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Facelift Mini Cooper Countryman SE ALL4

Landlust Mini mit mehr Strom

Zum zweiten Mal frischt Mini sein grösstes Modell, den Countryman, auf. Die Plug-in-Variante SE profitiert dabei von einer grösseren elektrischen Reichweite.

Wer hätte das gedacht? Jeder dritte Mini-Kunde kauft ausgerchnet das Maxi-Modell der britischen BMW-Marke. Es ist der Countryman. Und von Kunden entscheiden sich mittlerweile gut 25 Prozent für die Plug-in-Variante. Tendenz stark steigend“, sagt Marisa Klett, die Produktmanagerin von Mini. Das wundert wenig. Ruhiger, komfortabler und funktionaler kann man derzeit in keinem anderen Mini unterwegs sein, zumindest im elektrischen Modus.

Weil frühestens 2023 mit der Nachfolge-Generation des Countryman zu rechnen ist – dann soll auch eine volelektrische Variante geben -, unterzog Mini das jetzige Modell einer weiteren Auffrischung, intern LCI (Life Cycle Impulse) genannt. Man muss aber schon Alt und Neu direkt nebeneinander, um zu erkennen, was geändert wurde. Ein wenig der Kühlergrill und der Frontstossfänger. Die Scheinwerfer sind jetzt serienmässig in LED-Technik (gegen Aufpreis gibt es Matrix-Licht). Und im Dunkeln fallen besonders die Heckleuchten auf, sie tragen das markante Union-Jack-Desgin.

Auch im Cockpit legten die Designer Hand an. Allerdings reden wir hier nicht von einem komplett neuen Armaturenbrett. Dies wäre für die Restlaufzeit des Countryman viel zu teuer gewesen. Nein, es sind Überarbeitungen im Detail. Durchs Lenkrad schaut man jetzt auf ein neues Display mit virtuellen Anzeigen.

In seinem Segment ist der Plug-in-Contryman einzigartig. Kein anderer Hersteller bietet diese aufwendige Technik plus Allradantrieb in dieser Fahrzeugklasse. Vorne unter der Haube steckt der bekannte, von BMW entwickelte 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner, der hier 92 kW (125 PS) leistet. Ihn unterstüzt an der Hinterachse ein Elektromotor mit 70 kW (95 PS). Zusammen können 162 kW (220 PS) und ein gemeinsames Drehmoment von 385 Newtonmeter mobilisiert werden. Das reicht für eine Spitze von 196 km/h sowie eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 6,8 Sekunden.

Doch das sind Stammtischwerte. Plug-in-Hybrid-Fahrer ticken anders. Sie möchten so oft es geht und so lange wie möglich elektrisch fahren. Im neuen Countrymanist dies jetzt bis zu 61 Kilometer möglich. ,,Kunden legen verstärkt Wert auf Reichweite“, sagt Mangerin Klett, ,,die Strecke deckt mehr als 50 Prozent aller Fahrten ab, die in Deutschland durchschnittlich täglich zurückgelegt werden.“

Wir mussten aber schon äusserst zart mit dem Gaspedal umgehen und mit niedrigen Geschwindigkeiten unterwegs sein, um diese Distanz zu schaffen. Man sollte sich nicht dazu verleiten lassen, das Höchstempo von 135 km/h, das im ,,E-Max-Modus“ möglich ist, auszunutzen. Die Strecke schmilzt auf weniger als die Hälfte.

Etwas über 38.000 Euro kostet der Plug-in-Countryman. Das klingt zunächst einmal deftig. Doch er liegt damit auf dem Niveau seines 190-PS-Diesel-Pendants. Mit dem grossen Vorteil, nicht nur rein elektrisch fahren zu können und in Bezug auf Dienstwagen steuerlich deutlich besser dazustehen, vom Kaufpreis darf man sich auch noch die Innvationsprämie von 6.750 Euro abziehen. Wer kann da schon widerstehen? Einen kleinen Tribut zahlt der Käufer des elektrischen Countryman nur beim Package. Bedingt durch die zehn kWh grossen Batterie im Heck ist die Rücksitzbank nicht mehr verschiebbar, der Benzintank schrupft von 51 auf 36 Liter und das Kofferraumvoumen von 450 auf 405 Liter. Auch eine Anhängerkupplung ist nicht erhältlich. Aber irgendwas ist ja immer.

Technische Daten Mini Cooper Countryman SE AII4

Motor

Hybrid (Dreizylinder + E-Maschine)

Antrieb

Allrad

Systemleistung

162 kW/220 PS

Max. Drehmoment

385 Nm

0-100 km/h

6,9 Sekunden

Höchstgeschwidigkeit

196 km/h

Batteriekapazität

10 kWh

Kraftstofferbrauch

1,7 bis 2,0/100 km

CO2-Emissionen

40 bis 45 g/km

Ladeleistung

bis 3,7 kW AC

Kofferraum

405 bis 1.275 Liter

Länge x Breite x Höhe

4,30 m x 1,82 m x 1,56 m

Wendekreis

9,60 m

Preis

38.017 Euro

Quelle: arrive

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