro-Offensive ihnen in Deutschland bereits den zweiten Platz auf der Hybrid-Rangliste hinter Toyota beschert hat und gleichzeitig die Flotten-CO2-Gesamtbelastung signfikanthat senken können? Im Januar 2018 wurden in Deutschland bereits knapp 2.900 Plug-In-Hybrid verkauft, ein Fünftel davon kommt von Importeuren, ein Drittel davon von Kia.

Einen dieser Plug-In-Hybrid hatten wir vor einigen Wochen im Test, den neuen Niro. Das spannende an diesem Auto ist, das alles ist, was man sich heute wünscht: Kombi gefällig? Klar, über 1.300 Liter Platz. SUV? Ebenfalls, wenn auch nur ein kleiner, eher ein Crossover – ohne Allrad. Diesel oder Beziner? Die gibt es gar nicht erst, denn die Elektrifizierung ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für den Niro, der sich übriegens eine Plattform mit den Konzernbruder Hyundai Kona teilt – die reinen Elektro-Versionen beider Fahrzeuge sind nur für den Sommer 2018 avisiert.

Zurück zum Wunschkonzert: Zunächst einmal weiss man ja, dass man nicht in ein teures Premium-Fahrzeug einsteigt, wenn man die Türen des 30.000 Euro-Gefährts öffnet. Obwohl ja wiederum klar ist: Dieses Auto ist kein abgespeckter Kia-Sportage und schon gar kein aufgeblasener Kia-Soul – es ist eine völlige Neuentwicklung mit eigenem Charme. Und so wenig spektakulär dieses Fahrzeug auf den ersten Blick erscheint, so ansprechend ist es, wenn die Tür ins Schloos fällt. Denn man sitzt in einem durch und durch erwachsenen Auto und der Blick auf das Instrumemtenpanel signalisiert sofort Vertrautheit und schliesslich die – für viele im ersten Moment sicher ungewohnte Kraft der zwei Herzen, also Motorisierungen. Der Aufbau dort ist nämlich einfach und klar, man weiss sofort, woran man ist, wie weit man mit dem jeweiligen Energievorrat noch kommt, ob man gerade im optimalen Mudus fährt und wie das mit der Rekuperation denn nun wirklich funktioniert.

Reichweite immer im Blick

Immerhin muss man sich jedes Plug-In-Hybrid-Fahrzeug erst einmal mühsam erschlissen, denn sämtliche kompinierten Verbrauchswerte, die Hersteller angeben, sind in der Praxis niemals zu erreichen, erst recht nicht auf den ersten, sagen wir 1.000 Kilometern, die man damit unterwegs ist. So war es auch mit diesem Testwagen bei dem man tatsächlich dank dieser einfachen und hervorragend abzulesenden Instrumente immer im Blick hatte, wie viel Bezin oder Strom exakt man gerade verbrauchte, sparsam fuhr oder beim Bergabrollen, Bremsen oder gar beim Gasgeben rekupierte. Und siehe da: Sowie dieses Grundverständnis der Funktionalität eines solchen Prinzips da ist, fährt man sparsamer. Und wenn man sich daran ein wenig gewöhnt hat, das Erfassen der instrumentellen Daten gleichsam automatisch geschieht und die Konzentration nicht mehr beeinflusst – in diesem Moment beginnt der echte Spass!

Mehr Auto braucht keinerI

In diesem Sinn ist der Kia Niro ein ganz tolles Auto und es ist wirklich müssig, hier im Vergleich mit anderen Fahrzeugen Haare in der Suppe finden zu wollen oder gar an den Fahrleistungen zu zweifeln. Natürlich befeuert eine Systemleistung von 141 PS (96 per Benzin und 44 elektrisch) keinen Sportwagen und ebenso selbstverständlich sind diese Pferdestärken für jeden, wirklich jeden Alltagsbetriebin in Deutschland, sei es in einer Grossstadt, auf der Landstrasse oder auf der Autobahn, vollkommen ausreichend. Und es ist ein Segen zu wissen, das man auf Wunsch eine Pendler-Tagesdistanz von sagen wir 2 x 20 Kilometern voll elektrisch zurücklegen kann – vom elektrischen Kichdown zum coolen Ampelstart raten wir da trotzdem ab – kostet Saft. Ausserdem setzt das voraus, das man den Wagen nachts an der Steckdose parkt, am besten zuhause, auch wenn es da ein paar Stunden dauert, die meisten schlafen da ohnehin.

Uund wir haben ja die Möglichkeiten der anderen Fahr-Modi, mittels derer man ohne Zwischentanken locker vom Testort Hamburg zur Kia-Zentrale nach Frankfurt fahren kann- auf Wunsch, wie oben dargestellt, mit Spass am Sparen für wirklich kleines Geld. Die Aussstattung dieses Fahrzeugs ist auf dem Stand der Technik eines Plug-In-Hybriden von 2018, und was an Assistenten nicht schon serienmässig verbaut wurde, kann man nachordern, natüurlich gibt es hier Spurhalte-Assis, Müdigkeitserkennung und autonome Notbremsungen, selbstverstänlich.

Fazit für Optimisten: Mehr Auto braucht es heute nicht, man ist (teil)elekrtisch, (teil)autonom und (tei)ökologisch unterwegs. Pessimisten würden vielleicht sagen, unspektakulär, zu unsportlich oder zu unelektrisch. Zum Glück bin ich ein Optimist!

Technische Daten Kia Niro 1,6 Hybrid

Motor

Vierzylinder Ottomotor 1,6 l

E-Motor mit Lithium-lonen-Polymer-Batterie

Leistung: 96 PS Benzin plus 45 PS elektro

max. Drehmoment: 65 Nm bei 1000 U/min

Höchstgeschwindigkeit

172 km/h

0 – 100: 18,6 Sekunden

Strom-Verbrauch: 9,8 kWh/100 km

CO2-Aussstoss: 29g/km

Schadstoffklasse: Euro 6

Länge: 4,355 m   Breite: 1,805   Höhe: 1,535 m

Radstand: 2,700 m

Leergewicht: 1.594

Ladevolumen: 324 bis 1322 l

Preis ab: 32.350 Euro

Quelle:

arrive

Das Automagazin für die Mobilität der Zukunft

Autogas und Erdgas

Brüder im Geiste – aber Gegner im Markt

Trotz rückläufiger bestandszahlen gehören Autogas und Erdgas immer noch zu den wichtigsten Kraftstoffen im Bereich der Alternativen Antriebe. Beides sind Gase, aber bei Kudenkreis und Technik gibt es erhebliche Unterschiede, die man kennen sollte, sofern man sich Abseits der Elektro- und Hybrid-Trends für ein entsprechendes Modell intressiert.

Die Kraftstoffe

Fangen wir mit Autogas an. Es besteht aus den langkettigen Kohlenwasserstoffen Propan und Butan. Diese kommen als Kraftstoff Autogas in unterschiedlichen Gemischen vor, meistens bestehend aus 95 % Propan und 5 % Butan. ARAL hingegen garantiert eine Mischung aus 40 % Propan und 60 % Butan im Sommer und 60 % Propan und 40 % Butan im Winter. Damit kommt man sehr wahrscheinlich weiter. Propan und Butan selbst werden in der Raffinerie bzw. bei der Förderung von Erdgas und Rohöl gewonnen. Früher wurde von beidem viel abgefackelt und belastete so die Umwelt. Das aber können sich die meisten Raffinerien heute nicht mehr leisten.

Gegenüber Erdgas als Kraftstoff (abgekürzt: CNG) hat Autogas den Vorteil, dass die Tanks kleiner sind, in der Reserveradmulde untergebracht werden können und nur einen Druck von 8  bar aufweisen.

Auch bei Erdgas gibt es Unterschiede. Es wird wegen der unterschiedlichen Qualitäten H (,,High“) und L (,,low“) angeboten, was sich entsprechend in der erzielbaren Reichweite und im Preis auswirkt. CNG besteht überwiegend aus Methan (CH,), jedoch sind je nach dem Ort der Gewinnung auch höhere Anteile von Stickstoff (bis zu 12 %) und weitere Kohlenwasserstoffe enthalten.

Die Erdgastanks beim Erdgasauto sind meist unterflur angebracht und müssen einem Druck von 200 bar mindestens standhalten. Autogas verflüssigt sich bereits bei geringem Druck und weist dann nur noch 1/260 seines gasförmigen Volumens auf. Erdgas dagegen wird gefördert oder ist selbst Nebenprodukt bei der Rohölförderung. Es gibt allerdings weltweit sehr grosse noch zu fördernde Mengen Erdgas und immer mehr wird das Gas statt über unterirdische Leitungen eher als verflüssigtes Erdgas (LNG = liqufied natural gas) in grossen stark gekühlten Tanks über die Weltmeere zu uns transportiert.

Warum ist Autogas und Erdgas beliebt?

Fahren mit Autogas und Erdgas ist hauptsächlich beliebt wegen der niedrigen Kosten an der Zapfsäule. Und die entsehen wegen der niedrigen Zapfsäule der Mineralölsteuern, die auf Autogas und Erdgas fällig werden. Diese Steuerbegünstigung hat allerdings – so bestimmte es der Gesetzgeber Ende Mai 2017 – bald ein Ende im Gengensatz zur Schweiz wo es zeitlich unbegernzt durch den Bund ist. Das verabschiedete Gesetz beasagt, dass Autogas bis Ende 2022, Erdgas als Kraftstoff etwas länger bis 2026, jeweils abschmelzend steuerbegünstigt bleibt. Derzeit gibt es zirka 400.000 Autogasfahrzeuge in Deutschland und zirka 90.000 Erdgas-Autos. 6.520 Autogastankzapfsäulen gibt es, Erdgas als Kraftstoff ist leider nur an 863 Zapfpunkten in Deutschland verfügbar. Diese Anzahl soll sich aber in den kommenden Jahren, so der Wunsch einiger Auto-Hersteller, erhöhen.

Umweltfreundlichkeit

Der grosse Pluspunkt beider Kraftstoffe ist ihre Umweltfreundlichkeit, wobei die wissenschaftlichen Meinungen hier auseinandergehen, welcher Kraftstoff denn nun weniger CO2 und Russpartikel bei der Verbrennung im Motor erzeugt. Im Kampf um die Vorherschaft am Markt wurde hier in der Vergangenheit so manches Gefecht geführt, weshalb die hinter beiden Kraftstoffen stehenden Interessengruppen nicht immer gut aufeinander zu sprechen waren.

Tatsache ist aber, dass beide Kraftstoffe umweltfreundlich sind und ihre grosse Berechtigung im Markt der alternativen Antriebe haben. Bei Erdgas wird oft Biogas beigemischt, was die Umweltfreundlichkeit steigert, aber auch bei Autogas ist seit Mitte 2017 eine grosse Raffinerie in Rotterdam in der Lage, aus Altfetten und Resten umweltfreundliches Propan herzustellen, dass in Deutschland über die Primagas in Krefeld vertrieben wird.

Wirtschaft

Autogas wird in mehreren Flüssiggasunternehmen in Deutschland an den Tankstellen vertrieben, einige Konzerne wie die Westfalen AG, Shell oder ARAL sind auch dabei. Erdgas wird fast ausschliesslich von Stadtwerken oder von grossen Energieversorgern an den jeweiligen Erdgastankstellen vertrieben.

Die Technik

Die Technik unterscheidet sich in kleinen Teilen, die sogenannten Kits sind ähnlich, auch die Produzenten dieser Techniken sind meist dieselben. Verschiedene Anbieter von Erdgas- und Autogas-Produkten buhlen um die Gunst der Umrüster und Endkunden, wobei fast nur Autogas-Produkte bei Benzinern verbaut werden (ab 1.700 Euro), weil der Einbau der Erdgas-Kits vie zu teuer ist (mindestens 4.000 Euro). Die dahinterstehende Amortisation des Umbaus ist nur bei umgerüsteten Autogasfahrzeugen realistisch. Deshalb gibt es im Markt auch hauptsächlich umgerüstete Beziner mit Autogasanlage, während es bei den Erdgasfahrzeugen fast nur Neufahrzeuge ab Werk mit entschprechen eingebauter Anlage gibt.

Uunterm Strich gilt, dass sowohl Autogasautos (für Langstreckenfahrer) als auch Erdgas-Fahrzeuge (mehr für Fahrer, die sich in einem festgelegten Umkreis bewegen) eine ganzhervorragende Alternative zu den Benzinern und Diesel-Fahrzeugen darstellen.

Quelle: arrive

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